Schwandorfer Nabaltec AG: Eine Prognose verfehlt, eine andere dafür übertroffen

Die Schwandorfer Nabaltec AG hat im vergangenen Jahr ihre Umsatzprognose knapp verfehlt. Dafür gab es ein starkes Gewinn-Wachstum und eine entsprechend gute Ergebnis-Marge.
Den vorläufigen Zahlen zufolge steigerten die Oberpfälzer ihren Umsatz um 1,7 Prozent auf 203,6 Millionen Euro. Erwartet hatte der Konzern allerdings ein Wachstum von zwei bis vier Prozent. Dafür lag die Gewinn-Marge (Ebit-Marge) des Konzerns bei 10,8 Prozent. Prognostiziert hatte das Unternehmen acht bis zehn Prozent. Grund dafür ist ein starkes Wachstum beim Ergebnis vor Steuern (Ebit). Nabaltec steigerte sich hier um 21,4 Prozent auf 22,3 Millionen Euro.
Aber es ist offenbar noch Luft nach oben: „Die durchgehend schwache Konjunktur- und Branchenentwicklung, begleitet von einer Nachfrageschwäche in einigen Zielmärkten, sind maßgebliche Gründe dafür, dass wir unser volles Potenzial 2024 nicht ausschöpfen konnten“, sagt Nabaltec-Vorstandsvorsitzender Johannes Heckmann.
Nabaltec: Enttäuschender Böhmit-Absatz
Ein Umsatzplus von vier Prozent gab es dem Konzern zufolge im Produktsegment „Funktionale Füllstoffe“. Die Absatzmengen seien sogar um fast 12 Prozent gestiegen, heißt es in der Mitteilung. „Allerdings mussten zum Teil Preiszugeständnisse in Kauf genommen werden.“ Teil der Sparte ist auch Böhmit. Die chemische Verbindung kommt beispielsweise in Batterien für Elektrofahrzeuge zum Einsatz. Aber: „Der Absatz im Produktbereich Böhmite zeigte sich enttäuschend und blieb rund ein Viertel hinter dem Vorjahr zurück“, schreibt die Firma.
In der zweiten Sparte des Unternehmens stand zum Jahresende sogar insgesamt ein Minus: Fast vier Prozent habe der Umsatz im Produktsegment „Spezialoxide“ trotz eines Absatzplusses von 2,3 Prozent nachgegeben, teilt Nabaltec mit.
Das erwartet die Nabaltec AG aus Schwandorf für 2025
Für 2025 rechne man nicht mit einer wesentlichen Verbesserung der konjunkturellen Lage, heißt es in der Mitteilung. Trotzdem erwartet Nabaltec einen Umsatzanstieg zwischen drei und fünf Prozent sowie eine Ebit-Marge zwischen sieben und neun Prozent.