Arbeitslosenquote historisch hoch: Oberpfalz trotzdem besser als der Bayern-Schnitt

„Kein Anlass zur Sorge.“ So kommentiert Siegfried Bäumler, Vorsitzender der Arbeitsagentur Schwandorf, den im Zehnjahresvergleich „historisch hohen Wert“ der Arbeitslosigkeit in der mittleren Oberpfalz. Und auch sein Regensburger Kollege Fred Gaida gibt sich der Wirtschaftsschwäche zum Trotz zuversichtlich und nennt den Arbeitsmarkt „insgesamt robust“.
In beiden Regionen lagen die Arbeitslosenquoten im Februar um 0,3 Prozentpunkte über den Vorjahreswerten. Der Regensburger Bezirk, zu dem auch die Landkreise Kelheim (Quote 3,9) und Neumarkt (positiver Spitzenreiter mit 3,1) sowie die Stadt Regensburg mit 4,8 Prozent und der Landkreis Regensburg (3,2) zählen, weist derzeit mit 13 656 arbeitslos Gemeldeten eine Quote von 3,7 Prozent auf.
Die 10 814 Arbeitslosen in der Region Schwandorf bedeuten eine Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent. Hier reicht die Spannbreite von 3,8 Prozent im Kreis Amberg-Sulzbach über vier Prozent im Kreis Schwandorf und 4,5 Prozent im Kreis Cham bis zum Wert von 6,5 Prozent in der Stadt Amberg. Weiden meldet mit 6,9 Prozent die höchste Quote der Oberpfalz, wo die Arbeitslosenzahl zuletzt um 9,4 Prozent auf 27 403 Personen anstieg, damit aber geringer als im bayerischen Durchschnitt. Im Freistaat insgesamt erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um elf Prozent auf 326 500 Personen.
Mittelfranken ist das Schlusslicht unter den Regierungsbezirken
Bayernweit – die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,2 Prozent – liegt Schwaben mit einer Quote von 3,7 Prozent weiter an der Spitze, gefolgt von Unterfranken mit vier Prozent sowie Oberbayern und der Oberpfalz mit jeweils 4,1 Prozent. In Niederbayern, wo sich hinter der Prozentzahl von 4,6 exakt 34 562 Arbeitslosen verbergen, betrug das Plus 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Schlusslicht unter Bayerns Regierungsbezirken ist Mittelfranken mit einer Quote von 4,7 Prozent, wozu die Stadt Nürnberg mit 7,2 Prozent wesentlich beigetragen hat. Noch schlechter schneiden derzeit Schweinfurt, Aschaffenburg, Hof und Coburg mit 7,8 Prozent ab.