Mit integrativen Garten: Dorfplatz könnte in die Mitte Offenstettens rücken

Die Vorbereitungen, in Offenstetten einen Dorfplatz inklusive integrativen Dorfgarten zu verwirklichen, laufen weiter. Doch jetzt haben die Verantwortlichen im Abensberger Ortsteil eine ganz andere Örtlichkeit im Blick als bislang.
Bisher war wie berichtet vorgesehen, das Projekt an einer kommunalen Fläche gegenüber dem Friedhof zu realisieren. Mitglieder der Arbeitsgruppe Ortsgestaltung im größten Abensberger Ortsteil hielten aber von Anfang an mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg, stellt Bürgermeister Resch im Gespräch mit dieser Zeitung fest.
Es gäbe schönere Flecken in Offenstetten für so ein Projekt – war die einhellige Meinung. Deshalb habe er seit Monaten Gespräche im Ort geführt, um an andere Flächen zu kommen. Unter anderem tat er das mit Mitgliedern der Kirchenverwaltung.
Seit wenigen Tagen läge nun von der ein Angebot auf dem Tisch, eine Grünfläche im Bereich des Pfarrheimes auf Erbpacht für diesen Zweck zu übernehmen. Grundsätzlich wäre das in den Augen von Resch ein tolle Lösung. Läge der Platz doch mitten in Offenstetten, während die zuerst in den Blick geratene Alternative sich eher am Ortsausgang befindet. Außerdem seien wichtige Einrichtungen wie Pfarrheim und Cabrinizentrum samt Schloss direkt benachbart.
Die Fläche liegt zwischen dem Pfarrsaal und dem Gelände der Schule. Noch sind dort mehrere Spielgeräte aufgestellt. Die könnte man laut Bürgermeister jederzeit versetzen. Das Lagergebäude der Pfadfinder soll dagegen dort bleiben, wo es ist.
Entscheidung im Frühjahr
Im April soll nach seinen Worten die Entscheidung über die Örtlichkeit fallen. Bis dahin seien weitere Gespräche notwendig. Zu allererst mit den Anliegern der Fläche beim Pfarrheim. Resch will das Projekt, sollte es dort kommen, gemeinsam mit denen auf die Beine stellen und nicht etwa über deren Köpfe hinweg.
Selbstverständlich müssten die vertraglichen Modalitäten noch genau besprochen werden. Und dann ist der Stadtrat am Zuge. Resch erklärt, dass ein Ratsbeschluss notwendig ist, wenn die Kommune Immobilien auf Erbpacht übernehmen will.
Auch dies klingt interessant: Immer weniger Anbauer stemmen die Spargelzeit
Nach wie vor fehlt ein Planer, der die Gestaltung des gesamten Platzes übernimmt. In den vorigen Monaten war es wie berichtet schlichtweg nicht möglich, einen Planer zu bekommen. Und jetzt habe man sich dann entschlossen, erst einmal die Standortfrage zu klären, bevor man weiter einen Planer sucht. Gegründet hat sich mittlerweile der Obst- und Gartenbauverein im Ortsteil, den Bürgermeister Resch in Zusammenhang mit dem Projekt angeregt hatte. Dessen Vorsitzender Markus Junker betont, dass man sich von Beginn an an konkreten Arbeiten beteiligen will.
„Beim Anlegen des inklusiven Gartens werden wir im Rahmen unsere Möglichkeiten mithelfen, wobei hierbei erst mal ein Garten- und Landschaftsbauer gefragt sein wird“, sagt er auf Nachfrage dieser Zeitung. Existiert der Garten erst einmal, werde man ihn pflegen. Er kann sich darüber hinaus vorstellen, dort Veranstaltungen und Informationsangebote, auch mit der Grundschule und dem sonderpädagogischen Zentrum, durchzuführen.
Gemeinsames Projekt
Wie berichtet kam der Anstoß für das Projekt aus dem Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine. Dessen Vorsitzender Harald Hillebrand kam auf den Bürgermeister zu und schlug ein gemeinsames Vorgehen vor. Der Verband plant für die Zukunft drei Kreisobst-Lehrgärten – in Mainburg, Kapfelberg und eben Offenstetten.
Letzterer soll eine inklusive Note bekommen. Wie berichtet soll er beispielsweise mit Rollstühlen befahrbar sein. Beete sollen so wie Tische angelegt werden, so dass man mit dem Rollstuhl ganz nahe heranfahren kann.
Dazu ist vorgesehen, für Offenstettener Vereine ein kleines Lagergebäude für Vereinsutensilien zu schaffen. Resch denkt darüber hinaus an eine kleine Freilichtbühne, die für Aufführungen genutzt werden könnte. Sitzgelegenheiten, um sich zu treffen und zu ratschen sollen das Ganze abrunden.