Arche Noah in Furth im Wald und Bad Kötzting wird erstes familylab der Oberpfalz

Von Stefan Weber · 25. März 2025 um 19:00

„Heut ist ein Tag, an dem ich singen kann, an dem ich froh sein kann.“ Mit diesem Lied brachten die Kinder der Arche Noah in Bad Kötzting auf den Punkt, was nicht nur Trägerin Marion Pscheidt, sondern auch die Leiterinnen und die Erzieher in den Einrichtungen in Bad Kötzting und in Furth im Wald freut: Ein Jahr lang haben sie sich unter der Leitung von Familienberaterin Sandra Kleber fortgebildet, um als erste Einrichtung in der Oberpfalz die Zertifizierung als familylab-Kita zu erhalten.

Es sei „ein aufregender Tag nach einem langen Prozess“, sagte Pscheidt am Montag. Das Zertifikat sei nicht nur eine Auszeichnung, sondern „auch ein äußeres Merkmal für die Eltern, wie wir arbeiten“. Als Ziel über den vielen Stunden der Weiterbildung im vergangenen Jahr habe als Schlagwort „Gleichwertige Beziehungen“ gestanden – gemeint seien damit die zwischen Erwachsenen und Kindern in der Kita.

„Es gibt keine perfekten Eltern und keine perfekten Kinder, aber alle Eltern können gut genug sein!“ Das Zitat von Jesper Juul ist schon an der Tafel am Eingang der Kita zu lesen und beschreibt, was dem aus Dänemark stammenden Gründer von familylab mit seinem Ansatz wichtig war: „Eine andere Haltung zu Kindern, und dass es Kindern immer nur so gut geht, wie den Eltern oder den Erziehern“, sagte Kleber.

Ein Konzept, das sie eigentlich immer schon verfolgt habe, sagt Marion Pscheidt – nur hatte „das Kind keinen Namen“. Das habe sich geändert, als sie auf das seit 2008 auch in Deutschland tätige familylab und auf Sandra Kleber aufmerksam geworden sei.

Anerkennung, Wertschätzung, Achtsamkeit und Gleichwürdigkeit stünden nicht erst seit der Zertifizierung im Focus der Arche Noah; Allerdings habe ein Jahr intensive und gemeinsame Arbeit das gesamte Team weitergebracht, und dieser Prozess sei auch noch nicht beendet.

Darum wird die Beschäftigung mit den Werten von Jesper Juul und des familylab weitergehen, um Veränderungen bewirken zu können, die sich positiv auf alle Kinder und auch den Umgang der Erwachsenen mit ihnen auswirken sollen.