Adlersberg rüstet sich für den traditionellen Palmator am Sonntag

Am Palmsonntag findet das Traditionsfest Palmator erneut statt und Wirtsfamilie Prössl steht mit einer Menge Starkbier bereit. Heuer wird vor allem verstärkt auf die Sicherheit geachtet: Besucher müssen sich unter anderem auf Sicherheitskontrollen einstellen.
Am Sonntag ist es wieder soweit: Das Palmator Starkbierfest am Prösslbräu in Adlersberg steht an. Die Brauereifamilie Prössl freut sich auf tausende Gäste. Rund 100 Hektoliter des Palmators sind in Vorbereitung auf das Fest gebraut worden. Das Starkbier besticht mit malz- und röstaromatischen Noten, einer Stammwürze von 18,80°P und einem Alkoholgehalt von etwa 7,1 Prozent. „Schmeckt gut wie immer“, sagt Dagmar Prössl, Inhaberin des traditionellen Prösslbräu.
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Einen offiziellen Anstich gibt es nicht – „es geht los, mit dem ersten Gast“, erklärt Prössl. Die ersten Besucher trudeln meist ab 9 Uhr ein, zwischen 10 und 11 Uhr werden es immer mehr und bis Mittag ist das Gelände am Adlersberg in Feierlaune. Der Ausschank endet um 19 Uhr, genug Zeit, um das letzte Bier noch in Ruhe zu genießen, bevor die letzten Busse die Gäste zurückbringen. Letztes Jahr trotzten rund 5000 Besucher dem Regen – dieses Jahr erwartet Prössl deutlich mehr.
Wir rechnen mit etwa 8000 Gästen, das Wetter soll mitspielen.
Dagmar Prössl, Wirtin des Prösslbräu
Neben sonnigen Bedingungen wünscht sich die Inhaberin, dass möglichst viele Besucher in Tracht kommen. „Es ist immer schön, wenn gut gelaunte Menschen so gut gekleidet kommen. Das macht den Palmator aus – Tradition wird hier hochgehalten, seit über 500 Jahren.“
Dresscode: Tracht
Und tatsächlich sind die meisten jedes Jahr in Dirndl und Lederhosen unterwegs, um die besondere Atmosphäre des Festes zu unterstreichen. Für Stimmung sorgen die Stoasberger Lumpen auf der Bühne. Wer sich zu den Maßkrügen stärken will, kann sich auf ein bewährtes Speisenangebot freuen: „Es gibt wieder Haxn, Gockerl, Fischsemmeln, vegetarische und vegane Brote und frische Süßigkeiten“, sagt Prössl. „Alles richtig frisch und richtig gut.“
In diesem Jahr wird das Starkbierfest von verschärften Sicherheitsmaßnahmen begleitet. Die Polizeiinspektion Nittendorf hat zusammen mit den Veranstaltern das Konzept überarbeitet, um für ein sicheres Fest zu sorgen. „Nach derzeitigem Stand erwarten wir keine größeren Zwischenfälle“, sagt Einsatzleiter Michael Wurm. Die Polizeidrohne würde auch dieses Jahr wieder zu präventiven Zwecken über die Veranstaltung fliegen.

„Wir freuen uns richtig auf die vielen Gäste“, sagt Prössl. „Es ist so schön, wenn alle gut gelaunt sind und man die Sorgen der Welt für einen Tag vergessen kann.“ Die Maß Palmator kostet am Sonntag zwölf Euro, die Maß Helles zehn Euro. Alle alkoholfreien Halbliter-Getränke kosten vier Euro. Es ist nur Barzahlung möglich, der Eintritt ist kostenlos.
Zusätzliche Busverbindung
Wer mit dem Auto kommt, kann auf der großen Wiese hinter dem Gasthof parken. Viele Gäste würden jedoch ohnehin zu Fuß oder mit dem Bus kommen, so Prössl. Laut Pressemitteilung des RVV wurden dafür vom GFN Pendelfahrten organisiert, die von 9 bis 12 Uhr sowie von 15 bis 19.15 Uhr im 15-Minuten Takt stattfinden. Vormittags fahren die Busse ohne Zwischenhalt in Richtung Adlersberg (Fuchskurve), nachmittags dann zurück zum Regensburger Hauptbahnhof (Steig C1). Zusätzlich fährt die Linie 12 stündlich vom Hauptbahnhof zur Haltestelle Adlersberg Kreuzung und die Linie 28 regulär zwischen Hauptbahnhof und Kneiting. Mit dem RVV-Tagesticket fahren zwei Personen für sieben Euro hin und zurück, Kleingruppen für 9,50 Euro. Weitere Informationen gibt es unter rvv.de/palmator.
Sicherheitsvorkehrungen der Polizei
• Sperrungen: Die Dominikanerstraße ist gesperrt, sodass die Auffahrt mit dem Auto ab der Fuchskurve bis zur Parkplatz-Zufahrt (Abzweigung Hummelbergstraße) nicht möglich ist.
• Kontrollen: Besucher müssen sich auf Einlass- und Zugangskontrollen einstellen. Das Festgelände ist eine Cannabis- und messerfreie Zone, so die Polizeiinspektion Nittendorf.
• Präsenz: Neben Security wird die Polizeiinspektion Nittendorf von Einheiten der Oberpfälzer Polizei sowie der Bereitschaftspolizei unterstützt. Ein Aufgebot an Rettungssanitätern steht auch bereit.
• Betonblöcke: Das Gelände ist zusätzlich mit Betonblöcken gesichert. Diese stellt die Gemeinde Pettendorf, um das Anschlagsrisiko zu minimieren, so Bürgermeister Eduard Obermeier.