Nach Chaos: Rewag und LLC Marathon wollen Regensburger Firmenlauf überarbeiten

3000 Läufer gingen im vergangenen Jahr beim Rewag-Firmenlauf an den Start. Die Strecke wurde aufgrund von Bauarbeiten vom Rewag-Gelände ans Jahnstadion verlegt. Das Ergebnis war fatal: überforderte Läufer, verstopfte Streckenabschnitte und mangelhafte Verpflegungsmöglichkeiten. Heuer soll alles anders werden.
Beim Rewag-Firmenlauf müsse man davon ausgehen, dass der größte Teil der Sportler keine geübten Läufer sind, sagt Wolfgang Kammann, der Vorsitzende des LLC Marathon. Der LLC übernimmt die Durchführung des Firmenlaufs. Gerade im Hinblick auf das durchschnittliche Niveau der Läufer war eines der Hauptprobleme im vergangenen Jahr, dass die Strecke nicht optimal gewählt worden ist. „Die Strecke war zum Teil von den Höhenmetern her für Ungeübte schon problematisch“, gibt Kammann zu .
Ebenerdig und ohne Engpass
Unter anderem deshalb wähle man in diesem Jahr die Donau-Arena als Ausgangspunkt. Die Arena sei laut Kammann als Mittelpunkt nicht das schönste Highlight, allerdings sei die Strecke nahezu ebenerdig und somit wesentlich geeigneter für den Firmenlauf.
„Auch in Bezug auf die Breite der Wege ist es ohne Weiteres möglich, hier 3000 Leute laufen zu lassen. Es gibt eigentlich keine Engpässe“, sagt der Vorsitzende des LLC.
Im vergangenen Jahr war auch diese eigentlich zwingende Voraussetzung für einen Lauf in dieser Größe durch die Strecke nicht gegeben. Allerdings sei nicht die Anzahl der Läufer das Problem gewesen, sondern die engen Streckenabschnitte. „Wir hatten zum Teil Gegenverkehr.
Von den Läufern hagelte es Kritik
Die schnellen Läufer kamen uns schon entgegen, während die langsameren Läufer noch auf dem Hinweg waren“, so Kammann. Ein weiteres großes Problem beim vergangenen Firmenlauf waren die Versorgungsstellen. Kammann sieht dabei die Schuld beim Caterer, der einen Vertrag mit dem Jahnstadion hat. „Der Caterer hat leider versagt. Da hatten wir keinen Einfluss drauf. Die Verträge waren leider so gemacht, dass der Caterer die vollumfänglichen Rechte hatte“, erklärt Kammann.
Von den Läufern hagelte es massive Kritik in Bezug auf die Verpflegung. Das teilte auch die Rewag bei unserer Berichterstattung im Juli mit. Martin Gottschalk, Pressesprecher der Rewag, erklärte, dass es in Bezug auf die Verkaufsstände „leider vergleichsweise viel Kritik“ gab. Auch Kammann bestätigt jetzt nochmal, dass es „erhebliche Probleme“ gab. Bei den vorherigen Firmenläufen – auf dem Rewag-Gelände – hatte der LLC das Catering übernommen. „Wir sind da geübt. Wir wissen, was auf uns zukommt. Der Caterer des Jahnstadions ist nicht auf unsere Wünsche eingegangen und war leider völlig überfordert“, resümiert Kammann.
Ist diesmal für alles gesorgt?
Auch in diesem Punkt wird sich heuer einiges ändern. An der Donau-Arena werde der LLC wieder einen Teil des Caterings übernehmen dürfen. „Wir sind noch in Gesprächen. Der Caterer hier ist zugänglicher. Wir werden noch abklären, wer genau, was übernimmt“, sagt der Vorsitzende.
In Summe geht der LLC davon aus, dass man sich in diesem Jahr auf ein besseres Laufspektakel freuen kann. „Wir glauben, dass wir aus den Problemen des vergangenen Firmenlaufs gelernt haben. Wir sind uns mit der Rewag einig gewesen“, so Kammann.
Der LLC Marathon richtet den Firmenlauf auch in diesem Jahr aus. Die Rewag ist der Veranstalter. Auch heuer wird die Teilnehmerzahl wieder auf 3000 Läufer limitiert, sagt Kammann. Wenn man dann die nötigen Erfahrungen sammle, dass alles gut läuft, stünde auch eine Erweiterung des Teilnehmerfelds im Raum.
