Was bleibt für Investitionen in Freystadt? Kosten für Mehrzweckhalle bestimmen Etat 2025

Der Haushalt 2025 für Freystadt soll im Stadtrat am 13. Mai beschlossen werden. Am Dienstag stellte Bürgermeister Alexander Dorr die Investitionsschwerpunkte vor. Wegen der angespannten Haushaltslage werden viele Wunschprojekte wohl weiter warten müssen. Die Sanierung der Mehrzweckhalle verschlingt viel Geld.
Dorrs Liste der Investitionen war lang: EDV-Ausstattung der Stadt, Feuerwehren, Schulen und Mehrzweckhalle, Spitalrückgebäude, Spielplätze, Kindergärten, Konzept Alter Friedhof Freystadt, Brücken im Gemeindegebiet, Straßensanierungen, Radweg Rohr-Reckenstetten, PV-Anlage am Pumpwerk Mörsdorf, neues Fahrzeug für Deponie, Urnenhain, Breitbandausbau und Wasserversorgung.
Langfristig seien die Kläranlage mit Verbundleitungen, Dirttrail, neuer Badesteg im Naturbad, Fahrzeug und Sozialräume für den Bauhof geplant. „Es freut mich, dass du soviel vorhast, aber wir haben kein Geld“, mahnte Hans Gerngroß. Schuldendienst und Baugebiete seien bislang gar nicht erwähnt. Geschäftsführer Josef Hausner betonte, dass die Liste zeigen sollte, wo man gerade stehe.
Lichtblicke bei laufenden Projekten in Freystadt
Dorr informierte zuvor, dass zwei Nahwärmekonzepte in Freystadt und Thannhausen Fahrt aufnehmen. Entschärft werde „die Sprungschanze“ an der RMD-Kanalbrücke bei Forchheim und die beim Scheunenbrand beschädigte Friedhofsmauer in Thundorf mit einem angrenzendem Pflaster ergänzt. Der Stadtrat stimmte der Stellungnahme der Stadt zum Windkraft-Regionalplan Region Nürnberg zu, in der 1000 Meter Mindestabstand zu Mörsdorf gefordert wird.
Mehr Förderung für die Kläranlage Freystadt
Neu aufgelegt wurde die Förderrichtlinie RZWas, die Freystadt zum Ausbau der Kläranlage Freystadt mit Anschluss der Kläranlagen Schmellnricht, Forchheim und Möning nutzen will. Ein neuer Förderantrag wird gestellt. Nach der alten Regelung hatte man mit 1,3 Millionen Euro Zuschuss gerechnet, nun sind es rund 2,1 Millionen Euro.
Voran geht es bei der Generalsanierung der Mehrzweckhalle. Laut Dorr sind nun 30 Gewerke vergeben, der Puffer wegen der Kostenmehrung im vierten Vergabepaket von rund 204 000 Euro sei aufgebraucht.
Aufträge für die Sanierung der Mehrzweckhalle in Freystadt
Vergeben wurden folgende Aufträge: Innentüren: Haimerl, Ebensfeld für 74.118 Euro (31 Prozent unter Kostenschätzung); mobile Tribünen: Kaiser, Moosbach für 275.520 Euro (70 Prozent über KS); Prallwände: Karl Braun Innenausbau, Halterbach für 445.686 Euro (20 Prozent über KS), Trennvorhänge: Trennomat, Wuppertal für 74.012 Euro (40 Prozent unter KS), Sportfußboden: Eversports, Berlin für 178.412 Euro (16 Prozent unter der Kostenschätzung); Ausstattung Halle: Gotthilf Benz, Winnenden für 218.975 Euro (31 Prozent über KS); PV-Anlage: Grammer Solar, Amberg für 105.637 Euro; Mess-, Steuer- und Regelungstechnik: OPF, Neumarkt für 112.445 Euro.
Michael Herrler fragte, ob Veranstaltungstechnik installiert werde. Aktuell nicht, so Dorr, er wolle das Thema nochmals aufugreifen. Christa Feierler-Schmalzl wollte wissen, ob für die defekten mobilen Geschwindigkeitsmessgeräte Ersatz beschafft wurde. Bislang gebe es ein Ersatzgerät, so Haußner.
Baggerarbeiten im Biotop?
Zu den Baggerarbeiten am Bach bei Thannhausen und am Weiher bei Freystadt erläuterte Stadtbaumeister Michael Meyer, dass dies Notmaßnahmen waren, um Wasser von der Straße zu bringen. Gerhard Schmidt verwies darauf, dass der gesamte Graben Biotop sei. Jede Maßnahme müsse mit der Unteren Naturschutzbehörde abgesprochen werden.