Fernwärme in Schwandorf wird ab 1. April deutlich teurer

Von Hubert Heinzl · 12. März 2025 um 15:00

Die gut 1150 Fernwärmekunden in Schwandorf müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Ab 1. April steigen die Kosten um etwas mehr als 27 Prozent oder 15,10 Euro auf 95,75 Euro pro Megawattstunde. Das wurde am Dienstag in der Sitzung des Werkausschusses bekannt.

Wie Werkleiter Stefan Trettenbach erläuterte, orientieren sich die Fernwärmepreise am sogenannten Wärmeenergieindex für Deutschland, den das Statistische Bundesamt in jährlichem Turnus ermittelt. Weil der Index 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 36 Punkte angestiegen ist, ziehen die Preise ebenfalls an, und das nicht zu knapp.

Im Schnitt 45 Euro mehr im Monat

Bei gleichem Verbrauch wie im Vorjahr müssen zum Beispiel die 963 Kleinabnehmer im Stadtgebiet im Schnitt monatlich 45 Euro mehr bezahlen. Für Großabnehmer gelten je nach Verbrauch gestaffelte, aber ebenfalls höhere Preise.

Die neuen Fernwärmesätze gelten ab dem 1. April für ein Jahr, dann werden sie erneut ermittelt. Sinken die allgemeinen Energiekosten und damit auch der Wärmeenergieindex, ist laut Trettenbach grundsätzlich wieder eine Preissenkung denkbar.

Trotz des Preisanstiegs bleibt die Fernwärme nach seinen Worten aber „beispiellos günstig, insbesondere, wenn die Zusatzkosten für Anschaffung, Wartung und Reparatur mit angesetzt werden“.

Deutlich höheren Gewinn erzielt

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde deutlich, dass die Städtische Wasser- und Fernwärmeversorgung im vergangenen Jahr gut gewirtschaftet hat. Dem Werkleiter zufolge ergab sich im Bereich der Fernwärme ein Gewinn von mehr als 817.000 Euro. Geplant war lediglich ein Plus in Höhe von gut 193.000 Euro. Dafür gibt es nach den Worten Trettenbachs mehrere Ursachen – unter anderem geringere Stromkosten als erwartet, niedrigere Personalausgaben als geplant, und schließlich die Tatsache, dass mehr Wärme verkauft wurde, als zunächst absehbar war. Bei der Wasserversorgung zeichnet sich immerhin ein ausgeglichenes Ergebnis ab. Auch hier ergaben sich Einsparungen bei den Personalkosten.