Im Abensberger Pfarrhaus is der Deife los

Von Wolfgang Abeltshauser · 28. Februar 2025 um 11:00

Es dauert nur noch wenige Wochen, dann wollen die Abensberger Theaterfreunde wieder die Lachmuskeln der Zuschauer strapazieren. Am 4. April steigt im Pfarrheim die Premiere der Komödie des Kolpingtheaters. Sie passt so gut wie selten auf die Bühne im dortigen Saal.

Pfarrer Schöberl ist ein erzkonservativer Priester, der gegen alles Moderne und jegliche Neuerung ist. Die Kirchengemeinde sehnt sich richtiggehend nach Abwechslung auf der Kanzel. Als sich Schöberl bei einem Treppensturz das Bein bricht, kommt mit Aushilfspfarrer Wolf Schwung in die Gemeinde.

So beginnt das diesjährige Stück „Im Pfarrhaus is der Deife los“. Regisseurin Brigitte Hanrieder hat diesmal zehn Schauspielerinnen und Schauspieler um sich geschart, mit denen sie seit Anfang Januar zweimal in der Woche probt.

Bei Kolping gibt es nach ihren Worten im Rhythmus von zwei Jahren Aufführungen. Es sind immer Komödien: „Das erwartet das Publikum von uns“, stellt sie fest. Der Turnus komme zustande, weil sie im jeweiligen anderen Jahr mit dem Theatermix Aufführungen organisiere. Beides in einem Jahr sei zu viel. Mancher Akteur sei dazu bei beiden Formationen.

Begonnen haben die Vorbereitungen im vorigen September. Da gab es ein erstes gemeinsames Gespräch mit dem Ensemble. Danach war erst einmal Hanrieder am Zug: „Ich lasse mir immer 20 bis 30 Stücke von Verlagen schicken, um ein passendes zu finden“, so die Regisseurin im Gespräch mit dieser Zeitung.

Jung mit Alt auf der Bühne

Das Ensemble sei nicht immer gleich besetzt. So gebe es heuer junge Frauen, die dabei sind. Auf der anderen Seite machen aber bei den Männern eher ältere Semester mit. Das müsse beim Aussuchen des Stücks schon berücksichtigt werden.

Außerdem habe ihr gefallen, dass die beiden Autoren dieser Komödie Sebastian Kolb und Markus Scheble noch relativ jung sind. Die hätten einfach einmal einen anderen Blick auf ein Theaterstück als ältere, erfahrene Autoren. Dazu habe es sicherlich einen speziellen Reiz, im Abensberger Pfarrheim ein Stück zu spielen, das die katholische Kirche thematisiere.

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Derzeit sei das Ensemble dabei, einzelne Szenen des Stücks einzustudieren. Am Ende der Probenphase, bei der dann schon Mal drei Termine in der Woche zu absolvieren sind, werde das gesamte Stück mehrmals durchgespielt.

Besonders freut es die Regisseurin, dass mit Leo Hecker und Josef Eder zwei Zwölfjährige mit von der Partie sind. „Die waren beim jüngsten Stück schon mit auf der Bühne, diesmal haben beide das erste Mal Sprechrollen.“

Der Rest des Ensembles besteht aus Wolfgang Vielweber, Ralf Bauer, Paul Brunner, Werner Rockermeier, Liesl Huber, Margit Mages, Maria Hecker und Tanja Eder. Dazu gesellt sich noch rund ein halbes Dutzend Helferinnen und Helfer rund um die Bühne, die etwa für den Bühnenbau und die Technik verantwortlich sind.

Drei Akte in 90 Minuten

Die Komödie besteht aus drei Akten, sie wird laut Hanrieder rund 90 Minuten dauern – die Pause nicht mitgerechnet. Insgesamt sind sechs Aufführungen geplant. Die Termine sind 4., 5., 6., 11., 12. und 13. April. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr – außer sonntags, da hebt sich der Vorhang um 18 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro. Schüler, Studenten und Schwerbehinderte zahlen acht Euro. Der Kartenvorverkauf startet am 10. März im Bellibri am Stadtplatz. Außerdem gibt es am 22. und 23. März nach den Gottesdiensten ab 19 Uhr bzw. 11 Uhr Tickets im Pfarrheim.

Brigitte Hanrieder gibt Wolfgang Vielweber bei der Probe Anweisungen für dessen Gespräch mit Gott. Foto: wo