Gourmets finden: In Regensburg gibt’s Bayerns besten Döner

Von Juliana Ried · 26. März 2025 um 17:00

Leser des Gourmetmagazins Falstaff kürten den Döner in einem Regensburger Imbiss zum besten Bayerns. Die syrische Betreiber-Familie freut das – aber ihr Traum ist ein Restaurant.

Dominik Hagenauer (35) nennt das Damas in Kumpfmühl meine „Home-Office-Kantine“. Ein- bis zweimal pro Woche komme er in den Imbiss, sagt der Softwareentwickler, der hier an diesem Tag einen Döner-Teller isst. Der Renner im Damas ist aber der Klassiker im Pita-Brot, einer nach dem anderen geht über den Tresen. Die Leser des Gourmetmagazins Falstaff kürten ihn in einer Online-Abstimmung kürzlich zum besten Bayerns, vor Dönern aus Ingolstadt und München.

Familie betrieb schon den Damas-Grill im Stadtnorden

Das freut Damas-Chef Maher Alkhatib (45). „Das ist sehr, sehr schön. Wir sind begeistert.“ Er und seine Familie sind keine Unbekannten in der Regensburger Gastronomie. Sie betrieben den Damas-Grill im Norden, bevor sie diesen krankheitsbedingt aufgaben. Unweit des Kumpfmühler Markts wagten sie den Neuanfang – und sind stolz darauf, dass sie sich schon drei Jahre hier halten. „Ich komme aus Damaskus“, erzählt Alkhatib. „Ich bin schon lange in Deutschland.“ Seit 2001 lebe er hier. Der gelernte Elektriker ist auch Inhaber einer Firma für die Wartung von Gastronomiegeräten. Das Damas richtete er für seine Familie ein. Am Spieß beziehungsweise Tresen stehen vor allem seine Schwester Mhaya Alkhatib (47) und ihr Mann Adnan Mustafa (56).

Dass der deutsch-türkische Döner ganz oben auf der Speisekarte über dem Tresen steht, hat pragmatische Gründe. „Döner ist schon bekannt in Deutschland“, sagt Maher Alkhatib. „Unsere Spezialität ist Schawarma.“ Das Hähnchenfleisch kommt auch vom Drehspieß, den Unterschied machen das Brot und die Gewürze, im arabischen Fladenbrot stecken Knoblauchsoße und Granatapfelsirup, Koriander und Kardamom. In letzter Zeit werde auch mehr Schawarma verkauft, erzählt Alkhatib, der auch stolz ist auf die selbst gemachten Falafel (aus Kirchererbsen) und Çicgcöfte (aus Bulgur) seiner Schwester. Die meisten aber wollen den Klassiker: „Döner ist auf dem ersten Platz.“

Das Döner-Erfolgsrezept des Chefs

Sein Erfolgsrezept laute: Hygienisch sauber müsse es im Laden sein, die Zutaten müssten frisch sein, und „kein Mischmasch“ dürfe es geben im Brot. „Es ist alles sortiert. Erst Fleisch, dann Soße, dann wieder Fleisch.“ Für das Gesamtpaket mit ordentlich Salat müsse er mit acht Euro mehr verlangen als anderswo. Dass Kunden mitunter ein paar Minuten warten müssen, komme vor, wenn so viel selbst gemacht wird. Mhaya Alkhatib und Adnan Mustafa reichen dann Warte-Pommes oder auch einmal ein Glas Tee.

„Unser Ziel ist, dass wir ein syrisches Restaurant aufmachen“, sagt Maher Alkhatib. „Aber das dauert.“ Vor allem müsse ein Platz dafür gefunden werden. Das Damas solle es weiterhin geben, versichert er.