Montessori-Schule Essing sucht spendierfreudige Unternehmer

150 Unternehmen aus der Region spenden monatlich 50 Euro. Das ergibt in einem Jahr 90000 Euro, mit denen an der Montessori-Schule Essing ein Differenzierungsraum realisiert werden kann. Das ist die Idee, die das Unternehmernetzwerk BNI Ostbayern und Montessori Essing haben. Ob das so umgesetzt werden kann, wird sich am Donnerstagabend zeigen. Dann findet an der Schule in Essing zum Auftakt ein Netzwerktreffen des BNI Chapters Matthäus Runtinger Regensburg statt, dem aktuell 35 Unternehmen aus der Region angehören.
BNI hat 249 Mitglieder in Ostbayern
In Ostbayern gibt es laut der Online-Plattform „LinkedIn“ 249 BNI-Mitglieder. Aktuell sind die Anmeldezahlen zwar spärlich, aber Andreas Plank, Geschäftsführer der Privatschule und selbst BNI-Mitglied, setzt auf ein Prinzip, das in dem Unternehmernetzwerk gilt: „Jedes Mitglied bringt einen Unternehmer mit, der noch nicht Mitglied ist.“ Andererseits ist die Veranstaltung „BNI 19 – Die Zukunft bauen“ am Donnerstag um 19 Uhr an der Schule öffentlich. Jeder Unternehmer, der sich angesprochen fühlt, die Schule zu unterstützen, ist willkommen.
Montessori-Schule 1999 gegründet
Seit 2008 ist die 1999 in Biburg gegründete Privatschule in Essing ansässig und ständig gewachsen. Sie unterrichtet im ehemaligen Essinger Schulhaus, das der Trägerverein erworben hat, aktuell 104 Schüler, betreut 24 Mädchen und Buben im Kindergartenalter und beschäftigt 36 Angestellte. Laut Geschäftsführer Plank erhält die Privatschule vom Staat nur 70 Prozent der Förderung, die eine staatliche Schule erhält, der Rest muss selbst bestritten werden.
„Wir bieten hochwertigen Unterricht“, sagt Geschäftsführer Plank, dafür sei Differenzierungsraum nötig, der aber so nicht finanzierbar sei. Daher die Gemeinschaftsaktion mit dem Unternehmernetzwerk BNI. ✔ Der Raum soll als flexibles Klassenzimmer und Essensausgabe dienen. BNI, 1985 in den USA gegründet, steht für Business Network International und ist eine Vereinigung regionaler Geschäftsleute, die sich einmal in der Woche zur Frühstückszeit treffen – mit dem klaren Ziel, mehr Umsatz durch neue Kontakte und Geschäftsempfehlungen zu erzielen.
Unternehmen profitieren von Bildung
Das Unternehmernetzwerk hat aber auch eine soziale Komponente, auf die Montessori-Geschäftsführer Andreas Plank nun für seine Schule setzt. „Wir wissen, wie wichtig Bildung für die Zukunft ist. Als Unternehmer profitieren wir von gut ausgebildeten jungen Menschen – deshalb möchten wir mit dieser Aktion etwas zurückgeben“, sagt Andreas Bitter, Kelheimer Unternehmer und BNI-Mitglied.