Kirchberger Metall in Neunburg setzt auf Schweißroboter und 3D-Scanner – Bürgermeister ist begeistert

Die Zeiten, in denen die Handwerker von Kirchberger Metall noch alles mühsam mit dem Meterstab ausmessen mussten, sind längst vorbei. Heute nutzt das Familienunternehmen im Neunburger Ortsteil Seebarn moderne Ausrüstung wie 3D-Scanner und Schweißroboter.
Bürgermeister Martin Birner (CSU) und seine Stellvertreterin Margit Reichl (CSU) konnten sich bei einer Betriebsbesichtigung kürzlich selbst ein Bild von den technischen Innovationen des Betriebes machen.
Geschäftsführer Thomas Kirchberger freute sich: „Für uns ist das natürlich eine großartige Gelegenheit unsere Arbeit zu präsentieren.“ Martin Birner nannte das Unternehmen „einen Vorzeigebetrieb von Neunburg“. Trotz seines Skiunfalls vor ein paar Tagen wollte er sich diese Besichtigung nicht entgehen lassen.
Der Familienbetrieb kümmert sich seit 1955 um alles rund um den Metallbau. „Wir machen Treppengeländer, Terrassen, Zäune und noch vieles mehr“, erklärte Thomas Kirchberger, der seit drei Jahren die Firma leitet.
Betrieb ist voll ausgelastet
Mit der aktuellen Auftragslage zeigte sich Kirchberger zufrieden: „Wir sind zurzeit voll ausgelastet.“ Nach seinen Worten hätten aber viele andere Handwerker in der Region „mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage zu kämpfen“. Wichtig sei deshalb vor allem die Modernisierung von Arbeitsabläufen: „Der Umstieg auf die neuen Technologien ist uns gelungen.“
Gleich zu Beginn des Rundgangs präsentierte Geschäftsführer Kirchberger die erste Neuheit: „Unser 3D-Scanner misst die Flächen, für die wir früher Stunden gebraucht haben, in Sekunden.“ Neben der Zeitersparnis sei durch das Gerät auch eine einfache Darstellung am Computer möglich. „Dass ist auch für unsere Kunden toll, weil sie das Endprodukt direkt am Bildschirm sehen können“, erzählte Kirchberger.
Kaum zu übersehen ist der meterhohe Lagerturm der Werkstatthalle. Dieser biete laut Kirchberger rund 85 Quadratmeter Lagerfläche und sei auf dem neusten Stand der Technik. „In dem Turm sind Werkzeug und Schrauben gelagert und nur einen Klick entfernt. Dadurch sollen unsere Mitarbeiter ihre Ausrüstung schneller finden und außerdem läuft dann auch alles geordneter ab“, sagte der Geschäftsführer und ergänzte: „Vorbei sind die Zeiten, in denen Material in großem Stil einfach verschwunden ist.“ Bürgermeister Birner scherzte daraufhin: „Vielleicht sollten wir so einen Turm auch bei uns im Rathaus aufstellen.“
Aber warum setzt gerade ein Handwerkerbetrieb so sehr auf moderne Technik? Dass habe laut Kirchberger vor allem einen Grund: „Wir suchen händeringend nach jungen Leuten und wollen dem Nachwuchs den Job schmackhaft machen.“ Der Geschäftsführer hoffe durch die Technologien neue Lehrlinge anzuwerben.
Einen mustergültigen Werdegang legte Dennis Gruber hin. Der 32-jährige Handwerkmeister ist nach eigenen Worten mit 15 Jahren als Lehrling bei Kirchberger Metallbau eingestiegen. Heute ist er als führender Mitarbeiter für viele Innovationen im Betrieb verantwortlich. Auch beim Aufbau des Schweißroboters war der 32-Jährige beteiligt. „Es hat tagelang gedauert, bis wir es hinbekommen haben, aber heute wollen wir nicht mehr ohne das System arbeiten“, meinte Gruber.
Millimetergenaue Arbeit
Durch den Roboter sei millimetergenaue Schweißarbeit möglich. Nach seinen Worten ist die Schweiß- und Laserarbeit mit dem Roboter zwar nicht ungefährlich, „aber wir treffen ja auch die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen.“ Martin Birner und Margit Reichl zeigten sich nach dem Betriebsbesuch begeistert. „Ich wurde wirklich komplett positiv überrascht, wie modern hier alles abläuft“, sagte die 2. Bürgermeisterin und Birner ergänzte: „Dass ist wirklich ein Hauch von Silicon Valley hier in Neunburg.“ Die Stadt wolle laut dem Bürgermeister auch in Zukunft die Handwerksbetriebe bestmöglich unterstützen. „Am Ende profitieren wir alle von solchen Betrieben hier in Neunburg.“

