Lichter dieser Stadt – auch der Regensburger Hafen setzt ein markantes Zeichen

Seine Gesamtfläche beträgt 180 Hektar, das entspricht der Fläche von rund 252 Fußballfeldern, aber welche Bedeutung hat der Regensburger Hafen? Sie werden staunen.
Sie erhellen dunkle Nächte und üben eine große Faszination aus – Lichter wie der pralle Mond, die glitzernden Sterne, das Meer von Straßenlaternen oder die beleuchteten Türme Regensburgs, die – wie etwa die Domspitzen – in den Abendhimmel ragen. Warum auch immer mich ein später Spaziergang ins Hafengebiet führte: Das schummrige Lichterschauspiel, das ich dort sah, zog mich an, als wäre ich eine Motte.
Als ich mehr über das Areal an der Peripherie dieser Stadt wissen wollte, war ich bass erstaunt, dass unser Hafen zu den zehn größten Binnenhäfen Deutschlands gehört. In Bayern ist er sogar unerreicht und wird als zentraler Knotenpunkt zwischen den Wirtschaftsräumen Süd-Osteuropa und den westeuropäischen Kerngebieten bezeichnet. Der Regensburger Hafen ist auch Getreide-Drehkreuz für den Export in die ganze Welt. Stark vertreten am Standort ist die Bauindustrie, hochwertiges Schwergut wird von hier aus transportiert. Der Bayernhafen Regensburg, eine 100-prozentige Tochter des Freistaats, gliedert sich in die Bereiche Donaulände, Westhafen, Ölhafen und Osthafen.
Die Gesamthafenfläche beträgt 180 Hektar, das entspricht der Fläche von rund 252 Fußballfeldern. Es gibt vier Hafenbecken mit 5200 Metern Kailänge, rund 36 Kilometern hafeneigenes Gleisnetz. 80 Unternehmen sind ansässig. Fast 2000 Menschen sind hier direkt beschäftigt. 2,4 Tonnen pro Jahr werden per Schiff und Bahn umgeschlagen. Im sogenannten Nachtsprung ist der Regensburger Hafen viermal pro Woche mit Bremerhaven und fünfmal pro Woche mit dem Hamburger Überseehafen verbunden.
Atemberaubende Zahlen – obendrein können bis zu neun Flusskreuzfahrtschiffe gleichzeitig in Regensburg anlegen. Das alles war bei mir bisher ein dunkler Fleck, der erst bei Lichte besehen erstrahlt. Was unsere Welt(erbe)stadt nicht alles zu bieten hat – im Vergleich zu Großmetropolen sicherlich klein, aber oho!