Jugendbildungsstätte braucht Erneuerung und hofft auf Fördermöglichkeiten

Noch ist nichts konkret, aber allen Beteiligten ist klar, mittelfristig muss die Jugendbildungsstätte, was die Ausstattung der Zimmer betrifft, saniert werden. Das wurde bei der Sitzung des Zweckverbandes Jugendbildungshaus deutlich.
„Bildungsleuchtturm“, so nannte Bürgermeister Markus Ackermann die Jugendbildungsstätte bei der Sitzung immer wieder. Tatsächlich wurde die JuBi 2024 für 25 600 Übernachtungen von Jugendlichen genutzt. Die seit 1983 bestehende Jugendbildungsstätte wird dabei aus höchst verschiedenen Quellen finanziert. Das Gebäude wird vom Zweckverband Jugendhaus unterhalten, der sich aus Beiträgen des Landkreises Cham und der Stadt Waldmünchen finanziert. Das Personal und der Betrieb selbst finanziert sich aus Geldern des Bezirkes Oberpfalz, der CAJ und der KAB.
Und wer nutzt das Jugendhaus? Das wollte insbesondere Landrat Franz Löffler wissen. Hierzu gab der Leiter der JuBi, Johannes Himmelhuber, in der Sitzung folgende Auskunft über das Jahr 2024. 48 Prozent sind dabei ganz normale Übernachtungsgäste, 21 Prozent der Übernachtungen finden im Rahmen der Berufsorientierung statt, acht Prozent sind zur Umweltbildung an der JuBi, drei Prozent zur politischen und weitere drei Prozent zur interkulturellen Bildung in Waldmünchen. Zwölf Prozent sind schließlich zu einer gruppenbezogenen Orientierung im Haus. Insgesamt sind dafür rund 40 Beschäftigte in der Jugendbildungsstätte tätig.
Die Jugendbildungsstätte gibt es jetzt seit über 40 Jahren. In dieser Zeit haben sich die Ansprüche der Gäste an ihren Aufenthalt geändert. Das machte Himmelhuber mit einer kurzen Nebenbemerkung deutlich. Es werde schwerer, neue Gruppen für die Gastbelegungen anzusprechen, weil noch nicht viele Zimmer mit eigenem WC und Dusche ausgestattet seien. Hier müsse dringend etwas geschehen.
Das Thema griff auch Bürgermeister Markus Ackermann in seiner Rolle als Vorsitzender des Zweckverbandes aus. Die 100 000 Euro im Vermögenshaushalt sollten nur zum kleinen Teil für Sanierungen zum Beispiel an der Fassade des Dirrmaler Wirtes genutzt werden. Der Rest sollte wieder in die Rücklagen fließen, um für eine anstehende Sanierung bewappnet zu sein. Hier hofft der Zweckverband, dass sich ein geeignetes Zuschussfenster auftut, das genutzt werden kann. Noch gebe es aber keinen fixen Plan, sagte Ackermann auf Nachfrage. Insgesamt stehen mittlerweile rund 300 000 Euro in den Rücklagen. Das gesamte Anlagevermögen des Jugendhauses steht mit über zehn Millionen Euro in den Büchern. Schulden hat der Zweckverband keine.
Die Jubi ist für die Stadt Waldmünchen nicht nur ein Bildungsleuchtturm, sondern auch wichtiger Arbeitgeber und stärkt mit seinen Übernachtungen die Kaufkraft der Region.