Beim Schwimmbadcafé in Wackersdorf läuft der Betrieb an – Das hat der neue Wirt vor

Von Philipp Breu · 27. Februar 2025 um 17:34

Das Schild über dem Eingangsbereich des Wackersdorfer Schwimmbadcafés verrät es bereits: Nach mehreren Monaten Stillstand und einem Pächterwechsel wird hier nun griechisch gekocht. Im Inneren duftet es am Mittwochnachmittag nach Zwiebeln und Knoblauch. Die Vorbereitungen sind soweit abgeschlossen. Ab sofort läuft das Soft-Opening.

Kostas Oikonomou, der neue Wirt, will es mit seinen Geschäftspartnern zunächst noch etwas ruhiger angehen lassen. „Wir müssen uns erstmal einspielen. Es bringt ja nichts, wenn gleich 100 Leute kommen und dann haut noch nicht alles hin. Dann sind die Gäste ja auch unzufrieden“, erklärt er.

Gastronomische Erfahrung ist reichlich vorhanden

Deswegen ist der neue Wirt froh über jeden, der in den nächsten Tagen zu ihm kommt. „Mir ist es aber nicht wichtig, dass wir sofort volles Haus haben“, sagt er. Am 22. März ist dann die offizielle Eröffnung geplant. Ab dann will das neue Team „Vollgas geben“.

Gastronomische Erfahrung haben alle zu Genüge. Kostas Oikonomou arbeitet im Schwimmbadcafé mit zwei Geschäftspartnern Hand in Hand. Das Trio kennt sich seit Jahren von den beiden griechischen Restaurants in Maxhütte-Haidhof und Bodenwöhr. „Wir sind wie eine Familie“, erzählt Oikonomou, der seit mittlerweile acht Jahren in der Gegend lebt. Schon als junger Mann hat er in Griechenland in Hotels gearbeitet. Aufgewachsen ist er in einem kleinen Dorf nahe der Stadt Lamia mitten auf dem Festland.

Nachdem er immer wieder als Saisonarbeiter in Deutschland tätig war, entschied er sich 2016 schließlich dafür, seinen Wohnsitz vollständig in die Bundesrepublik zu verlagern. „Griechenland ist wunderschön, aber vor allem zum Urlaub machen“, sagt Oikonomou mit einem Grinsen. Wirtschaftlich sieht es hier nämlich nicht so rosig aus. Vor allem im Winter sei „tote Hose“.

17 Hauptgerichte stehen auf der Speisekarte

Umso glücklicher sei er, dass er in Deutschland gastronomisch Fuß fassen konnte. An der neuen Adresse in Wackersdorf will er nun, wie könnte es anders sein, ebenfalls mit griechischen Spezialitäten punkten.

Die Speisekarte ist übersichtlich. Neun Vorspeisen, 17 Hauptgerichte und vier Desserts stehen darauf. „Wie sagt man in Deutschland – klein aber fein“, scherzt der Wirt. Auch bei den Gewürzen halten es die drei Köche, die für das Wohl der Gäste sorgen werden, ganz traditionell: Salz, Pfeffer, Oregano – viel mehr kommt nicht an das Fleisch, das von einer Metzgerei in Maxhütte-Haidhof stammt und frisch zubereitet wird.

Neben den griechischen Klassikern wird es in Wackersdorf aber auch einen deutschen Touch geben. Weil es sich ja immer noch um eine Vereinswirtschaft handelt, in der auch viele Stammtische einkehren, steht das beliebte Schnitzel ebenso auf der Speisekarte. Zudem soll es in der Sommerzeit im angrenzenden Kiosk, der vom neuen Team mitbetrieben wird, klassisches Freibadessen geben – von Currywurst bis Leberkäse.

Auch größere Feiern sind im Schwimmbadcafé möglich

Neben drei Köchen ist im neuen Schwimmbadcafé noch eine Thekenkraft angestellt. Um den Service kümmert sich Kostas Oikonomou persönlich. Das ist sein Steckenpferd. „Ich möchte arbeiten und nicht wie ein Chef rumsitzen“, sagt er. Schließlich wollen die hoffentlich vielen Gäste ja auch gut bedient werden. Etwa 60 Plätze gibt es im Lokal, 150 weitere Menschen finden im Saal Platz. „Bei uns kann man auch Geburtstage oder Hochzeiten feiern“, sagt der Grieche. Im Sommer sollen außerdem etwa 80 bis 100 Sitzplätze auf der Terrasse ins Freie locken.

Kostas Oikonomou hofft, dass er zusammen mit seinem Team in Wackersdorf künftig viele neue Stammkunden gewinnen kann. „Die Gäste sollen zufrieden sein, das ist das Wichtigste“, sagt er.

Im Januar wurde der Pachtvertrag unterschrieben. Dass Kostas Oikonomou (r.) nun die Vereinsgaststätte des TV Wackersdorf betreibt, freut auch den Vorsitzenden Martin Sperger. Foto: Matthias Eilers