Storchenpaar baut sich neuen Horst auf altem Baum der Familie Wildenauer

Von Mittelbayerische Zeitung · 19. April 2025 um 19:00

Seit 1950 hat Roding Störche auf dem alten Landratsamt. Alljährlich kommen sie aus dem Süden zurück und brüten dort, häufig mit großem Erfolg. Offensichtlich hat sich bei den Adebars herumgesprochen, dass hier am Regen in Roding und Umgebung gute Verhältnisse für Störche herrschen.

Störche sind Brutvögel, die gerne in traditionell besiedelte Landschaften kommen, wozu Roding und jetzt auch Mitterdorf gehören. Nachdem weder das Forsthaus in Mitterdorf noch die Sparkasse Nistmöglichkeiten geboten haben, machten sich die Mitterdorfer Störche selbst auf die Suche und fanden nahe dem Kindergarten, der Schule und dem Feuerwehrhaus im Garten der Familie Wildenauer einen Baum, den sie ideal fanden, um dort ein Nest zu bauen.

Der Nestbau ging ganz schön schnell

Und dies ging alles ganz schnell. Weil der Horst auf dem ehemaligen Landratsamt seit Jahren regelmäßig besetzt ist, mussten die Neuankömmlinge einen anderen Standort suchen – und haben jetzt auch eunen gefunden. Nahrung ist in Mitterdorf und Umgebung für Störche genügend vorhanden, und sie freuen sich sicher schon auf frisch geschnittenes Gras. Dieses lockt Störche häufig an, weil sie dort ihre Beute finden.

Störche sind Fleischfresser. Obwohl es große Unterschiede im Nahrungsspektrum der einzelnen Arten gibt, bilden Fische, Frösche und Nagetiere neben Insekten für die meisten Störche die Hauptnahrung. Um wohnungssuchenden Störchen eine Behausung schmackhaft zu machen, helfen Weidenkörbe, die auf der Plattform befestigt werden. Je natürlicher der künstliche Horst aussieht, umso besser: Daher sollten auch Äste in den Nestboden eingeflochten und Stroh oder Reisig ausgelegt werden.