Umbau der Lohbauer-Kreuzung steht an – Bürgermeisterwahl wird auf 2026 vorgezogen

Der Wackersdorfer Gemeinderat machte mit zwei Gegenstimmen aus der Freien Wählerschaft-Fraktion den Weg frei, die Bürgermeisterwahl mit den allgemeinen Gemeinde- und Landkreiswahlen zu harmonisieren. Damit endet auch die Amtszeit von Bürgermeister Thomas Falter nicht erst 2029 sondern bereits 2026.
Anlass für den Antrag zur Zusammenlegung der Wahlen von Bürgermeister Falter selbst war, dass die vertraglich vereinbarte Freistellung seines früheren Arbeitgebers, der Bayernwerk Netz GmbH, auf das Jahr 2026 verkürzt wurde. Wie bereits berichtet, fanden die Bürgermeisterwahlen in Wackersdorf wegen des vorzeitigen Rücktritts vom damaligen Bürgermeister Josef Ebner im Jahre 1993 außerturnusmäßig statt.
Als Gemeinderat kandidieren
Bereits 2007 lag ein entsprechender Antrag auf Zusammenlegung der Wahlen dem Gemeinderat vor, wurde aber abgelehnt. Wegen der damals noch gültigen Höchstaltersgrenze von 67 Jahren für Bürgermeister konnte der damalige Bürgermeister Alfred Jäger bei der außerturnusmäßigen Wahl 2011 nicht mehr ins Rennen um das Amt geschickt werden. Thomas Falter setzte sich dann bei den Wahlen gegen seine Mitkandidaten Thomas Neidl und Günther Pronath durch und ist seitdem Amtsinhaber.
Wegen der Streichung der Altersgrenze bezeichnete Falter seinen Antrag aus Altersgründen gestellt zu haben, deshalb als irrelevant. Vielmehr legte Falter Wert auf eine Verwaltungsvereinfachung durch die Zusammenlegung der Wahlen. Des Weiteren erachtete er die Zusammenlegung der Amtszeiten von Bürgermeister und Gemeinderat als sinnvoll, dies nicht nur in Bezug auf seine persönliche Situation, sondern auch mit Blick auf zukünftige Bürgermeister- und Gemeinderatsgenerationen.
Falter kündigte an, von der Möglichkeit einer Kandidatur für den Gemeinderat auf jeden Fall Gebrauch zu machen. Dies bereits bei den Kommunalwahlen 2026, auch wenn sein Antrag nicht genehmigt werde. „Sollte ich als Gemeinderat gewählt werden, tritt das Amtshindernis ein und ich könnte dann erst bei einer nicht erfolgreichen Wahl als Bürgermeister 2029 mein Mandat als Gemeinderat annehmen“, so Falter. Sollte er 2026 nicht als Bürgermeister gewählt werden, werde er zu seinem Arbeitgeber zurückkehren und sein möglicherweise erhaltenes Mandat als Gemeinderat annehmen, kündigte Falter weiter an, der auch die Frühzeitigkeit seines Antrages sowie die hierzu gezeigte Transparenz erwähnte. Sowohl Sabine Roidl (CSU), als auch Peter Gaschler (SPD) und Sonja Probst (Bündnis 90/Die Grünen) sprachen sich vor der Abstimmung für eine Harmonisierung der Wahlen aus.
Baubeginn am 2. Juni
Am 2. Juni beginnen die Erdarbeiten für die Versatzlösung bei der Kreuzung Bundesstraße B85/Kreisstraße SAD9 bei Heselbach. Mit dieser freudigen Botschaft reiste der Abteilungsleiter Straßenbau Landkreis Schwandorf des staatlichen Bauamts Sulzbach-Rosenberg Björn Letz nach Wackersdorf. Bereits im Jahr 2022 wurde diese Lösung dem Wackersdorfer Gemeinderat präsentiert und die Ausführung für 2024 geplant.
Mit der Fertigstellung der Sanierung der Industriestraße im Juni, die dann der Umleitung des Verkehrs dienen soll, wird mit den Erdarbeiten begonnen. Mit den Gemeinden Bodenwöhr und Bruck wurde in den vergangenen Jahren immer wieder die Problematik mit der B85 diskutiert. Letztendlich fährt man Zweigleisigkeit, betonte Falter. Zum einen wird eine langfristige Lösung angestrebt, zum anderen wird eine kurz- bis mittelfristige Lösung gewünscht. Es wurde zwischenzeitlich auch viel erreicht und zitierte dabei die Tempo 70-Lösung, den Bau der Linksabbiegespur in Heselbach beim Gasthaus Besenhardt/Suckert sowie die Errichtung eines Wildzauns entlang der B85. „Es gibt eine Superlösung, aber auch pragmatische Lösungen“, so Falter.
Diese weitere pragmatische Lösung, den Umbau der Kreuzung B85/Kreisstraße SAD9 beim Autohaus Lohbauer, präsentierte Björn Letz. Erkennbar ist der Verlauf der Versatzlösung bereits durch die vor Wochen gezogene Schneise, bei der bereits die Baumfällarbeiten vorgenommen wurden. Mit der Versatzlösung wird aus dem derzeitigen vier-astigen Kreuzungsverkehr nur noch ein drei-astiger werden, also die Ein- und Ausfahrten des Verkehrs in die B85 von und in Richtung Steinberg am See erfolgt versetzt in Richtung Westen.
Ziel der Maßnahme ist es zudem, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Zum Ablauf der Baumaßnahme betonte Letz, dass Anfang Juni die Erdarbeiten für die neue Trasse beginnen werden. Danach erfolgen die Herstellung der Leitungsquerung SAD 9/B85, der Rück- und Ausbau der Einmündung B85, die Neuanbindung der Carl-Maria-von-Weber-Straße, der Anschluss der Trasse an die SAD9 Süd sowie der Deckenbau der B85 in West und Ost.
Lärmmindernder Asphalt
Björn Letz wies auf die notwendige Vollsperrung der Bundesstraße B85 ab Juli hin. Die Umleitung des Verkehrs erfolgt dann großzügig über die Kreisstraße Altenschwand und der Industriestraße. Bei der B85-Fahrbahnerneuerung von rund 1,5 Kilometer erfolgt im September ebenfalls für eine Woche Vollsperrung. Damit wird die Baumaßnahme auch abgeschlossen.
Auf Anfrage von Regina Wirth, überbrachte Björn Letz die erfreuliche Nachricht, dass der zu asphaltierende Abschnitt der Bundesstraße lärmmindernden Asphalt erhalten wird.
Weitere Punkte
Entwidmung: Der Gemeinderat beschloss die Entwidmung der Wohnung im Erdgeschoß des Anwesens in der Franz-Schubert-Straße 6/Heselbach als Obdachlosenunterkunft.
Straßenname: Der Beschluss vom 11. Dezember 2024 zur Vergabe des Straßennamens „Am Bürschling“ für das neue Baugebiet in Grafenricht wurde aufgehoben. Es wurde der neue Straßennamen „Am Bergholz“ für die zwölf Bauparzellen vergeben.