Flutschutz ist in Sandharlanden fast komplett

In den kommenden Wochen laufen in Sandharlanden die abschließenden Arbeiten, um das Konzept zum Schutz gegen Sturzfluten im Abensberger Ortsteil umzusetzen. Das Spargeldorf ist dann der erste Ortsteil, bei dem das gelungen ist. Dagegen gibt es anderswo in Abensberg noch Schwierigkeiten.
Wie berichtet wurde in den vergangenen Monaten ein jahrzehntelang verrohrter Graben, mit dem Wasser aus dem Ort Richtung Rückhaltebecken beim Sportgelände abgeleitet wurde, wieder zu einem offenen Graben gestaltet. „Den gab es ja früher in der Form“, betont Stadtwerkeleiter Rainer Reschmeier im Gespräch mit dieser Zeitung.
Der Graben fasst jetzt mehr Wasser als das Rohre, die bisher im Boden waren. Beim Spatenstich für diese Baumaßnahme war von der dreifachen Menge die Rede. Außerdem könne beim 400 Meter langen Graben Wasser versickern – das sei bei einem Rohrsystem nicht der Fall.
Engpass in Sandharlanden ist beseitigt
Reschmeier geht davon aus, dass mit alle dem in Zukunft ein Engpass beseitigt wird, der ein Hauptproblem bei Starkregen-Ereignissen im Abensberger Ortsteil darstellte. Das Kanalsystem im Bereich der Sandstraße, zu dem der jetzt wieder offene Graben gehört, war mittlerweile zu klein. So kamen wie berichtet auch neue, größer dimensionierte Kanalrohre in den Boden.
Unter der Kreisstraße liegen laut Reschmeier auch schon größere Rohre. Sie transportieren das Wasser vom Graben unter der Fahrbahn Richtung Rückhaltebecken beim FSV-Sportgelände. Es fehle noch der neue Anschluss vom Graben zum Kanalsystem bei der Sandstraße, der ebenso mit größeren Rohren umgesetzt werden soll als bisher.
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Reschmeier geht davon aus, dass dies in den kommenden Wochen geschieht. Einen detaillierten Zeitplan der Baufirma gebe es indes noch nicht. Außerdem sei es notwendig, die Zuleitung ins Rückhaltebecken unter der Straße vom FSV-Gelände nach Neustadt a. d. Donau neu zu machen. Dies soll innerhalb diesen Jahres umgesetzt werden.
Damit wären dann alle vorgesehenen Maßnahmen in Sandharlanden zum Thema Flutschutz umgesetzt. Dem gingen mehrere Jahre der Datensammlung und Planung voraus. Von einem Fachbüro wurden die Bürgerinnen und Bürger über ihre Erfahrungen hinsichtlich Starkregen-Fluten befragt. Mittels eines errechneten Modells wurden dann die Auswirkungen eines hundertjährigen Regenereignissen betrachtet. Davon ausgehend entwickelte das Fachbüro konkrete Baumaßnahmen, die in diesem Jahr abgeschlossen werden.
Flutmulde im Bereich Lautergries
Problem war neben dem Engpass bei den Kanälen das Wasser, das bei Regen vom Kapellenberg herabfließt.Um das abzufangen wurde unter anderem eine Regenmulde im Bereich Lautergries am Ortshausgang Richtung Holzharlanden geschaffen.
In allen Ortsteilen hat es die beschriebenen Untersuchungen. Noch nicht überall ist man mit der Umsetzung der Ergebnisse so weit wie in Sandharlanden, sagt Reschmeier auf Nachfrage. So sei eigentlich sowohl im Bereich zwischen Offenstetten und Gaden als auch in Oberhörlbach jeweils ein weiteres Rückhaltebecken notwendig. In beiden Fällen gibt es noch keine Zusage der betroffenen Grundstückseigentümer.
Zusammengehalten hat dagegen wie berichtet die Ortsgemeinschaft in Pullach. Dort wurde ein Graben in Gemeinschaftsarbeit vergrößert.