Magische Wesen aus „Tangrintanien“: Florian Frankhauser bringt Debüt-Fantasyroman heraus

Florian Frankhauser aus Hohenschambach (Landkreis Regensburg) ist eigentlich Mechatroniker und Ingenieur. Nun brachte er seinen Debütroman heraus: eine Fantasy-Geschichte mit dem Titel „Luft und Feuer“. Dabei inspirierte ihn auch seine Heimat Hemau. Doch wie kam der 41-Jährige von Maschinen-Technik zu Literatur?
Still fließen die Wasser zwischen den Hügeln entlang der dichten Wälder des Königreichs Tangrintanien. Bergmassive schotten die Region von den guten und bösen Mächten ab, die in allen Himmelsrichtungen warten. Die Menschen leben zufrieden von Holz- und Landwirtschaft in kleinen Dörfern wie Parsfeld. Es ist eine beschauliche Welt, eine Welt voller Magie, eine Welt, die ganz und gar der Fantasie eines Mannes entspringt: Florian Frankhauser.
Der 41-Jährige Hohenschambacher, eigentlich gelernter Mechatroniker und studierter Ingenieur, brachte kürzlich seinen Debütroman heraus: eine Fantasy-Geschichte mit dem Titel „Luft und Feuer“. Es ist der erste Teil in einer Reihe, weitere Bücher sind schon fertig geschrieben, die fantastische Welt wächst und wächst. Doch wie kommt man von Maschinen-Technik zu Literatur?
Literarisch aus einem Tief
Für Florian Frankhauser war es eine Art Wendepunkt, erzählt er. Als Projektingenieur ist er erfolgreich, mit seiner Frau und ihren quirligen Katzen lebt er in einem kleinen, modernen Traumhaus in Hohenschambach mit Panoramablick über die Hügel des Tangrintels. Ein scheinbar perfektes Leben und doch, so erzählt er, gab es auch Tiefpunkte. Vor allem seine Arbeit, in die er viel Zeit und viele Nerven investiert, verlange ihm viel ab. Über den Stress und den Druck seines verantwortungsvollen Jobs spricht Frankhauser ehrlich, ohne sich zu verstellen: „Ich hatte auch etwas mit Depression gekämpft“, erzählt er.
Und nun? Der Weg nach vorne führte ihn zurück in seine Kindheit. „Seit ich 10 bin, liebe ich Fantasybücher“, erzählt er. „Ich wollte schon immer mal selber ein Buch schreiben. Ich dachte: Vielleicht in der Rente.“ Doch dann kam im Dezember 2023, als er auf einer Ayurvedakur gerade am Wegdösen war, die Eingebung. „Ein bisschen wie im Traum“, erzählt er und lacht. In diesem Moment wusste er: Nicht irgendwann wird er seinen Traum erfüllen, sondern jetzt.
Und so setzte er sich hin und schrieb. Er schrieb den Januar hindurch, die Charaktere, Wesen und Geschichten flossen ihm aus der Feder. Drei Monate später war das Buch fertig. Auch die nächsten drei Bücher hat er schon verfasst. „Es ist, als ob ich beim Schreiben die Geschichte miterlebe“, erklärt Frankhauser seinen tosenden Schreibfluss.
An Wänden in seinem Haus hängt eine Ideen-Sammlung für künftige Geschichten sowie handgezeichnete Karten der Regionen von Natlara, wie Tangrintanien eine ist. „Die Welt ist groß, da gibt es immer etwas zu entdecken“, sagt er. Magische Wesen und diverse Kulturen bevölkern sie, geeint von religionsähnlichen Elementen und dennoch nicht gefeit vor Konflikten, dem Bösen und der Macht der Götter. Die Bücher folgen verschiedenen Protagonisten, der erste stammt aus einem Dorf in Tangrintanien. Männliche und weibliche Figuren, das sei Frankhauser sehr wichtig, halten sich dabei die Waage.
Hemau inspiriert Fantasywelt von Natlara
Natlara, das er mit Wörtern erschafft, entspringt zum allergrößten Teil seiner Fantasie. Dennoch, so erzählt er, ist sie auch in unserer Welt verankert. So werden viele Leser schon bemerkt haben, dass „Tangrintanien“ ziemlich ähnlich klingt wie „Tangrintel“. Das ist kein Zufall, verrät Frankhauser. Auf der Suche nach Namen greife er gern mal auf seine Heimat zurück. Auch landschaftlich findet sich der Tangrintel, auf den Frankhauser Tag für Tag aus seinem Hohenschambacher Haus blickt, wieder.
Bei Namen und Landschaften bleibt es aber nicht. Gefühle und Lebenserfahrungen, auch aus depressiven Phasen, fließen zwischen den Zeilen ein. „Ich glaube, jeder Autor schreibt in seine Figuren auch etwas Persönliches rein“, sagt er. Und mehr noch: Wer genau liest, wird merken, dass sich auch aktuelles Weltgeschehen hier und da wiederfinde, verrät er. Inspiration finde er überall.
Und so denkt Florian Frankhauser erst einmal nicht ans Aufhören. Neben seinen Romanen schreibt er Kurzgeschichten, kleine Märchen und Sagen aus Natlara. Aber auch eine Legende von der Entstehung von Hemau, übertragen in eine Welt der Menschen und Götter.
„Ich schreib’ nicht fürs Geld, ich will nur, dass die Leute beim Lesen eine schöne Zeit haben“, erklärt der Autor. Unendlich dankbar sei er zudem seiner Frau, die ihn unterstütze und auch seiner Mutter, die sein größter Fan sei. Ihr ist „Luft und Feuer“ auch gewidmet. Und sie erhielt das allererste Exemplar des Buchs, als es vom Druck kam.
Über den Roman „Feuer und Luft“
Verlag: „Luft und Feuer“ erschien am 21. Januar über die Selbst-Veröffentlichungs-Plattform „Book on Demand“. Im Gegensatz zu etablierten Verlagen gibt es hier keine rigorosen Hürden, dafür müssen sich Autoren um Dinge wie Lektorat selbst kümmern.
Kauf: Das Buch kann online als gedruckte Ausgabe oder eBook bei den großen Anbietern wie Hugendubel, Thalia oder Amazon erworben werden. Im Handel gibt es das Buch bei Papier Liebl oder Pustet in Regensburg. Die Hemauer Stadtbücherei hat auch ein Exemplar zur Leihe.
Rezensionen: Das erste Leser-Feedback des Buchs ist positiv: „Wer ein spannendes Wohlfühlbuch sucht, wird hiermit sehr glücklich werden“, heißt es einmal, „Gut ausgearbeitete Charaktere, in einer kreativen, lebendigen Welt“ in einer anderen Rezension.