Der Jahn ist zum Siegen verdammt gegen „Lieblingsgegner“ Paderborn

Egal mit welchem Keeper: Gegen den Aufstiegsanwärter aus Paderborn braucht Zweitliga-Schlusslicht SSV Jahn Regensburg am Sonntag (13.30 Uhr) unbedingt Punkte, um den Abstand zu verringern. „Wir sind fast schon zum Siegen verdammt“, weiß Trainer Andreas Patz. „Wir können nicht immer hoffen, dass die anderen auch verlieren.“
Ob die Regensburger wieder mit einer Viererkette wie am Betzenberg operieren oder zur Dreierkette zurückkehren, das lässt Patz derweil offen. Sehr schmerzvoll ist für ihn der Ausfall von Kai Pröger, der wegen eines Muskelfaserrisses pausieren muss. Christian Viet und Anssi Suhonen nennt der Regensburger Trainer als Nachrücker-Kandidaten. Das sehr formstarke Paderborn bezeichnet Patz als Mannschaft der Stunde. „Es erwartet uns eine sehr spielstarke Mannschaft“, warnt der Jahn-Coach, der froh ist, dass auch Leopold Wurm und Florian Ballas wieder bei Kräften sind.
Statistiken dienen den Regensburgern in diesen Tagen eigentlich nicht als Mutmacher. Es gibt allerdings eine Ausnahme. Mit Paderborn kommt am Sonntag ein wahrer „Lieblingsgegner“ der Oberpfälzer ins Jahnstadion.
Zwei Jahn-Gesichter
Die Oberpfälzer sind in dieser Saison bekanntermaßen mit zwei Gesichtern unterwegs. Auswärts pfui, daheim zuletzt zum Teil sogar hui. Die beiden Gesichter hat der Jahn in der Vergangenheit auch gegen Paderborn gezeigt. Zuletzt gab es beim SC zwei Mal in Folge ein 0:3. Bei acht Auswärtsauftritten holten die Regensburger in Paderborn nur fünf Punkte. Dafür entpuppte sich der SC nach anfänglicher Widerspenstigkeit als gern gesehener Gast in der Oberpfalz. Auf die Niederlagen 2009 (0:4) und 2012 (0:2) folgten 2016 (3:0), 2019 (2:0), 2021 (1:0), 2022 (1:0) und 2023 (1:0) Sieg um Sieg. Paderborn – ein wahrer Punktelieferant beim SSV.
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Gute Heimerinnerungen
Beim SSV Jahn setzt man in der Krise auf das Sprichwort „Totgesagte leben länger“. „Vor dem Spiel gegen Hertha waren wir schon von sehr vielen abgeschrieben, genauso ähnlich war es vor dem Spiel gegen den HSV. Jetzt ist es wieder ähnlich. Letztendlich haben wir jetzt noch zehn Spiele, in denen wir punkten müssen. Wir können es, das haben wir schon oft bewiesen“, hatte Sport-Geschäftsführer Achim Beierlorzer unter der Woche im Gespräch mit der Mittelbayerischen erklärt. Man darf gespannt sein.
Jahn – Paderborn (So., 13.30 Uhr)
SSV Jahn Regensburg: Pollersbeck – Ananou, Ziegele, L. Breunig, Hein – Geipl, Kühlwetter – Suhonen, S. Ernst – Hottmann, Adamyan
es fehlen: Pröger (Muskelfaserriss), Saller (Trainingsrückstand), Schmidt, Schönfelder (beide Aufbautraining)
SC Paderborn: Riemann – M. Hoffmeier, Götze, Scheller − Obermair, Castaneda, Mehlem, Zehnter – Bilbija – Terho, Ansah
Bilanz: 15 Spiele (11x2. Liga, 4x 3. Liga); sechs Jahn-Siege, zwei Remis, sieben Niederlagen, 13:21 Tore.