Neues Sportheim kann gebaut werden: Mitglieder der SpVgg Neukirchen-Balbini gaben ihr Okay

Von Helga Probst · 26. März 2025 um 17:00

Es waren wichtige Entscheidungen, die die 40 anwesenden Mitglieder der SpVgg Neukirchen-Balbini bei der Jahresversammlung im Gasthof zur Post treffen mussten. Sie stimmten für den Neubau des Sportheims. Die Kosten dafür belaufen sich auf immerhin 499 223 Euro. Die Finanzierung steht inzwischen.

Die Fäden für das Projekt Neubau Sportheim laufen beim Vorsitzenden Markus Schlegel zusammen. Er erläuterte, dass „im Vorfeld viele Hürden genommen werden mussten“. Mitglied Lothar Jobst habe einen Zuschuss beim Bayerischen Landes-Sportverein (BLSV) gesichert. Zugesagt wurden von dieser Seite 256 800 Euro, also rund 51 Prozent der Gesamtsumme.

Auch Kommune beteiligt

Im Marktrat haben sich Bürgermeister Markus Dauch und seine Stellvertreterin Bettina Schwab (Bürgerliste) stark gemacht, so dass 180 000 Euro aufgeteilt auf zwei Jahre von der Kommune kommen. Davon bekommt die Tennisabteilung 21 000 Euro für ihre Platzsanierung und die Erweiterung der Flutlichtanlage.

Die SpVgg schießt ihrerseits 11 450 Euro aus Eigenmitteln zu. Der Rest ihrer Barmittel werde aufgespart, um den Abriss und die Innenausstattung stemmen zu können, hieß es vonseiten der Vorstandschaft. Die nötige Zwischenfinanzierung hat Kassier Georg Keil geregelt. „Es ist eine mutige Entscheidung“, fasste der Vorsitzende zusammen.

Das im Jahr 1982 eingeweihte Sportheim war damals ein Vorzeigeobjekt, um das Neukirchen von anderen Kommunen und Sportvereinen beneidet wurde. Jetzt ist das Gebäude allerdings in die Jahre gekommen und an vielen Stellen schadhaft. Damals wurde das Sportheim mit viel Eigenleistung erbaut und das müsse jetzt wieder so sein, forderte Schlegel. 2600 Stunden Eigenleistung seien demnach vorgesehen. „Wir haben für jeden Bauabschnitt Fachleute in den eigenen Reihen“, meinte der Vorsitzende.

Sanierung wäre zu teuer geworden

Den Plan für das neue funktionelle Sportheim hat Manfred Reinstein erstellt. Eine Sanierung wäre zu teuer geworden, da es dafür keine Zuschüsse gegeben hätte. Die Anwesenden votierten einstimmig dafür, dass neu gebaut werden soll und dass die Rücklagen dafür eingesetzt werden dürfen. „Wir sind zuversichtlich, helft’s alle zusammen“, so Schlegel.

Mit dem Bericht des Vorsitzenden wurde deutlich, dass Bandenwerbung und Veranstaltungen gute Einnahmen bescherten. Eine weitere Vorgabe des BLSV war die Anpassung der Mitgliedsbeiträge, die ebenfalls einstimmig genehmigt wurden, da diese Änderung auch für die Übungsleiterzuschüsse vorgeschrieben ist. „Es ist wichtig, dass Jugendliche Sport machen“, sagte Bürgermeister Dauch. Er sah den Gemeindezuschuss als Investition in die Zukunft, auch wenn dies von der Kommune nicht einfach zu leisten sei.

Es sei wichtig, dass Personen anschieben und dankte so den Ehrenamtlichen für ihre unbezahlbare Arbeit beim Sportverein. „Wir sind kein Ansparverein und investieren viel Zeit und Geld“, fasste Schlegel zusammen. Man sei nach seinen Worten auf einem guten Weg.

Reibungsloser Spielbetrieb

Unter dem Dach der SpVgg erfreuen sich die einzelnen Abteilungen eines regen Zuspruchs. Für das Kinderturnen berichtete Lisa Bucher von vier Gruppen mit jeweils zehn Kindern, die großen Spaß an Bewegung hätten. Dana Spießl nannte für die Tennisabteilung 189 Mitglieder – mit steigender Tendenz.

Jugendleiter Sebastian Brunner war mit der Ausbildung seiner 65 Spieler in sechs Mannschaften zufrieden und erfreut über die Unterstützung von guten Trainern. Marco Kiener meldete aus der Abteilung Männerfußball einen reibungslosen Spielbetrieb.

Christian Biebl vertrat Thomas Eichinger, den Leiter der Alte Herren-Abteilung, und informierte, dass 26 Spieler in sieben Spielen, ohne Verletzungen, aufgelaufen seien. Die SpVgg verfügt jetzt über eine neue Internetseite. Diese hat Tobias Schlegel erstellt, wofür er großes Lob erhielt.