Blaskapelle wird ein „e. V.“ – 57 aktive Mitglieder bereichern Riedener Musikverein

Der wichtigste Punkt der Mitgliederversammlung war bereits vorab aufbereitet worden. Die Blaskapelle St. Georg Rieden wird ein eingetragener Verein und ist somit nicht mehr unter kirchlicher Trägerschaft.
Zur Jahreshauptversammlung der Blaskapelle St. Georg Rieden durfte Vorsitzender Sebastian Zapf Josef Weinfurtner begrüßen, der sowohl als 2. Bürgermeister als auch Pfarrgemeinderatsvorsitzender vor Ort war.
Bisher war der Verein ein Glied der katholischen Kirchenstiftung Rieden. Durch die Eintragung ins Vereinsregister wird der Musikverein Blaskapelle St. Georg Rieden e.V. komplett eigenständig. „Natürlich dürfen wir weiterhin die Räumlichkeiten in gewohnter Weise nutzen“, machte Vereinschef Sebastian Zapf klar.
Stolz auf den Nachwuchs
Kassier Adalbert Obermeier, der von der ersten Stunde des Vereins im Jahr 1988 als Finanzchef an Bord ist, stellte im Detail die Satzung des künftigen e.V. vor, welche die Grundlage für die Eintragung in das Vereinsregister darstellt. Künftig werden die Vorstandsmitglieder für drei Jahre Amtszeit gewählt, anstelle wie bisher nur für zwei Jahre. Nach den Fragestellungen durch die anwesenden Mitglieder wurde die Satzung einstimmig angenommen.
In seinem Tätigkeitsbericht warf Sebastian Zapf zunächst Zahlen in den Raum. So hat der Musikverein aktuell 57 aktive Mitglieder, darunter 50 aktiv Musizierende. In der Ausbildung befinden sich derzeit elf Vereinsangehörige, darunter lernen fünf von ihnen die Instrumente Klarinette und Saxophon.
Stolz ist man besonders auf die derzeit 16 Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren, die an der musikalischen Früherziehung des Vereins teilnehmen. Insgesamt hat die Blaskapelle St. Georg 194 Mitglieder. 22 musikalische Auftritte, wie etwa beim Festwochenende zu „700 Jahre Markt Rieden“, rahmten das musikalische Vereinsjahr 2024 ein. „Unser Sommerfest vor dem Pfarrheim war wieder der absolute Renner“, freute sich Zapf. Das Highlight schlechthin war auch heuer das Jahreskonzert in der Mehrzweckhalle, bei dem die musikalischen Glanzleistungen des Orchesters mit stehenden Ovationen vom Publikum belohnt wurden.
Adalbert Obermeier stellte neben der Satzung auch die aktuellen Finanzzahlen des Vereins vor. Im vergangenen Jahr musste viel Geld in die Hand genommen werden für die Anschaffung neuer Instrumente und Noten. Dirigent Miroslav Zgrzendek zeigte sich stolz ob der erbrachten Leistungen durch die Musiker: „Das Jahreskonzert vergangenen November war für mich tatsächlich wieder das Beste, was wir je abgeliefert haben.“ Für das diesjährige Jahreskonzert stehen laut dem Dirigenten die ersten Stücke bereits fest. Man will das Publikum dabei auf eine musikalische Weltreise mitnehmen.
Kultureller Beitrag
Bezüglich der Proben bat Zgrzendek alle Mitwirkenden, so viele Probetermine wie möglich wahrzunehmen, denn das sei das A und O für die Orchesterarbeit.
2. Bürgermeister Josef Weinfurtner verdeutlichte die Wichtigkeit des Musikvereins für die Marktgemeinde: „Für mich ist die Blaskapelle St. Georg nicht nur die Musik, ihr leistet auch einen kulturell sehr wichtigen Beitrag für unsere Heimat.“