Riesengaudi im Goaßland: 26 Gruppen beim Faschingszug Rieden

Mit großer Vorfreude war er erwartet worden: der Riedener Faschingszug als Höhepunkt der närrischen fünften Jahreszeit im Markt. Zahlreiche Zuschauer säumten die Hirschwalder Straße und die Hauptstraße am Sonntag. Das Präsidium der Narrhalla Rot-Weiß-Gold Rieden als Veranstalter hatte sich entschieden, dass der Zug wieder entlang der traditionellen Strecke durch den Ort marschierte.
Ganz vorne dabei war die Goaß-Liesl mit ihrem Goaßbock Wastl, die ein Wahrzeichen des Faschings im Goaßland sind. Schmerzlich vermisst wurde der im vergangenen Jahr gestorbene Hofnarr Kurt Zittlau, der ein prägendes Gesicht des Riedener Faschings war.
Der Max bat zum Tanz
Der Wagner Max mit seiner Quetschn führte wie immer den Tross an, um die beiden Tiere kümmerten sich Dagmar Gabert, Christa Bauer und Leni Fischer. Immer wieder gab es einen kurzen Halt für den ganzen Zug, bat doch der Max aus den Schaulustigen immer zwei auf den dafür ausgelegten roten Teppich zum Tanz.
Nach ihnen reihten sich die Vilshofener Hexn ein, die mit ihren Besen schon kräftig wedelten. Der Wagen der Marktgemeinde war auch heuer wieder eine Schau. Themen waren diesmal die Windräder und die Offene Ganztagesschule. Die mitfahrenden Markträte waren wie viele Besucher toll verkleidet und hatten eine Riesengaudi. Für musikalische Unterhaltung waren nicht nur viele Boxen auf den Wägen aufgedreht, die Blaskapelle St. Georg Rieden sorgte im Zug für beschwingtes Mittanzen bei den Besuchern. Die 26 Gruppen und Wagen hatten sich tolle Sprüche einfallen lassen und die Zuschauer jubelten ausgelassen allen Teilnehmern zu.
Viele Hoheiten und Garden
Das Riedener Prinzenpaar Conny II. und Robert II. sowie das Kinderprinzenpaar Simon I. und Lea II. wurden standesgemäß im Cabrio chauffiert. Die Tollitäten hatten größte Freude und grüßten fröhlich in die Menge. Der Prunkwagen der Rot-Weiß-Goldenen mit dem restlichen Hofstaat durfte nicht fehlen.
Auch weitere Faschingsgesellschaften mit ihren Hoheiten und Garden waren dabei, etwa die Hohenburger Garde, das Faschingskomitee Schmidmühlen und die Narrhalla Haselmühl. Im Gaudiwurm schlängelten sich dazu die Kirwavereine aus Wolfsbach, Thanheim, Rieden, Köfering und Mendorferbuch, ebenso eine Gruppe des 1. FC Rieden.
Im Anschluss konnten alle in mehreren Lokalitäten weiterfeiern, ob in der Kongo Bar oder im Schützenheim. Erstmals und mit kräftigen Beats von DJ Markus Gottsauner bot die Narrhalla eine Afterzugparty auf dem Marktplatz an. Für viele Kenner des Riedener Faschingssonntags ein Muss war ein Abstecher zum Hirschenwirt, wo mit einem dreifachen „Rieden! Oho!“ noch lang gefeiert wurde.









