Maidult in Burglengenfeld startet am Freitag: Neue Fahrgeschäfte und bewährte Schmankerl

Von Nils Mayer · 24. April 2025 um 05:00

Am Freitag heißt es in Burglengenfeld wieder „O‘zapft is!“. Dann startet die Maidult am Volksfestplatz. Neben altbewährten Attraktionen und Schmankerln haben sich die Schausteller dieses Jahr viel Neues für die Besucher ausgedacht.

Noch wird auf dem Volksfestplatz fleißig gewerkelt und gehämmert. Doch ab morgen können sich die Besucher laut Angaben der Stadt Burglengenfeld auf insgesamt 20 Einzelbuden freuen. „Da ist alles dabei vom Riesenrad bis hin zum Autoscooter“, sagt Karolina Bauer von der städtischen Presseabteilung.

Neu seien dieses Jahr unter anderem die beiden Fahrgeschäfte Looper und Twister. „Außerdem gibt es erstmals polnische Spezialitäten zu kaufen“, so Bauer. Den Startschuss für die Maidult gebe heuer das Standkonzert am Marktplatz um 18 Uhr. Danach gehe es laut Bauer mit dem Bieranstich im Festzelt Böckl weiter.

Auch Gerhard Böckl freut sich auf den Auftakt am Freitag: „Dass ist schon ein enormer Aufwand, aber der lohnt sich am Ende“, meint der 64-jährige Festwirt und ergänzt: „Wenn wir fertig sind können rund 2000 Leute im Festzelt feiern.“

Schon viele Jahre ist er in Burglengenfeld mit dabei und freut sich trotzdem jedes Jahr wieder aufs Neue. Warum? „Weil die Stimmung hier eine ganz besondere ist“, sagt der 64-Jährige.

Außerdem trete „das Beste aus der Region“ auf der Bühne des Festzelts auf. Laut Böckl können sich die Besucher direkt am Freitagabend auf die regional bekannte Partyband Breznsalzer freuen. Außerdem sei auch die Burglengenfelder Gruppe Sappralot zu Gast, „um ordentlich Stimmung zu machen“.

Frische Waren aus Region

Bei den Speisen und Getränken verzichtet der Festwirt auf Experimente: „Wir laufen hier nicht jedem Trend hinterher, sondern konzentrieren uns auf das, was wir können.“ Dazu zählen laut Böckl frische Waren aus der Region wie Schweinsbraten oder Obazda. Natürlich dürfe auch das Bier der Schlossbrauerei Naabeck nicht fehlen.

Schon am Dienstag war Manuel Schneider mit dem Aufbau seines Autoscooters fertig. Der Schausteller ist nach eigenen Worten das neunte Mal in Burglengenfeld. Heuer hat sich der 35-Jährige etwas Besonderes überlegt: „Bei uns gibt es dieses Jahr brandneue Fahrzeuge inklusive Driftfunktion.“ Dadurch sei der Autoscooter „noch ein Stück aufregender“ als die vergangenen Jahre, so Schneider. Der Schausteller blickt voller Zuversicht auf die Maidult und hofft auf zahlreiche Besucher und auch auf gutes Wetter. „Für uns Schausteller wären frühsommerliche Temperaturen ein Traum“, erklärt Schneider und ergänzt: „Ich habe ein sehr gutes Gefühl.“

Keine höheren Preise

Skeptischer blickt dagegen Helmut Peetz auf die Maidult. „Jedes Jahr wird es teurer und für uns Schausteller steigen die Kosten immer weiter“, sagt der 77-Jährige, der mit seiner Familie das Kinderkarussell betreibt. Vor allem die höheren Preise für Strom und Versicherungen machen ihm zu schaffen.

Trotz allem wolle er den Eintritt nicht weiter erhöhen, „damit auch jede Familie in den Genuss des Karussells kommt“. Das Fahrgeschäft sei bereits im Jahr 1956 gebaut und bis heute erhalten worden. „Wir bieten den Leuten eine Fahrt mit einem echten Oldtimer an“, so Peetz. Nach seinen Worten sei das Karussell vor allem für die Kleinen „ein großer Spaß“. Aber auch für alle anderen ist laut Peetz auf dem Volksfestplatz viel geboten; „Die Maidult ist für uns alle eine Möglichkeit, vom stressigen Alltag abzuschalten.“

Die Schausteller Silvana Pfisterer und Manuel Schneider freuen sich mit Festwirt Gerhard Böckl und Josef Ebnet auf den Anstich (v. l.).