Neuer Spielplatz für alle Generationen: Projekt in Rieden soll rund 285000 Euro kosten

Die Pläne für einen neuen Natur-Generationen-Spielplatz im Bereich des Vereinsgeländes des 1. FC Rieden waren Thema der jüngsten Marktratssitzung in Rieden. Das Konzept kam gut an. „Die geplante Maßnahme würde für den Markt Rieden eine enorme Aufwertung bedeuten“, sagten unter anderem die Markträte Marga Kraus (FW) und Josef Weinfurtner (CSU).
Landschaftsarchitekt Christopher Trepesch aus Amberg stellte den Maßnahmenbericht in der jüngsten Sitzung des Riedener Marktgemeinderates vor. Die Zuschauerplätze waren fast voll besetzt. Auch Altbürgermeister Gotthard Färber und mehrere Vorstandschaftsmitglieder des Fußballclubs besuchten die Sitzung.
Das Areal für die Maßnahme geht vom jetzigen Spielplatz unterhalb des Vereinsheims weiter zum Kunststoffrasenplatz bis hinüber zum Steizer Bach. Besonderes Augenmerk wird auf den kleinen Bach mit künftig ausgebauter Fußgängerbrücke, naturnahem Kneippen und angrenzendem Wasserspielplatz gelegt, der für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird.
Auf Nachfrage erklärte Hauptvereinschef Hans Fischer, dass es vor allem der Juniorvorstandschaft zu verdanken sei, die in einer groß angelegten Umfrage bei den Riedener Bürgern nachgehakt habe, was man sich momentan vor allem wünsche. Viele Rückmeldungen seien vor allem von Familien gekommen, die sich einen neuen Spielplatz in der Marktgemeinde wünschen.
Bach wird einbezogen
So kam laut Fischer die Idee für die Erweiterung und den Ausbau des Spielplatzareals auf dem FC-Gelände mit Einbindung des Steizer Baches auf. Vorhabenträger ist die Kommune. Architekt Trepesch erklärte, dass nicht nur die Kinder von dem neuen Spielplatz profitieren würden, sondern auch ältere Generationen, für die spezielle Geräte aufgestellt werden, zum Beispiel ein Fitnessparcours.
Die Spielgeräte des bestehenden Spielplatzes werden rundum erneuert und der Wasserspielplatz soll die Kneippanlage, den Brückenneubau über den Steizer Bach sowie den bestehenden Spielplatz verbinden. Dieser Wasserspielbereich soll eine Förderschnecke, ein Schöpfbecken sowie einen Matschtisch bekommen, der durch Rinnen verbunden sein wird.
Kunsstoffrasenplatz des FC Rieden wird erneuert
Die Anbindung an die Blumenthalstraße wird die Erreichbarkeit des Spielplatzes ebenso deutlich verbessern. Nachhaltig und ökologisch sinnvoll gedacht liest sich auch das Konzept für die Erneuerung der Schichten des Kunststoffrasenplatzes. Denn das Gummigranulat wird durch nachhaltigen Kork ausgetauscht. „Die Kneippanlage soll in etwa so aussehen wie in Hausen“, erklärte Trepesch weiter. Es werde aber kein befestigtes Becken wie in Theuern sein. Wesentliche Maßnahmen für das naturnahe Kneippen sollen Handläufe und Einstiegstreppe mit Handlauf in den Bach sein.
Damit der Natur- und Umweltschutz bei dieser Baumaßnahmen nicht zu kurz kommt, haben sich die FC-Verantwortlichen mit dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt. So werden strukturfördernde Maßnahmen ergriffen, etwa durch das Einbringen von Störsteinen. Dadurch und mit weiteren Maßnahmen soll ein strukturreicher Bachlauf entstehen, der es dem Fischbestand ermöglichen soll, besser zu laichen. Pflanzmaßnahmen, das Anlegen eines geschotterten Weges und eine naturnahe Gestaltung der Kneippanlage sollen so zu einem nachhaltigen Gesamtkonzept beitragen.
Im Rahmen der Vorstellung des Projektes wurde deutlich, dass die Verantwortlichen an jede Generation gedacht haben. Marktrat Gerhard Schnabel (SPD) war st das Projekt bereits bekannt und er wies in der Sitzung darauf hin, dass man an die Inklusion gedacht habe. „Es werden auch Geräte für Rollstuhlfahrer auf dem Spielplatz vorhanden sein“, sagte er.
Mit den Anwohnern sprechen
Bürgermeister Erwin Geitner (CSU) bekräftigte seine Unterstützung für die Pläne: „Ich finde das Projekt gut. Da haben sich viele schlaue Köpfe Gedanken gemacht“. Marktrat Dieter Teich (CSU) plädierte dafür, die Abstimmung für das Maßnahmenprojekt auf die nächste Sitzung zu verschieben, um noch Gespräche mit den Anrainern zu führen.
Die Kostenkalkulation beläuft sich laut dem Architekten auf rund 285 000 Euro. Hier herrschte im Marktrat Konsens – und so wird in der Novembersitzung im Gremium über das Projekt abgestimmt. Aus allen drei Fraktionen war die positive Haltung zum Projekt erkennbar.