Drei neue Richter am Amtsgericht Schwandorf haben ihre Arbeit aufgenommen

Zwei Berufseinsteigerinnen und ein ehemaliger Staatsanwalt machen die Riege der Richter in Schwandorf wieder komplett. Am Freitag stellte Amtsgerichtsdirektorin Michaela Frauendorfer die neuen Kollegen vor.
Die meisten Verhandlungen von dem Trio hat bisher Katharina Bauer am Amtsgericht Schwandorf absolviert, wo sie seit dem 1. Dezember 2024 als Strafrichterin tätig ist. Wohl bereits 60 Mal habe sie ein Urteil gefällt, schätzt die 26-jährige Regensburgerin, die sich nach eigenen Worten an ihrer neuen Wirkungsstätte „ganz gut eingelebt“ hat. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Uni Regensburg war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einer Kanzlei tätig. Parallel absolvierte sie ihr Rechtsreferendariat an verschiedenen Einrichtungen in Regensburg.
Erste Station der beruflichen Karriere
Auch für Anna Strauß (25) ist das Amtsgericht Schwandorf die erste Station ihrer beruflichen Karriere. Wie ihre Kollegin studierte sie Jura an der Uni Regensburg, wo sie im vergangenen Jahr auch ihr Referendariat abschloss. Zum 1. Januar 2025 nahm sie ihre Tätigkeit in Schwandorf auf. Hier arbeitet sie „jeweils zur Hälfte“ als Straf- und Zivilrichterin.
Der Dritte im Bunde verfügt schon über einige Berufserfahrung: Richter Jakub Uhlik (36) war zuletzt viereinhalb Jahre bei der Staatsanwaltschaft Amberg tätig. Zuvor amtierte er etwa ein halbes Jahr als Richter auf Probe in Rheinland-Pfalz. Auch Uhlik absolvierte Studium und Referendariat am Standort Regensburg. Am Amtsgericht Schwandorf widmet er sich nun seit dem 7. Januar dieses Jahres Familien- und Betreuungssachen. Amtsgerichtsdirektorin Michaela Frauendorfer zeigte sich erfreut, dass man nun „wieder komplett“ sei. Elf Richterinnen und Richter gibt es nach ihren Worten in Schwandorf, alle 10,5 Planstellen am Amtsgericht sind besetzt.
Gerichtsverfahren sind komplizierter geworden
Das Arbeitspensum ist in den vergangenen Jahren nicht geringer geworden, wie Frauendorfer auf Nachfrage erklärte. „Die Verfahren sind komplizierter und umfangreicher. Oft ist ein Dolmetscher erforderlich“, so die Amtsgerichtsdirektorin. Eine neue Bestandsaufnahme könnte nach Einschätzung Frauendorfers erfolgen, wenn die E-Akte bis 2026 in sämtlichen Rechtsbereichen eingeführt worden ist.