Zu viel Löschwasser sorgte für Zusatz-Arbeit nach dem Brand beim Autozulieferer SMP in Neustadt

Die Ursache für den Brand in einer Fabrikationshalle des Autozulieferers SMP im Neustädter Ortsteil Schwaig (Landkreis Kelheim) ist weiter unklar. Allerdings sorgte die Sicherheitstechnik für zusätzliche Arbeit.
Wie berichtet, waren am Montag mehrere Feuerwehren im Einsatz, um bei SMP einen Brand zu löschen, der in einer Fabrikhalle entstanden war. Vermutlich bei Flexarbeiten in einer ehemaligen Lackiererei könnten gegen 14 Uhr Lackreste in Brand geraten sein. Unklar ist, wie es dazu kommen konnte. Die Kriminalpolizeiinspektion Landshut hat die Ermittlungen übernommen.
Verletzt wurde bei dem Brand in Schwaig glücklicherweise niemand. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 100.000 Euro. Möglicherweise ist der Schaden jedoch deutlich höher.
Das könnte am Löschwasser liegen. Die Menge des Löschwassers, das sich in der Fabrik ausbreitete, war erheblich. Das Löschwasser habe sich „relativ großflächig“ ausgebreitet, sagte Kreisbrandinspektor Michael Leitner. 70.000 Liter Wasser mussten deshalb von Feuerwehr und THW nach dem Ende des Brandes gegen 16 Uhr aus der Fabrik abgepumpt werden, teilte Markus Hofer, Ortsbeauftragter des THW Kelheim mit. Das Wasser wurde anschließend in Auffangbehälter gefüllt.
Die Sprinkleranlage habe ordnungsgemäß ausgelöst, betonte Kreisbrandrat Nikolaus Höfler. Sie habe dazu beigetragen, dass der Schaden für den Autozulieferer „nicht größer“ wurde, erklärte Kreisbrandinspektor Leitner.
Im Anschluss an den Brand und die Löscharbeiten wurde der Rauch aus der Fabrik geblasen. Am späten Abend war der Einsatz beendet. Im Einsatz waren neben dem THW auch das BRK und die Feuerwehren aus Neustadt a.d. Donau, Schwaig, Münchsmünster sowie Kelheim und auch die SMP-Werkfeuerwehr, die auch die Leitung bei der Brandbekämpfung hatte. Am Dienstag herrschte auf dem SMP-Werksgelände am Umbertshausener Weg, zumindest äußerlich, wieder normaler Betrieb.
Zum Brand hatte diese Zeitung auch bei SMP um eine Stellungnahme gebeten. Diese lag jedoch bis Redaktionsschluss nicht vor, soll aber noch folgen.
SMP verfügt seit neun Jahren über eine eigene Feuerwehr. Die Einsatzkräfte arbeiten in einem 24-Stunden-Schichtmodell. Für die 18 hauptamtlichen Einsatzkräfte wurden seinerzeit nicht nur Fahrzeug und Ausrüstung angeschafft, sondern auch eine Feuerwache gebaut. Zur Feuerwache gehören u. a. die Fahrzeughalle, die Werkstatt, Sozialräume, Umkleiden und ein Fitnessraum. Außerdem ist in der Feuerwache die Einsatzausrüstung für 60 nebenberufliche Mitarbeiter aus der Belegschaft des Werkes gelagert.