Weitere Firma will vor die Tore von Abensberg

Von Wolfgang Abeltshauser · 17. April 2025 um 11:00

Der Abensberger Bauausschuss hat die Satzung für den Bebauungsplan zur „Gewerbeeinheit Steinweg“ mit Mehrheit beschlossen. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, dass sich neben an der Bundesstraße 16 beim Logistikzentrum der Kuchlbauer-Brauerei ein weiteres Unternehmen ansiedeln kann.

Laut einer Informationstafel am betreffenden Gelände will die Firma Rea, die derzeit in der Abensberger Kagrastraße residiert und Heiz-, Trocknungs- und Reinigungsgeräte vertreibt, dorthin aussiedeln. Im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit meldeten sich keine Bürgerinnen und Bürger zu Wort. Organisationen und Behörden brachten keine grundsätzliche Kritik vor. Allerdings wiesen mehrere Fachbehörden darauf hin, dass sich auf dem Gelände Altlasten befinden.

So steht etwa in der Stellungnahme der Abteilung Bodenschutzrecht im Landratsamt, dass in einer ehemaligen Kiesgrube auf dem Gelände offensichtlich Produktionsabfälle, Gewerbemüll, Bauschutt und Erdaushub der ehemaligen Betonsteinfabrikation gelagert sind.

Deshalb müsse sichergestellt werden, dass Sickerwasser dort nicht eindringen kann. Das Areal müsse versiegelt werden. Alternativ könne ein Bodenaustausch vorgenommen werden. In der beschlossenen Stellungnahme der Kommune dazu wird laut Bauamtsleiter Peter Schmid betont, dass sich der beauftragte Planer an diese Vorgaben halten werde. Diese Stellungnahme wie alle anderen liegt dieser Zeitung vor.

Hinweis auf das Wärmenetz

Gremiumsmitglied Richard Zieglmeier (Grüne) kritisierte, dass der Planer hinsichtlich Wärmeversorgung nur auf die Möglichkeit hinweise, Gas als Brennstoff für die Heizung zu nutzen. Immerhin gebe es ja den Wärmeplan der Kommune, der zumindest theoretisch auch für diesen Bereich Abensbergs ein Wärmenetz als Möglichkeit aufzeigt. Darauf werde in seinen Augen in den vorgelegten Planunterlagen nicht Rücksicht genommen. Von ihm kam deshalb auch die Neinstimme zu dem Vorhaben.

Christian Obermeier (UWL) entgegnete Zieglmeier, dass der Antragsteller das Projekt aktuell umsetzen wolle. Da könne man nicht warten, bis das Wärmekonzept eventuell in einigen Jahren umgesetzt werde.

Aufgrund der Kritik von Zieglmeier, die der auch schriftlich an die Stadt adressiert hat, hat Schmid laut eigener Aussage mit dem Antragsteller Kontakt aufgenommen und nachgefragt. Der wolle nicht etwa Gas einsetzen, sondern Wärme vom Nachbarn beziehen, der für seine Räume eine Wärmepumpe einsetze.

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Keine Einwände hatte das Gremium, dass an der Ortsgrenze bei Sandharlanden zu Bad Gögging an der Kreisstraße 7 ein Batteriespeicher entsteht. Den konkreten Aufstellungsbeschluss für den notwendigen Bebauungsplan dazu muss jetzt der Stadtrat fällen.

Eine Firma aus Karlsruhe plant laut Bürgermeister Bernhard Resch (Landwähler Offenstetten), eine Batteriespeicheranlage mit etwa 60 Megawatt Anschlussleistung zu errichten. Das zu überplanende Gebiet grenzt demnach an das Umspannwerk Sittling der Netzbetreiber Tennet und Bayernwerk an. Mit dem Speichersystem solle dem dringenden Bedarf an Großbatteriespeichern Rechnung getragen werden.

Bauherr trägt die Kosten

Notwendig sei dazu die Änderung des Flächennutzungsplanes, den ebenso der Stadtrat zu beschließen hat. Die Kosten für die Aufstellung des Bebauungsplanes sowie die Änderung des Flächennutzungsplanes habe der Antragsteller zu übernehmen. Das ist gängige Praxis in Abensberg. Fritz Zeilbeck (Landwähler Offenstetten) gab eine Bitte von Mitgliedern seiner politischen Gruppierung weiter. Man solle prüfen, ob die Spielgeräte im Garten des ehemaligen Kindergartens Erikaweg noch genutzt werden können. Denn es wäre besser, diese dann etwa dem TSV Offenstetten für dessen Speilplatz zu überlassen als sie zu entsorgen.

Schmid entgegnete, dass dies bereits geschehe. Geprüft würden nicht nur die Spielgeräte, sondern etwa auch die Photovoltaikanlage auf dem Dach. Grundsätzlich geschehe dies auch mit Gerät andernorts, wenn es dort nicht mehr benötigt werde.

Alte Spielgeräte und Anderes aus dem ehemaligen Kindergarten am Erikaweg sollen weiter genutzt werden.