Der Jahn und die Zahlen des Schreckens: Regensburger stellen Negativrekorde auf

Acht Spiele vor Saisonende finden sich beim Fußball-Zweitligisten SSV Jahn Regensburg nicht mehr viele Fans, die noch an die Rettung glauben. Vier Punkte sind es auf Ulm, sieben auf Braunschweig, zehn auf Münster. Das katastrophale Torverhältnis (minus 40) packt noch ein imaginäres Minuspünktchen oben drauf. Ein Blick auf die Zahlen des Schreckens.
Weniger Auswärtspunkte bis zum 26. Spieltag als der Jahn (einen) holten in der Zweitliga-Historie nur der Spandauer SV, FK Pirmasens und Röchling Völklingen. Das war allerdings vor der endgültigen Zusammenlegung zur Eingleisigkeit (vor 1981/82), womit die Bilanz des Jahn nun als Negativrekord gilt. Das 0:1 in Düsseldorf war das 17. Spiel, in dem der Jahn torlos geblieben ist. Und das in 26 Partien. Damit haben die Oberpfälzer ebenfalls Historisches in negativer Hinsicht vollbracht. Nur Braunschweig blieb 2006/07 gleich oft ohne eigenes Tor wie der Jahn in der laufenden Spielzeit.
Ganze 14 Törchen haben die Regensburger bis dato erzielt. Das ist eine ganze Klasse schlechter als die ebenfalls schwachen Braunschweiger (24) und Ulmer (25). 54 Gegentore machen ein schlimmes Torverhältnis perfekt. Ein weiterer Negativausreißer ist Braunschweig (minus 25; 49 Gegentreffer), der Jahn spielt aber auch in dieser Hinsicht in einer eigenen Liga. Die beiden Mitaufsteiger aus Ulm (minus 7; 32 Gegentore) und Münster (minus 7; 34 Gegentore) stehen deutlich besser da.
Lesen Sie hier: Der Abstieg rückt immer näher: Durchhalteparolen beim SSV Jahn Regensburg
Chancenverwertung als großes Manko beim Jahn
Historisch schlecht ist die Tordifferenz der Regensburger zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht. Für den geteilten zehnten Platz im historischen Vergleich reicht es dennoch. Spitzenreiter (nach 26 Spielen) ist der Spandauer SV (1975/76) mit Minus 64.
Es war auch in Düsseldorf wieder ein Manko. Mit Blick auf die Chancenverwertung ziert der Jahn das Tabellenende. 15,6 Prozent stehen zu Buche. Ulm weist mit 21,4 Prozent als Vorletzter keine gute, aber eine deutlich bessere Quote vor. Auch bei der gegnerischen Chancenverwertung (36 Prozent) ist der Jahn Schlusslicht.
Die Regensburger haben nicht nur die wenigsten Treffer auf dem Konto, sondern auch die wenigsten Torschüsse. Den Ersten aus Köln (421) und den Letzten aus der Oberpfalz (288) trennen Welten. Auf Münster (298), Braunschweig (311) und Ulm (315) ist der Rückstand deutlich überschaubarer.
Auch bei der Passquote (Letzter mit 75,5 Prozent) ist der Jahn Schlusslicht. Münster (77) und Braunschweig (79,9) sind hier ähnlich schwach unterwegs. Die Regensburger sind zudem das Team mit dem wenigsten Ballbesitz (43 Prozent, wie auch Münster).
Jahn bei xGoals besser als in der Tabelle
16 Pünktchen hat der Jahn bis dato gesammelt. Ganz so schlecht, wie sie aktuell dastehen, waren sie bis dato allerdings dann auch wieder nicht. Der Blick auf die xGoals hilft aber auch nicht weiter. In sieben Spielen (Ulm, Hertha zwei Mal, Magdeburg, Braunschweig, Darmstadt und Hannover) hatte der Jahn, der nach der Länderspielpause Nürnberg empfängt, bessere Werte als sein Kontrahent. Gewonnen haben sie nur drei davon.
Davon können sich die Regensburger letztlich aber ebenso wenig kaufen wie von dem Umstand, dass sie in der Lauf- und Sprinttabelle geklettert sind oder die Zweikampftabelle anführen.