„Bin unfassbar stolz“: So hat Oberpfälzerin Anja Konhäuser das Finale bei Miss Germany erlebt

Der Stolz überwiegt: Anja Konhäuser, eine gebürtige Wackersdorferin, ging im Miss-Germany-Finale am Samstag zwar leer aus, doch das Ergebnis ist für die 40-Jährige zweitrangig. Auf ihrer Heimreise von Rust zieht die Unternehmerin am Sonntag am Telefon gut gelaunt Bilanz.
Für Anja Konhäuser war es nochmal eine intensive Woche, mit einem krönenden Abschluss am Samstag. Bereits sieben Tage vor dem Finale bei der Wahl zur Miss Germany reiste die Oberpfälzerin, die mittlerweile in München wohnt, zusammen mit den anderen acht Finalistinnen nach Rust. Es standen letzte intensive Vorbereitungen auf der Agenda. „Wir haben zum Beispiel nochmal ein Speaker Training und ein Präsentationstraining bekommen“, erzählt Konhäuser. Alle hätten unfassbar viel Herzblut in die Coachings gesteckt. „Da haben wir alle nochmal extrem viel mitgenommen und uns weiterentwickelt“, schwärmt Konhäuser.
Zum ersten Mal drei weitere Titel verliehen
Dann, am Samstag, fand im Europapark das große Finale statt. Die Kandidatinnen hielten am Abend auf der Bühne vor rund 500 Zuschauern nacheinander zwei kurze Vorträge und präsentierten ihre Visionen. Auch ein Homestory-Video wurde gezeigt, das im privaten Umfeld der Finalistinnen gedreht wurde. Dann kürte die Jury die jeweilige Siegerin in den einzelnen Kategorien. Denn zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs wurden neben dem „Miss Germany Award“ auch der „Female Founder-“, „Female Mover-“ und der „Female Leader Award“ verliehen.
Über den Female Founder Award durfte sich am Ende Jil Malin Berning freuen, Gründerin des Start-ups „femote“. Der Female Mover Award ging an die spätere Miss Germany Valentina Busik. In der Kategorie Leader, in der auch Anja Konhäuser antrat, setzte sich Lucy Larbi durch, eine Unternehmensberaterin aus Hamburg.
Unter den drei Award-Gewinnerinnen wurde dann auch die Miss Germany 2025 ermittelt – zum ersten Mal durch ein Publikumsvoting. Sowohl das Publikum in Rust, als auch die Zuschauer zu Hause hatten die Möglichkeit, für ihre Favoritin abzustimmen. Am Ende durfte sich Valentina Busik aus Gießen die begehrte Schärpe umhängen. Die Ärztin arbeitet mit Künstlicher Intelligenz (KI) und einem Avatar, der für jeden verständlich auf 40 Sprachen medizinischen Fachjargon übersetzen soll.
Für Anja Konhäuser trägt die neue Miss Germany ihren Titel verdientermaßen. „Es ist schön, dass eine Kandidatin gewonnen hat, die sich mit KI auseinandersetzt“, sagt sie. Das sei auch ihr Steckenpferd. „Künstliche Intelligenz bringt uns in Deutschland einfach um 100 Prozent weiter. Und da gibt es noch großen Nachholbedarf“, so Konhäuser.
Miss Germany: Eine faszinierende Erfahrung
Auch wenn es für die gebürtige Wackersdorferin am Ende nicht für den Sieg gereicht hat, sei das Finale eine tolle Erfahrung gewesen. „Es standen so viele inspirierende Frauen auf der Bühne und es wurden viele wichtige Themen präsentiert – eine spannende Bandbreite einfach.“
Mit ihrer eigenen Leistung ist Anja Konhäuser mehr als zufrieden. „Ich fand meine Rede großartig und bin total stolz, vor so vielen Zuschauern und Kameras abgeliefert zu haben.“ Besonders emotional sei es für die Mutter gewesen, dass auch ihre geliebten Kinder unter den Zuschauern waren. „Ich habe sie ja auch eine Woche lang nicht gesehen“, sagt die 40-Jährige.
Generell bereut die Oberpfälzerin die Teilnahme am Wettbewerb Miss Germany keine Sekunde. Dass sie es am Ende gar bis ins Finale schafft, hätte sie vorher nicht für möglich gehalten. „Es war eine tolle Station auf meiner persönlichen Reise“, resümiert Konhäuser hörbar stolz und richtet den Blick bereits wieder nach vorne.
Zurück in München steht am Montag schon wieder das Tagesgeschäft rund um ihre Firma OMMAX auf der Agenda. „Ich habe Workshops mit Kunden, bin wieder Mama und voll zurück im Leben“, sagt die 40-Jährige. Auch Termine mit Journalisten stehen noch an. „Ich habe Interesse an meinen Visionen geweckt, das ist das Schönste an der ganzen Sache.“
Wahl zur Miss Germany ist kein Schönheitswettbewerb mehr
Transformation:. Um Schönheit geht es bei der Wahl zur Miss Germany schon lange nicht mehr. Der neue Chef des Miss Germany Studios, Max Klemmer, hat aus einem Schönheitswettbewerb mit Altersbeschränkung eine offene Bühne für weibliche Talente geschaffen.
Visionen: Es geht mittlerweile darum, was Frauen aufgebaut haben und welche Missionen und Visionen sie verfolgen. Das war auch der Grund, weshalb sich Anja Konhäuser für den Wettbewerb beworben hatte, wie sie im Interview mit unserer Zeitung schilderte.