Mast gegen Funkloch, Flutlicht für Langläufer und Betreuung für Grundschüler

Von Martin Hladik · 10. April 2025 um 05:00

Ein Handymast, zwei Masten für Flutlichtanlagen und der Bauantrag für die Ganztagsbetreuung an der Grundschule Waldmünchen bestimmten die Sitzung des Bauausschusses in Waldmünchen am Dienstag. Daneben gab es noch einige kleinere Bauanträge.

Zwei Flutlichtmasten sollen an der Wiese unterhalb des Nordic-Aktiv-Zentrums bei Althütte aufgestellt werden. Mit dem Flutlicht will die Natur-Aktiv-Region Althütte-Gibacht-Cerchov den kleinen Langlaufkurs (rund 1,6 Kilometern für Langlauf und Skating) auf dieser Wiese beleuchten. Das Vorhaben wird über die Regionalförderung bezuschusst.

Bürgermeister Markus Ackermann wies daraufhin, dass es sich bei der Beleuchtung nicht um eine taghelle Ausleuchtung handele, dass das Flutlicht aber die Benutzung der Loipe verbessern werde. Vereine aus Furth und aus Rötz stünden schon für Angebote in den Startlöchern. Ein Zwischenruf aus den Reihen der Räte meinte: „Jetzt fehlen nur noch Schneekanonen!“ Das Flutlicht wurde einstimmig befürwortet.

Mast schließt Funkloch

45 Meter hoch wird ein Mast für den Mobilfunk bei Untergrafenried. Der Mast soll am Waldrand 400 Meter unterhalb des Dorfes in Richtung Höll stehen (Fl.Nr. 137). Ackermann ergänzte, dass es sich bei dem Masten um einen handele, der eines der Funklöcher in der Region abdecken soll. In letzter Zeit wurden in der Region mehrere Funkmasten aufgestellt.

Der Mast bei Untergrafenried wird von der DFMG (Deutsche Funkturm GmbH) gebaut. Normalerweise baut dieses Unternehmen für die Telekom. Das ist bei diesem Mast aber anders, teilt eine Unternehmenssprecherin mit. In Untergrafenried werde für die Mobilfunk-Infrastruktur-Gesellschaft gebaut. Die MIG ist eine Gesellschaft des Bundesministeriums für die Mobilfunkstrategie der Bundesregierung und kümmert sich um die Schließung von Funklöchern. Wann der Mast bei Untergrafenried tatsächlich gebaut wird, hängt vom weiteren Genehmigungsverfahren ab. Waldmünchens Bauausschuss gab jedenfalls sein OK. Auf dem Masten sollen später Antennen der Telekom und von Vodafone aufgebracht werden.

Nur ein formaler Akt, aber ein wichtiger, war der Bauantrag für die Ganztagsbetreuung in Waldmünchen, dem der Bauausschuss ohne weitere Beratung zustimmte. Fertigstellung des rund zwei Millionen Euro teuren Gebäudes bei der Grundschule wird 2026 sein, mit der Einführung der bundesweiten Pflicht zur Ganztagesbetreuung. Wann genau der Baubeginn sein wird, lässt sich derzeit noch nicht sagen, weil dies von weiteren Genehmigungen und Förderzusagen abhängt. Bürgermeister Ackermann formulierte deswegen so: „Es wird just in time fertig!“

Nur eine Nutzungsänderung war die Zusammenlegung von zwei Eigentumswohnungen in Heinzlgrün 11. Offiziell eine Nutzungsänderung, aber eigentlich nur ein neues Etikett für ein längst so genutztes Gebäude war der Antrag der Bavaria Brandschutz Industrie GmbH. Seit 35 Jahren am selben Standort, so hieß es von der Verwaltung, habe man jetzt mit der Aufstellung eines neuen Brandschutzkonzeptes eine Nutzungsänderung beantragt. Statt der einstigen Produktion von Stahl- und Metallkonstruktionen dient die Halle jetzt auch offiziell der Produktion von Feuerlöschern. Der Ausschuss stimmte beiden Nutzungsänderungen ohne Gegenstimme zu.

Nur etwas verschoben wird der Bau von zwei Ferienhäusern in Eglsee 8. An einem Wohnhaus in der Schützenstraße 11 wird ein neuer Carport entstehen. Trotz leichter Abweichung von Bebauungsplan, zum Beispiel bei der Dacheindeckung mit einem Glasdachelement, sah Peter Fellner vom Bauamt kein Problem bei der Genehmigung.

Freude über Bauantrag

Ziemlich erfreut reagierte Bürgermeister Ackermann auf den Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage in Prosdorf. Der Bauanträge zeigten, dass die beschlossene Ortsabrundungssatzung funktioniere und im Dorf wieder gebaut werden könne.