1,35 Millionen Euro fließen ins Vilstal: Projekte in Ensdorf und Rieden werden gefördert

Von Mittelbayerische Zeitung · 25. Februar 2025 um 17:00

Eine Judo-Kampfsporthalle bei der DJK Ensdorf, ein Mehrgenerationenspielplatz beim 1. FC Rieden und die Sanierung der Schlossbergkapelle, des Riedener Wahrzeichens: Dies sind drei Projekte, die von den Fraktionsinitiativen der Freien Wähler und der CSU profitieren. Allein 1,35 Millionen Euro fließen ins Vilstal.

60 Millionen Euro umfassen die Fraktionsinitiativen von Freien Wählern und CSU. Wie die beiden Landtagsabgeordneten aus der Region, Bernhard Heinisch (FW) und Harald Schwartz (CSU), in ihren Mitteilungen schreiben, würden durch ihre Eingaben insgesamt rund drei Millionen Euro Projekten im Kreis Amberg-Sulzbach zugutekommen. Allein für das Vilstal stünden 1,35 Millionen Euro zu Buche, so Bernhard Heinisch.

Die Bedeutung der Förderung betont auch Schwartz: „Der Freistaat leistet erneut wichtige Unterstützung für konkrete Projekte vor Ort, die ohne die Mittel aus München nicht oder nicht in dieser Form hätten umgesetzt werden können“, schreibt er.

Für diese Projekte gibt es Fördergelder

Im Einzelnen werden diese Vorhaben im Landkreis durch die Fraktionsinitiativen unterstützt: 900.000 Euro für die Errichtung eines Bayernstützpunktes für Judo in Ensdorf, 300.000 Euro für die Errichtung eines Mehrgenerationen-Spielplatzes in Rieden sowie 150.000 Euro für die Restaurierung der Schlossbergkapelle in Rieden, 30.000 Euro für den Hofladen im Markt Hohenburg, 200.000 Euro für den Umbau der alten Schule in Poppenricht zum Multifunktionstreff, 15.000 Euro für das Gemeinschaftshaus Ehenfeld (Stadt Hirschau), 390.000 Euro für die Renovierung des Gemeindezentrums Freihung.

Zudem fließen 600.000 Euro in die Stadt Amberg zum Ankauf des Nachlasses von Michael Mathias Prechtl. Auch verschiedene überregionale Projekte würden gefördert, darunter die neue Integrierte Leitstelle Oberpfalz darunter die neue Integrierte Leitstelle Oberpfalz mit 600.000 Euro.

MdL Bernhard Heinisch spricht von „Herzensprojekten“

In seiner Mitteilung geht Heinisch auch näher auf die Projekte im Vilstal ein. So würdigt er, die DJK Ensdorf betreibe mit ihrer Sparte Judo seit vielen Jahren eine herausragende Jugendarbeit. Das spiegelt sich vor allem in den beeindruckenden sportlichen Erfolgen der Judoka wider.

Dem akuten Platzmangel solle mit dem Bau eines Dojos, einer Übungshalle für Kampfkunst, begegnet werden. Die neue Sportstätte soll laut Heinisch künftig als Stützpunkt für Judosport in Bayern dienen. Neben der Nutzung durch DJK-Mitglieder solle die Sportstätte auch anderen Organisationen zur Verfügung stehen, erklärt der Abgeordnete.

Sportgelände des 1. FC Rieden erhält höheren Spiel- und Erlebniswert

Als sein zweites großes Herzensprojekt bezeichnet Heinisch die Realisierung eines Mehrgenerationenspielplatzes auf dem Gelände des 1. FC Rieden, bei dem einst seine aktive Fußballkarriere begann. Der Spielplatz habe die besten Jahre bereits hinter sich. Dank der Mittel aus den Fraktionsinitiativen sollen die Geräte erneuert und ergänzt werden. Mit der Integration von Motorik-Spielgeräten, einem Wasserspielplatz und einem Kneippbecken soll ein höherer Spiel- und Erlebniswert geschaffen werden.

Ein „Leuchtturmprojekt“ sei die Schlossbergkapelle in Rieden. Heinisch erinnert daran, dass er sich im vergangenen Jahr selbst ein Bild vom Zustand der Kapelle machen konnte und sich über die laufenden Maßnahmen informiert habe. Sehr schnell sei klar geworden, dass großer Handlungsbedarf bestehe.

Aufgrund der angespannten Haushaltslage des Marktes Rieden sei eine Restaurierung in absehbarer Zeit aber nicht zu stemmen gewesen. „Ich bin sehr stolz, dass wir nun in Kooperation mit dem Koalitionspartner unser Riedener Wahrzeichen vor dem Verfall retten können. Es ist ein entscheidender Schritt, um dem Kapellerl bis zu seinem 250. Geburtstag zu neuem Glanz zu verhelfen“, so Heinisch in der Mitteilung.

MdL Harald Schwartz (CSU, r.) besichtigte mit Bürgermeister Herrmann Böhm in Poppenricht das Gebäude am Kirchplatz, das künftig multifunktional genutzt werden soll. Foto: Stefan Ott