Ausgelassene Feier: Die Hexen aus Vilshofen wurden in Rieden schon erwartet

Wenn die Vilshofener Hex’n Rieden ansteuern, ist klar: Es ist Rosenmontag. Auch heuer flogen die närrischen Hutträgerinnen mit ihren Besen nach Rieden und machten die Straßen auf lustige Weise unsicher. Wer ihnen in die Hände fiel, durfte ein Tänzchen mit den Hexen einlegen und mit allen gemeinsam fröhlich singen.
Oberhexe Irene Schönberger und ihre Damen legten einen ersten Stopp bei Blumen Deml ein, gefolgt vom Flug zum Netto-Markt, ehe es beschwingt weiterging ins Gasthaus Hirschenwirt. Die Wirtsfamilie Schmidt freute sich sehr über die Besucherinnen, die viel Stimmung und Faschingsgaudi mitbrachte.
Zum Dank gab es von den närrischen Frauen ein Busserl
Aber damit noch nicht genug. Die feucht-fröhliche Damentruppe fand sich zu einem weiteren Halt im Riedener Ärztehaus und bei Apotheker Stefan Kruppa ein. Mit den Gastgebern, die sich um das Wohl der Hexen annahmen, wurde gesungen, geschunkelt und gelacht. Das eine oder andere Busserl durfte aus Dank natürlich nicht fehlen.
Die müden Hexenbeine wurden dann bei der Physiopraxis Dotzauer wieder auf „Vorderhexe“ gebracht. Der nächste Stopp wurde bei der Metzgerei Greß eingelegt. Fesch waren sie schon, die Hexen, und die Stimmung wurde von Station zu Station fröhlicher und ausgelassener. Die Besen durften eine Pause machen, als die Hexen noch die Raiffeisenbank in Rieden besuchten. Der längste und letzte Besenstopp war das Riedener Rathaus.
Bürgermeister Geitner begrüßte die Hexen mit einem Vers
Die gesamte Verwaltung mit Bürgermeister Erwin Geitner an der Spitze wartete schon freudig auf die Besucherinnen. Lautes Lachen hörten die Verantwortlichen unten am Eingang – und sie wussten, dass die närrische Stunde im Rathaus geschlagen hatte.
Damit die Hexen ihnen allen wohlgesonnen waren, hatten die Verantwortlichen vorgesorgt. Kämmerer Stefan Eiglsperger kredenzte zusammen mit dem Rathausteam fleißig Essen und Getränke für die fröhliche Truppe. Zwischendurch war jedoch immer ein Ordnungsruf des Rathauschefs notwendig, um die Hexen zu bändigen. „Mirkt’s aaf!“ hieß es dann.
Bürgermeister Geitner als ehrbarer Ritter Erwin und 2. Bürgermeister Josef Weinfurtner als Teufel begrüßten die Besenträgerinnen aus Vilshofen. Und dann gab’s ein Verserl für sie: „Hexen gibt’s fast überall, die Schönsten jedoch bei uns im Tal. Mit einem schönen Rundflugbogen, aus Vilshofen angeflogen, sanft am Rathausplatz gelandet und nun im Sitzungssaal gestrandet“, schmeichelte ihnen der Bürgermeister. Dafür gab es natürlich das eine oder andere „verhexte“ Busserl. Auf Erwin Geitner hatten es die Hexen natürlich besonders abgesehen. Ganz flott hatte er zwei große Knutschflecken auf den Backen.
Für den Rathauschef gab es von den Hexen ein besonderes Geschenk
Fleißig wurde getanzt, geschunkelt und gelacht. „Trink, trink, Brüderlein trink“, sangen man zusammen im Rathaussaal. Die Hexen bedankten sich herzlich für die Bewirtung und den tollen Empfang.
Und sie hatten natürlich auch etwas dabei: „Mir kumma niad mit laare Händ’, mir hamm mitbracht a drumm Geschenk.“ Einen Schriftzug „Markt Rieden“ aus Keramik bekam der Bürgermeister von Oberhexe Irene Schönberger überreicht. Zur Musik von Phillipp Haas und Michael Drexler wurde noch fleißig weitergetanzt bei bester Hexenstimmung.

