Neuer Verein in Offenstetten will schnell erblühen

Der Obst- und Gartenbauverein ist die jüngste Pflanze im Reigen der Vereine im größten Abensberger Ortsteil Offenstetten. Er existiert erst seit wenigen Wochen. Laut Vorsitzendem Markus Junker hat man aber schon viele interessante Pläne.
Wie berichtet hat Bürgermeister Bernhard Resch angeregt, den Verein zu gründen, damit er sich ins Projekt eines Dorfplatzes mit integrativem Garten einbringen könne. Grundsätzlich sei die Idee auf fruchtbaren Boden gefallen, berichtet Junker im Gespräch mit dieser Zeitung
Bei der Gründungsversammlung vor einigen Wochen hoben 14 Offensettener den Verein aus der Taufe, mittlerweile gebe es 30 Mitglieder. „Nach der Gründung sind vor allem Familien beigetreten“, freut sich der 49-jährige Vorsitzende.
Sicherlich werde man Aufgaben beim kommenden Dorfplatz übernehmen, betont er gegenüber dieser Zeitung. Mitglieder sind bereit, konkrete Arbeiten beim Gestalten der Fläche zu übernehmen, später werde man mithelfen, den Garten zu pflegen.
Aber dabei soll es nicht bleiben: Nicht zuletzt Kinder und junge Offenstettener hat der Vorsitzende im Blick. „Wir sind ja ein Ort der Inklusion.“ Deshalb wolle man alle Schulen, also die städtische Grundschule und die des Cabrinizentrums, mit einbinden. Junker schwebt vor, dass beide Schulen als juristische Personen Mitglieder im Verein werden. Man arbeite an einem speziellen Veranstaltungsprogramm gemeinsam mit den Schulen. Hier gebe es aber noch keine Details.
Angebote für die Kleinen
Anderes steht schon fest: So will Junker Kindern die Wälder rund um Offenstetten zeigen, Orte besuchen wie etwa den alten Steinbruch, „bei denen wir als Kinder gespielt haben“. Bei Flurwanderungen sollen den jungen Offenstettenern gezeigt werden, was so alles um ihren Heimatort herum wächst. Wichtig sei, mit Aktionen nicht in Konkurrenz zu anderen Vereinen zu treten. So wäre etwa eine Kürbis-Schnitz-Aktion auch etwas – das mache aber schon die Feuerwehr. Mittelfristig will Junker eine Kindergruppe installieren.
Bei Aktionen für und mit Erwachsenen habe man sich schon mit der bestehenden Arbeitsgemeinschaft für die Dorfgestaltung ausgetauscht. Und schon fand sich ein gemeinsames Projekt. In Offenstetten gebe es viele Sitzbänke, die einfach so, ohne Bepflanzung aufgestellt wurden. Dabei wäre es doch schön, wenn daneben beispielsweise ein Himbeerstrauch wachsen würde. Das will man angehen.
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Ein glücklicher Zufall sei, dass ein Vereinsmitglied über eine derzeit ungenutzte Fläche am Sommerkeller verfüge. Dort könnten Schrebergärten verwirklicht werden. Junker stellt sich das so vor: In Gemeinschaftsarbeit solle die Fläche gestaltet werden.
Einzelne Garten-Parzellen könnten dann an Vereinsmitglieder kostenlos abgetreten werden. Die müssten sich aber verpflichten, die Gärten entsprechend zu pflegen. Außerdem habe man die Zusage eines Offenstettener Landwirts, dass der Verein eines dessen Felder nutzen dürfe, damit Mitglieder darauf Gemüse anbauen können.
Fachwissen einbinden
Wichtig ist dem Vorsitzenden, alle Offenstettener regelmäßig auf die verschiedenen Kurse des Kreisverbandes hinzuweisen, die in seinen Augen sehr nützlich sind. So gebe es am 15. März einen Baumschneidekurs in Kapfelberg. Wolle man all das umsetzen, werde wohl die bisherige Zahl der Mitglieder nicht reichen, so positiv die Entwicklung der ersten Wochen auch sei. Junker will über verschiedene Online-Plattformen Werbung für den Verein machen – dazu im Ort Infoblätter verteilen. Der Jahresbeitrag für Erwachsene kostet 25 Euro, für Familien 50 Euro. Für einzelne Kinder sind 10 Euro zu bezahlen. Es gebe Mitbürgerinnen und Mitbürger in Offenstetten, die Fachwissen haben. Junker will versuchen, die einzubinden.
Ein Vereinsdomizil gibt es derzeit noch nicht. Und das werde erst einmal auch so bleiben. Derzeit solle die volle Kraft in die weitere Entwicklung des Vereins gesteckt werden. Es sei hinzunehmen, Vorstandstreffen bis auf weiteres in Privaträumen abzuhalten.
Alles andere als geplant
Eigentlich nahm Junker an der Gründungsversammlung des Vereins nur deshalb teil, weil er Informationen haben wollte zu den Angeboten des Vereins für Kinder. Dann habe er sich aber wohl so angeregt an den Gesprächen beteiligt, dass ihn Kreisvorsitzender Harald Hillebrand flugs als Vorsitzenden vorschlug.
Den Namen Junker kennt man aus der Vereinswelt Offenstetten. Der ehemalige Vorsitzende des TSV Alfred Junker ist der Vater von Markus. Der durchaus selbst schon Erfahrung in der Vereinsarbeit hat. „Ich war schon Jugendtrainer beim TSV“, ist von ihm zu erfahren. Junker ist 49 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder. Er arbeitet als Prokurist in Regensburg.
Weitere Mitglieder im Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins sind: Dominik Beckstein (stellvertretender Vorsitzender), Andrea Richter (Kassierin), Sophie Resch (Schriftführerin), Judith Beckstein und Andrea Lorenz (Beisitzerinnen).