Neuer Glanz für Nittenauer Tourist-Info: Umbau kostete die Stadt rund 17.000 Euro

Von Cornelia Lorenz · 4. April 2025 um 11:00

Gut zwei Monate lang mussten die Mitarbeiter des Nittenauer Tourismusbüros ihre Zelte im Stadtmuseum aufschlagen. Nun können Leiterin Ingrid Schindler und ihre Kollegin Sylvia Münster Urlauber wieder am gewohnten Ort beraten: Die Sanierung der Tourist-Info an der Hauptstraße ist abgeschlossen.

Bereits vor gut zehn Jahren begannen erste Planungen für die Erneuerung des Büros, aber die Haushaltslage der Stadt gab lang keine Generalsanierung her. Deshalb fiel schließlich die Entscheidung, den Umbau mit kleinem Budget in Angriff zu nehmen: Die Wände wurden neu verputzt und gestrichen, darüber hinaus hat die Stadt neue Möbel angeschafft, die die bisherige 40 Jahre alte Einrichtung ersetzen.

Büro soll für Nittenaus Besucher gut sichtbar sein

Bei der Einweihung des umgestalteten Büros erinnerte Bürgermeister Benjamin Boml (FW) daran, dass an dem Standort einst die Post untergebracht gewesen sei. Eine Renovierung sei nach rund 40 Jahren überfällig gewesen. Man habe überlegt, ob man die Tourist-Info an einen anderen Standort verlegen solle – sei aber zu dem Ergebnis gekommen, sie an der Hauptstraße zu belassen, wo sie gut sichtbar sei. Die Stadt habe in Summe knapp 17 000 Euro investiert und sei dankbar für die tatkräftige Unterstützung von Mitarbeitern des Bauhofs.

Ingrid Schindler, Leiterin der Tourist-Info, erklärte, mit der Renovierung gehe ein Herzenswunsch in Erfüllung. Nun verfüge man wieder über einen repräsentativen Raum, um Touristen empfangen zu können.

Übernachtungen rückläufig

Im Hauptausschuss hatte Schindler bereits zwei Tage zuvor den Jahresbericht des Tourismusbüros abgeliefert und die Situation in Nittenau anhand verschiedener Zahlen erläutert. Im gewerblichen Bereich habe man 2024 einen leichten Rückgang um 1,4 Prozent auf 29 188 Übernachtungen verzeichnet. „Da müssen wir uns aber keine großen Sorgen machen, wir sind ganz gut dabei“, kommentierte Schindler diese Entwicklung. Denn man bewege sich hier in ganz ähnlichen Bahnen wie der Landkreis Schwandorf, wo das Minus bei 1,2 Prozent liege. Bei den Privatvermietern gab es bei den Übernachtungen laut Schindler einen Rückgang um 11,3 Prozent auf 8222. Allerdings sei diese Zahl nicht so zuverlässig, weil einige Vermieter im Stadtgebiet keine Rückmeldung gegeben hätten. Grundsätzlich sei festzustellen, dass es für Beherbergungsbetriebe wichtig sei, in Qualität statt in Quantität zu investieren. „Das ist heute gefragt“, sagte Schindler.

Ein Beweis für die Schönheit der Umgebung

Darüber hinaus nannte sie auch erfreuliche Verkaufszahlen aus der Tourist-Info: 12 230 Euro Umsatz ergaben sich durch den Verkauf der Regentaler, knapp 16 000 Euro durch den Verkauf von Tickets sowie 5184 Euro durch Souvenirs. Bürgermeister Boml wertete Schindlers Ausführungen im Hauptausschuss positiv. „Die Übernachtungszahlen bestätigen, wie schön unsere Gegend ist“, sagte er.

Über die Entwicklungen auf dem Nittenauer Campingplatz informierte Beata Käsz die Ausschussmitglieder und hatte zunächst erfreuliche Zahlen im Gepäck. Im Jahr 2024 reisten 1325 Gäste an. 2023 waren es noch 1190 gewesen. Im Schnitt blieben die Camper 1,99 Nächte, was im Vergleich zu 2023 (2,15) aber eine kürzere Aufenthaltsdauer bedeutet. Dauercamper bescherten der Stadt laut Käsz 2024 Einnahmen von rund 3900 Euro, die Standardcamper sorgten für einen Zufluss von knapp 38 400 Euro.

Ausgaben waren zu hoch

Weniger erfreulich fiel dagegen am Ende die Bilanz des Campingplatzes aus: Erneut konnten die Einnahmen die Ausgaben nicht decken, so dass sich laut Käsz auch 2024 wieder ein Defizit von rund 100 000 Euro ergab. „Es bleibt eine Herausforderung, den Campingplatz wirtschaftlich stabil zu halten“, sagte die Platzwartin. „Die Gästezahlen sind erfreulich. Aber mit dem großen Defizit müssen wir uns intensiv beschäftigen“, kommentierte Boml.