Wackersdorfer Bürgerfest soll bereits auf neugestaltetem Platz stattfinden

Von Johann Ippisch · 10. April 2025 um 11:00

Der neue Vorplatz von Schule und Sporthalle in Wackersdorf (Landkreis Schwandorf) nimmt Gestalt an. Die „Lebensgeister“ sollen eine neue Heimat finden.

Mit einer Befahrung zu den derzeit zwei größten Baustellen der Gemeinde wurde die Sitzung des Bauausschusses eröffnet. Erstes Ziel war der Vorplatz zur Schule beziehungsweise zur Sporthalle, wo sich die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts der Neugestaltung der Ortsmitte abzeichnet. Michael Fischer vom Planungsbüro „Architekten und Ingenieure Weber“ aus Ruhmannsfelden erläuterte die Fortschritte.

Große Sonnensegel installiert

So sind die Pflasterarbeiten um den Schul- und Sporthallenvorplatz größtenteils abgeschlossen. „Die Arbeiten laufen sehr gut, alle Einfassungen sind verbaut“, so Fischer. Noch vor Ostern wird der Gärtner die Arbeiten zur Grüngestaltung aufnehmen, betonte Fischer weiter.

Bis Ende Mai werden die Arbeiten beendet sein – zur Freude von Bürgermeister Thomas Falter (CSU). Denn er hat bereits das Bürgerfest, das vom 4. bis 6. Juli auf dem neu gestalteten Platz stattfinden soll, fest im Blick. Dann können auch die rund 240 Quadratmeter großen Sonnensegel vor der Sporthalle zum Einsatz kommen. Bauamtsleiter Uwe Knutzen führte erstmals dem Gremium die automatisch ein- und ausfahrbaren Sonnensegel vor. Auch der Ort, wo künftig die Bühne ihren Platz finden wird, ist bereits erkennbar.

Derzeit laufen noch die Pflasterarbeiten für die Feuerwehrzufahrt. Die sogenannten „Lebensgeister“, die zwischen Schule und Sporthalle ihren Platz hatten und die von Künstler Hans Mayer („Mayan“) aus Flossenbürger Granit gestaltet wurden, mussten der Baustelle weichen und sind derzeit zwischengelagert. Die Mitglieder des Bauausschusses folgten dem Vorschlag der Verwaltung, dass diese im „Hexentheater“, innerhalb der Hainbuchenhecke vor dem Mehrgenerationenhaus eine neue Heimat finden sollen.

Industriestraße soll im Juni fertig werden

Ein weiteres Ziel des Gremiums war die Baustelle „Industriestraße“. Bauamtsleiter Uwe Knutzen erläuterte den Baufortschritt. So ist die Verbreiterung der Straße um einen Meter erkennbar. Derzeit werden in der Straßenverbreiterung die Stromkabel verlegt. Damit sind auch die Voraussetzungen geschaffen, um die 20 kV-Leitung abzubauen, die entlang des Geh- und Fahrradweges verläuft. Auch hier befinden sich die Bauarbeiten im Zeitplan. Mit der Fertigstellung werde Mitte Juni gerechnet, so Knutzen.

Zurück im Sitzungssaal beschäftigte sich das Gremium mit privaten und gewerblichen Bauvoranfragen und Anträgen. Erneut lag ein Bauantrag der BMW AG vor, die eine Leergutüberdachung beantragte. Die Grundfläche der Überdachung beträgt 3333,75 Quadratmeter und soll für die Lagerung von Leergutgestellen und Leergutbehältern genutzt werden.

Teilumbau genehmigt

Genehmigt wurde auch der Bauantrag der Firma R & I Holding GmbH. Dabei sind für das bestehende Gebäude in der Kohlenstraße ein Teilumbau des Dachgeschosses, die Errichtung von Carports und eines Balkons an der Westseite sowie von Dachgauben an der Nordseite geplant. Der Ausschuss stimmte der Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes hinsichtlich der Errichtung der Dachgauben zu. Auch wegen der beantragten Stellplätze machte das Gremium für eine zusätzliche Zufahrt über die Fabrikstraße eine Ausnahme.

Erneut mussten sich die Markträte auch mit einer Bauvoranfrage für ein Vier-Familien-Wohnhaus in Heselbach, Johannes-Brahms-Straße, beschäftigen. Nachdem der aktualisierte Bauantrag nicht dem gültigen Bebauungsplan entsprach, wurde eine Befreiung notwendig. Dieser Befreiung stimmt der Bauausschuss aber nur zu, wenn die Nachbarunterschriften, die derzeit nicht vorliegen, nachgeholt werden.