Neumarkter Blitzschutz-Experte Dehn startet seine Produktion in den USA

Dehn setzt seinen internationalen Wachstumskurs fort: Am Standort Mooresville im Bundesstaat North Carolina laufen nach einer mehrmonatigen Anlaufphase die ersten Dehn-Produkte vom Band. „Der Produktionsstart markiert einen bedeutenden Meilenstein für das Unternehmen“, heißt es in einer Pressemeldung des Neumarkter Unternehmens.
Dehn setzt seinen internationalen Wachstumskurs fort: Am Standort Mooresville im Bundesstaat North Carolina laufen nach einer mehrmonatigen Anlaufphase die ersten Dehn-Produkte vom Band. „Der Produktionsstart markiert einen bedeutenden Meilenstein für das Unternehmen“, heißt es in einer Pressemeldung des Neumarkter Unternehmens.
Mit dem speziell für den nordamerikanischen Markt entwickelten Produktportfolio stärke der Spezialist für Blitz-, Überspannungs- und Arbeitsschutz seine Präsenz in den Vereinigten Staaten.
„Die USA sind einer unserer wesentlichen Wachstumsmärkte für die kommenden Jahre“, sagt CEO Dr. Philipp Dehn. „Mit unserer eigenen Wertschöpfung vor Ort können wir den amerikanischen Markt noch besser bedienen und flexibel auf etwaige neue wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen reagieren.“
In den USA gebe es zwar bereits Konkurrenten, jedoch sei das Angebot der Neumarkter inklusive Beratung und Planung einzigartig, sagt Unternehmenssprecher Simon Thaler. Dehn sehe gerade im äußeren Blitzschutz für Gebäude und Industriegebäude ein großes Potenzial. Noch seien die Vereinigten Staaten ein relativ kleiner Markt für Dehn SE – „aber perspektivisch ein immer wichtigerer“, so Thaler.
Dehn ist von Zöllen weniger betroffen
Angesichts der Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, Importe aus Europa mit Zöllen zu belegen, kommt der Schritt von Dehn genau zum richtigen Zeitpunkt – auch wenn die Planungen schon deutlich vor dem Amtswechsel im Weißen Haus begonnen hatten. „Für die Produktion vor Ort müssen wir nur einen Bruchteil an Komponenten einführen“, sagt Thaler. Die Zölle für diese Teile seien nicht mit den Kosten zu vergleichen, die anfallen würden, wenn alle Produkte aus Mühlhausen in die USA importiert werden müssten.
Seit Anfang des Monats erweitern Current Technology und Niederspannungsprodukte (elektrische Komponenten und Geräte für den Einsatz in Niederspannungsnetzen) von Joslyn den Kern des Produktportfolios der amerikanischen Tochtergesellschaft Dehn, Inc.. Die Produkte der beiden etablierten Marken werden in Mooresville gefertigt und von dort aus landesweit vertrieben.
„Ab sofort profitieren Kunden von Current Technology und der Niederspannungsprodukte von Joslyn von der jahrzehntelangen Expertise eines Innovationsführers im Blitz- und Überspannungsschutz“, bekräftigt Ingo Rutenberg, CEO Dehn Americas. „Durch das breitere Dehn-Portfolio entsteht ein einzigartiges Angebot an Schutzlösungen für den amerikanischen Markt.”
Current Technology und Joslyn hatten früher unter dem Dach von ABB operiert, bis die Dehn, Inc. sie übernommen hatte. Der Abschluss der Transaktion war für das erste Quartal 2025 angekündigt gewesen. Ab dem Zeitpunkt werden die Produkte über die amerikanische Tochtergesellschaft von Dehn hergestellt und vertrieben.
Ziel: Fertigung von Dehn-Produkten weltweit
Mit der Eröffnung der ersten eigenen Produktionsstätte im Ausland unternimmt Dehn nach eigenen Angaben den nächsten entscheidenden Schritt im Aufbau eines globalen Fertigungsnetzwerks. Dieses soll langfristig globale Zielmärkte bedienen, erweiterte Kapazitäten schaffen und flexibel auf Marktbedingungen reagieren können – entsprechend dem Leitsatz: Local for local.
Das Neumarkter Familienunternehmen Dehn beschäftigt weltweit mehr als 2500 Mitarbeiter, rund 1700 davon arbeiten an den Standorten Neumarkt und Mühlhausen, etwa 30 in den USA. Im Geschäftsjahr 2023/2024 erzielte es einen Umsatz von rund 470 Millionen Euro. Das Unternehmen bietet Lösungen und Services für die Bereiche Blitz-, Überspannungs- und Arbeitsschutz – und besitzt mehr als 1100 Patente.