Zeckenzeit kommt: Infektiologin Dr. Hardmann der Sana Kliniken Cham klärt über Gefahren auf

Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen lauern in Wiesen und Wäldern Zecken. Die winzigen Blutsauger können nicht nur unangenehme Stiche verursachen, sondern auch ernsthafte Krankheiten übertragen. Darüber klärt Infektiologin Dr. Loredana Hardmann von den den Sana Kliniken des Landkreises Cham auf.
Sie betont: „Sobald die Temperaturen anfangen zu steigen, sollte man vorsichtig sein. Ein Zeckenstich kann mehr als nur ein lästiges Jucken verursachen. Es ist daher entscheidend, die Gefahren zu kennen und sich entsprechend zu schützen.“
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Die kleinen Blutsauger setzen sich schmerzlos in die Haut und können Krankheiten übertragen, die ernsthafte Folgen für die Gesundheit haben. Beim Blutsaugen können Zecken die Erreger der Frühsommer-Meningoezephalitis (FSME) oder etwa die Erreger der Lyme-Borreliose übertragen. Die Borreliose kann verschiedene Organe des Körpers befallen, zum Beispiel Haut, Nervensystem und Herz.
„Die Wanderröte (Erythema migrans) ist ein typisches Zeichen für eine Borrelien-Frühinfektion.“
Infektiologin Dr. Loredana Hardmann
„Die Wanderröte (Erythema migrans) ist ein typisches Zeichen für eine Borrelien-Frühinfektion. Wer diese bemerkt, sollte zeitnah einen Arzt aufsuchen“, so Hardmann, ebenso bei Fieber, Benommenheit, Unwohlsein, Übelkeit, Erbrechen oder Lähmungserscheinungen nach einem Zeckenstich und dem Aufenthalt in einem FSME-Risikogebiet.
Um sich vor Zeckenstichen zu schützen, empfiehlt Hardmann folgende Maßnahmen:
• Kleidung wählen: Tragen Sie lange Hosen und langärmlige Oberteile, um die Haut zu schützen
• Repellents verwenden: Insektenschutzmittel mit DEET oder Icaridin halten Zecken fern
• Wegewahl: Vermeiden sie hohe Gräser und dichte Vegetation.
• Körperkontrolle: Überprüfen Sie sich nach dem Aufenthalt im Freien gründlichen auf Zecken, insbesondere an warmen, feuchten Stellen.
Ein Zeckenstich ist in der Regel kein Notfall, dennoch ist es sehr wichtig, dass eine Zecke so schnell wie möglich entfernt wird. „Wenn die Zecke jedoch nicht richtig entfernt werden kann oder wenn innerhalb von sieben bis 14 Tagen nach einem Zeckenstich Symptome wie Fieber oder starke Kopf- und Muskelschmerzen auftreten, sollten Betroffene dringend einen Arzt aufsuchen“, rät Hardmann.