Regensburger SPD-Krimi ist entschieden: Überraschungs-Kandidat geht ins OB-Rennen

Von Philip Hell · 15. April 2025 um 11:00

Der Krimi in der Regensburger SPD ist entschieden. Thomas Rudner ist designierter Oberbürgermeisterkandidat der Sozialdemokraten. Das gab die Partei am Dienstagvormittag auf einer Pressekonferenz bekannt. Innerhalb der SPD hatte es zuvor mächtig rumort.

Die Vorgeschichte: Vergangene Woche sickerten Informationen aus einem Votum des geschäftsführenden SPD-Stadtvorstands durch. Demnach werde Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer nicht mehr antreten und der ehemalige Europaabgeordnete Thomas Rudner ins Rennen gehen. Das sorgte für mächtig Unruhe in der Partei. Nicht wenige Genossen hätten lieber den Stadtrats-Fraktionsvorsitzenden Thomas Burger ins Rennen geschickt. Auch Burger selbst wollte als OB-Kandidat antreten. Der Partei-Vorstand schlug das Angebot allerdings aus.

Krimi in der Regensburger SPD: Die OB-Entscheidung ist gefallen

Burger verkündete daraufhin das Ende seiner politischen Karriere nach der Kommunalwahl 2026. Allerdings wurde der Rückenwind in der Partei so stark, dass er der MZ sagte, seinen Hut nun doch noch in den Ring zu werfen – vergeblich, wie seit Dienstag klar ist.

Zur Stunde präsentieren die Sozialdemokraten Rudner im Gewerkschaftshaus. Vorab wurde bekannt, dass der 63-Jährige seinen Wahlkampf unter das Motto „Regensburg als Stadt der guten Nachbarn“ stellen möchte. Die SPD möchte im kommenden Jahr das Thema Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellen.

Ein ausführlicher Bericht folgt.