Wildpinkler machen auch vor dem Rathaus in Abensberg nicht halt

Ein Sicherheitsdienst sorgt in Abensberg (Landkreis Kelheim) für eine sichere Innenstadt, muss aber so manch uneinsichtige Person zur Räson rufen.
Abensbergs Innenstadt ist relativ sicher. Dafür sorgt auch ein Sicherheitsunternehmen, mit dem die Stadt Abensberg eine Vereinbarung hat. In der Hauptverwaltungsausschusssitzung stellte Hauptamtsleiter Andreas Müller die Schwerpunkte des Sicherheitsdienstes vor. Der Sicherheitsdienst hat 2024 1862 Stunden abgeleistet, davon 1360 als Revierstreife in der Innenstadt, den Rest im Rahmen von Veranstaltungen, wie beispielsweise dem Nachtmarkt. Drei Personen bestreiften ursprünglich die Innenstadt, reduziert wurde auf zwei.
Schlimme Fälle, wie etwa größere Schlägereien, habe es 2024 nicht gegeben. Die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes mussten beispielsweise das eine oder andere Mal auf ein Alkohol- oder Gläserverbot hinweisen oder so manchen Ruhestörer zur Räson zu bringen. Bei diversen Wildpinklern nahmen sie die Daten auf. Vier bis fünf Rangeleien, die aber allesamt glimpflich ausgingen, mussten sie schlichten. Und der Handtaschendiebstahl am Faschingsdienstag war ein Vorfall, der hier, in Abensbergs Innenstadt, eher selten vorkommt.
Ausschussmitglied Niklas Neumeyer (CSU) meinte, er stehe voll und ganz hinter dem Sicherheitsdienst in der Altstadt, „ich weiß, dass wir ihn brauchen“. Allerdings würde er sich wünschen, dass auch unten in Richtung Abens und an der Liebesinsel aktiv bestreift werde, „ich sehe den Sicherheitsdienst oft auch einfach nur vor dem Center stehen“.
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Bürgermeister Bernhard Resch meinte nach den Ausführungen von Müller süffisant: „Wir waren uns gar nicht bewusst, wo man überall hinpieseln kann.“ Selbst am Rathaus wurden schon welche erwischt. „Vielleicht ist das Wildpinkeln einfach zu billig“, meinte Judith Wintersberger (SPD). Sebastian Kneitinger (CSU) wiederum erwähnte diverse Lagerfeuer, die unerlaubter Weise auf der Liebesinsel entzündet würden. Neumeyer schlug vor, dort auch unter der Woche punktuell zu kotrollieren. Heinz Kroiss (FDP) meinte nach der Ausführung Müllers, die Sicherheitslage in Abensberg sei ja als nicht schlecht zu bewerten. Sein Appell: Jeder, der in der Stadt unterwegs ist, soll die Augen offen halten und gegebenenfalls auch selbst die Polizei verständigen, wenn er beobachtet, dass was „los ist, was nicht sein soll“.