Ich freu mich: Stadträtin Anja Kürzinger übernimmt 2. Vorsitz im Mehrgenerationenhaus

Von Martin Hladik · 21. April 2025 um 15:00

Seit rund einer Woche ist Anja Kürzinger neue stellvertretende Vorsitzende beim Trägerverein des Mehrgenerationenhauses in Waldmünchen. Sie ist damit in doppelter Hinsicht die Nachfolgerin der verstorbenen Martina Mathes.

Einmal rückt sie an deren Position im Verein und zum anderen hat sie als Stadträtin eine ähnliche Rolle wie einst Mathes: Sie ist die Verbindungsfrau in das politische Gremium der Stadt.

„Ich freue mich auf die Aufgabe und darauf ein Teil des Teams zu sein“, sagt Kürzinger im Gespräch. Der Anlass sei zwar ein trauriger, aber die Stelle von Mathes musste nachbesetzt werden. Dass sie damit auch einen Wunsch der Verstorbenen erfülle, macht sie besonders froh.

Ich habe mich geehrt gefühlt

Sie habe sich „geehrt gefühlt“ als der Vereinsvorsitzende Alois Nock und Susi Nock auf sie zugekommen seien und ihr den Posten angeboten hätten. Martina Mathes habe noch zu Lebzeiten gesagt, dass sie kürzer treten wolle und dabei an Anja Kürzinger als Nachfolgerin gedacht. Kürzinger hat das Angebot gerne angenommen: „Schön, dass man mir das zutraut.“

Für das MGH setzte sie sich gerne ein: „Das MGH ist eine wahnsinnig tolle Einrichtung“, sagt die 30-Jährige. „Es ist ein Mehrwert für ganze Gesellschaft.“ Sie selbst habe sich bislang in der Nachbarschaftshilfe des MGHs engagiert. Allerdings nur mit kleineren Aufgaben, sagt sie. Das könne bei Bedürftigen von der Einkaufshilfe, über das Helfen beim Betten beziehen oder das Gassi gehen mit den Hunden reichen. Auch Fahrdienste würde sie gerne übernehmen.

Eigentlich biete das Mehrgenerationenhaus tatsächlich für jede Altersgruppe etwas. Mit einer Ausnahme: „Für Jugendliche könnte man vielleicht etwas mehr tun!“ Darüber hatte Kürzinger schon vor der Übernahme des MGH-Posten s als stellvertretende Vorsitzende gesprochen, allerdings in ihrer Rolle als Stadträtin. Als Jugendbeauftragte hatte sie zusammen mit ihrem Kollegen Andreas Eisenhart die Bedürfnisse der Jugendlichen im Stadtrat vorgestellt. Ein Thema war dabei ein Treffpunkt für Jugendliche gewesen. In diesem Zusammenhang war auch über das MGH gesprochen worden. Ob es hier tatsächlich einen Treffpunkt geben könnte, darüber möchte Kürzinger aber noch nicht reden. Bevor man hier die Möglichkeiten sondiere, wolle sie mit den Mitgliedern der Vorstandschaft darüber reden. Bis dahin sei das einfach erst einmal einfach nur eine Idee, die bei der Vorstellung des Jugendberichtes im Stadtrat gefallen sei.

Verbindung zum Stadtrat

Ihre Rolle als Stadträtin könne tatsächlich ein Vorteil sein, weil sie die Ideen des MGH in den Stadtrat miteinbringen und erläutern könne. Als Mitglied in einem Vorstand „habe man andere Einsichten in die Materie und kann Dinge auf kurzem Weg erklären“. Diese Art des kurzen Dienstweges gilt wahrscheinlich auch umkehrt. Eine Stadträtin kann sicher einfacher erklären, warum manche Entscheidung im Stadtrat so gefallen ist.

Die Politik spielt aber auch noch auf einer andern Ebene eine wichtige Rolle für das MGH. Hier hänge es von der neuen Bundesregierung ab, wie die Gelder für die Mehrgenerationenhäuser fließen, sagte Kürzinger.