Was in Regensburgs Parks zurückbleibt: Ein Müllberg schwerer als 200 Goldene Waller

Von Heike Haala · 5. April 2025 um 10:00

In den vergangenen Tagen war deutlich zu sehen, wie beliebt die Regensburger Parks sind, sobald das Thermometer zweistellige Plusgrade anzeigt. Diese Medaille hat auch eine Kehrseite. Jedes Jahr bleiben Unmengen an Müll in den grünen Oasen zurück.

Auf ein Gewicht von 160 Tonnen brachten es die Flaschen, Pizzakartons oder Einwegverpackungen, die Mitarbeiter des Gartenamts laut Katrin Butz von der städtischen Pressestelle im vergangenen Jahr auf den 139 öffentlichen Anlagen einsammeln mussten. Zum Vergleich: Der Goldene Waller am Donaumarkt wiegt laut städtischer Homepage fast 800 Kilo. Es bräuchte also über 200 Edelmetall-Welse, um die Hinterlassenschaften der Parkbesucher aufzuwiegen.

Enormer Nutzungsdruck

Im Jahr 2023 brachte es der Dreck in den Parks auf 144 Tonnen, ein Jahr zuvor auf 162. 10.000 Arbeitsstunden waren nötig, um die Grünanlagen von Müll zu befreien. Butz spricht von „enormen Nutzungsdruck in den öffentlichen Grünanlagen“. Deswegen habe die Stadt bereits das Reinigungsintervall erhöht und externe Dienstleister engagiert. Weiterhin versuche sie, die Nutzer mit Piktogrammen oder QR-Codes auf das Müllproblem aufmerksam zu machen.

Regensburg steht damit nicht alleine da: Kürzlich hatte die Deutsche Presseagentur gemeldet, dass mehrere bayerische Städte mit dem Müllaufkommen in Grünanlagen zu kämpfen haben. Demnach war der Haufen in Würzburg im vergangenen Jahr 200 Tonnen schwer. In der gleichen Zeit hatten sich in den Augsburger Abfalleimern mehr als 1000 Tonnen Müll angesammelt.

Auch ansonsten lässt sich die Stadt ihre Parks einiges kosten. Fast 2,5 Millionen Euro sollen in der kommenden Zeit für größere Baumaßnahmen ausgeben werden. Das meiste Geld davon werden die Arbeiten im Alleenring verschlingen: 870.000 Euro. Die Sanierung der Brunnenanlagen am Obelisken zwischen Juni und Jahresende soll etwa 670.000 Euro kosten, die Beleuchtung des Parkwegs zwischen Milchschwammerl und Helenenstraße, die ab Oktober bis Jahresende aufgebaut werden soll, weitere 200.000 Euro. Für den Herzogspark sollen in diesem Jahr 600.000 Euro ausgegeben werden. Von September bis November ist geplant, die Maueranlagen zu sanieren, gibt Butz Auskunft. Mit insgesamt 508.000 Euro schlagen die Arbeiten zu Buche, die im Hegenauer Park anstehen. Das sind die Sanierung der Kneippanlage, die im kommenden Frühling über die Bühne gehen und 158.000 Euro kosten soll, sowie die Erneuerung des Spielplatzes bis Ende 2028 mit Kosten von 350.000 Euro.

Wege, Leuchten, Treppen

Zwischen September und Mai ist zudem vorgesehen, die Treppen und Wege der Parkanlage am Flachlberg für 284.000 Euro herzurichten. Die Aufwertung des Ostparks bis Ende Juni soll mit 130.000 Euro zu Bucher schlagen, die neue Beleuchtung für den Brixen Park mit 60.000 Euro und die für den Königswiesener Park immerhin noch mit 50.000 Euro.

Im Juli könnte den Regensburgern mit der Grünfläche an der Donaulände eine weitere und zudem nagelneue Grünfläche zur Verfügung stehen. Hier soll es einmal einen Jugendspielplatz von 1700 Quadratmetern Größe geben, der für Teenager im Alter zwischen 13 und 17 Jahren gedacht ist. Bald soll auch der Spielplatz im Villapark wieder fertig sein, der nur einen Katzensprung entfernt ist. Weiterhin werden dort im Juni für etwa vier Wochen die Wege erneuert. Das Hochwasser im vergangenen Juni hatte die Anlage in Mitleidenschaft gezogen. Wochenlang war der Villapark im vergangenen Sommer gesperrt.

So schön ist der Frühling in den Parks.
Auf der Jahninsel steht sogar ein Müllcontainer.