Freizeitkarte vorgestellt: So wollen Parsberg und Lupburg einen touristischen Trend nutzen

Von Markus Rath · 9. April 2025 um 05:00

Johannes Hausen ist zufrieden: Der Hotelier und Vorsitzende des Touristikverbands Parsberg-Lupburg erkennt eine positive Entwicklung des regionalen Tourismus. Um diese weiter voranzutreiben, wurde jetzt eine neue Freizeitkarte präsentiert, die eine Brücke zwischen zwei Welten schlagen soll.

„Wir haben die Karte inhaltlich komplett aktualisiert und neu gestaltet“, berichtet Verbandssekretärin Marlies Werth, die zusammen mit Pia und Arwed Arndt in einer Arbeitsgruppe an der neuen Freizeitkarte gearbeitet hat. Dabei seien die dargestellten Wander- und Radwege nicht nur aktualisiert, sondern auch durch neue Angebote ergänzt worden.

„Da wir bisher sehr viele, sehr lange Wanderrouten im Programm hatten, haben wir dabei darauf geachtet, auch kurze Strecken, wie zum Beispiel den Waldlehrpfad in der Hatzengrün, mit aufzunehmen“, erzählt Werth. Der sei nur drei Kilometer lang und eigne sich deshalb auch für eine gemütliche Spazier-Runde am Sonntagnachmittag.

Neue Radwege und Wanderwege aufgenommen

Neu sind auch der Lehmeiersteig, der die Wanderer vorbei an sehenswerten Höhlen und beeindruckenden Felsformationen hinauf zum Buchberg führt, und die Burgensteigrunde Parsberg-Lupburg, die zum Neumarkter Burgensteig gehört.

Neuigkeiten gebe es zudem beim Malerweg. Er führt zu Orten, an denen Künstler schon ihre Staffelei aufstellten, um zu malen. Dabei werden auch Reproduktionen der Kunstwerke gezeigt. Werth: „Künftig gibt es statt bisher vier nur noch zwei Schleifen – eine kurze und eine lange Runde.“

Weggefallen sind zudem die Anzeigen der Betriebe. Dafür gibt es jetzt in der Karte zahlreiche Freizeittipps in der näheren Umgebung und Links mit QR-Codes zu Informationsquellen des Touristikverbands. Auch die Wander- und Radwege können nun digital über QR-Codes abgerufen werden. „Die neue Freizeitkarte für die Region schafft so eine Verbindung zwischen modernen digitalen Inhalten und der analogen Übersichtskarte“, sagt dazu Hausen, der die Karte als einen wichtigen Baustein dafür sieht, die Potenziale von Parsberg und Lupburg in den Bereichen Naherholung und Aktivtourismus noch besser zu nutzen.

Tourismus: Übernachtungszahlen für Parsberg steigen an

Hausen: „Unsere Lage im Bayerischen Jura, gut ausgebaute Rad- und Wanderwege sowie Sehenswürdigkeiten wie die Burgen in Parsberg und Lupburg machen unsere Region immer attraktiver für Gäste.“ Das zeigen auch die aktuellen Tourismuszahlen. Denn 2024 war nicht nur für Bayern mit 40,6 Millionen Gästen ein Rekordjahr. Parsberg steigerte sich bei den Übernachtungen von 43.000 auf fast 46.000 und damit auf den besten Wert der letzten zehn Jahre. Auch die Gästezahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich, bleiben aber noch hinter den Zahlen von 2014 bis 2016 zurück. Der Unterschied zu damals: Heute bleiben die Gäste länger als damals – statt 1,5 Tage im Schnitt sind es inzwischen zwei volle Tage.

Zurückzuführen ist dies laut Hausen auf den Trend, dass sich immer mehr Menschen bewusst für Urlaub im eigenen Land entscheiden. Davon würden auch Parsberg und Lupburg profitieren. „Besonders gefragt sind aktuell naturnahe, nachhaltige und aktive Urlaubserlebnisse – Angebote, die unsere Region in idealer Weise abbildet“, sagt Hausen.

Wichtige Informationen aus der Jahresversammlung

Fotoshooting: Der Touristikverband hat ein Fotoshooting zum Thema „Familienausflug“ durch „Oberpfalz Marketing“ unterstützt. Die Model-Familie wurde ins Jura-Mare, auf die Burg Parsberg, zum Skate- und Dirtpark sowie zum Erlebnisbauernhof Eichenseer in Neuhaid begleitet. Außerdem wurden Räder zum Fotoshooting der „Ostbayern Tourismus Marketing“ für Aufnahmen im Tal der Schwarzen Laber und auf der Burg Parsberg für die „Generation Z“ bereitgestellt.

Grill- und Zeltplatz: Durch rund 2.300 Besucher wurden etwa 7.500 Euro eingenommen. Zahlreiche Gruppen wie Kolping, Schulklassen, Jugendfestival, Pfadfinder und Kurden buchen den Platz immer wieder.

Einrichtungen: Bei der Hammermühle wurde ein Wander-Schilderbaum montiert. Der Skate- und Dirtpark wird von den Jugendlichen gerne angenommen und in Eigenregie gepflegt. Zudem gibt die Hinweistafel „Jump’n Ride“ einen Überblick über alle Plätze im Landkreis. Die Eislaufbahn hatte eine erfolgreiche Saison. Neue Werbepartner sind willkommen – derzeit gibt es nur elf Werbeschilder.

Schaufenster am Bahnhof: Die kostenlose Werbemöglichkeit wird von Vereinen und PUG-Mitgliedern nicht wie erwartet angenommen.

Weihnachtsmarkt: Durch den Verleih von Buden und Tassen wurden 1.424 Euro erwirtschaftet. Mit drei sogenannten „Wild-Cards“ an junge Kreative will man den Weihnachtsmarkt weiterhin attraktiv gestalten, da dieser zunehmend „essenslastig“ wird.

Tourismusbüro: Seit Oktober 2024 teilt der Touristikverband das Büro mit der PUG-Büroleitung, Rebecka Großhauser; somit ist von Montag bis Donnerstag eine Ansprechpartnerin vor Ort. Hierzu wurde von der Stadt Parsberg eine neue Büroeinrichtung angeschafft.

us