Urwahl in Schwarzach: Michael Wilfahrt erreichte auf Anhieb 62,5 Prozent der Stimmen

Von Petra Beer-Dausch · 23. Februar 2025 um 23:05

Michael Wilfahrt aus Altfalter ist der neue Bürgermeister der Gemeinde Schwarzach bei Nabburg. Der 47-Jährige holte bei der Urwahl 531 Stimmen, was 62,5 Prozent entspricht. „Das ist der Wahnsinn“, sagte Wilfahrt noch etwas perplex über diesen Ausgang. Eine Stichwahl ist damit nicht mehr nötig.

Alfred Lohbauer (65) aus Dietstätt, der im Vorfeld ebenfalls seinen Hut in den Ring geworfen hatte, kam auf 79 Stimmen (9,3 Prozent). Insgesamt schrieben die Wähler 62 Namen auf ihre Stimmzettel, wie Wahlleiter Franz Grabinger auf Anfrage der Mittelbayerischen berichtete.

Wilfahrt freute sich in einer ersten Stellungnahme natürlich über den großen Rückhalt durch die Wähler. Am Freitag schon tritt er sein Amt als Bürgermeister der Gemeinde Schwarzach bei Nabburg an.

Keine offiziellen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl

Notwendig geworden war die Wahl, da Bürgermeister Franz Grabinger sein Amt zum Jahresende 2024 aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt hatte. Aktuell leitet der 2. Bürgermeister Michael Singer die Amtsgeschäfte, doch auch er wird sein Amt aus gesundheitlichen Gründen zum 15. März aufgeben. Der Gemeinderat stimmte seinem Antrag bereits zu. So wollte Singer auch Klarheit für die Urwahl schaffen, dass die Schwarzacher nicht seinen Namen auf den Stimmzettel schreiben.

Da sich bis zum Ende der Frist für die Einreichung von Wahlvorschlägen am 9. Januar kein offizieller Kandidat gefunden hatte, waren die 1172 Wahlberechtigten zur sogenannten Urwahl aufgerufen.

Mehr als 60 Namen standen auf den Stimmzetteln

Doch dann hatten sich im Vorfeld doch noch zwei Bewerber ins Gespräch gebracht, die gerne Bürgermeister werden wollten: Michael Wilfahrt (47) aus Altfalter und Alfred Lohbauer (65) aus Dietstätt. Beide stammen aus den Reihen der FWG Altfalter. Ihre Namen wurden nun auch am Sonntag am häufigsten auf die Wahlzettel geschrieben. 64 Mal war dort außerdem Karin Scheuerer-Pamler zu lesen, 50 Mal Joachim Schießl. Obwohl die Bürger insgesamt mehr als 60 verschiedene Vorschläge machten, wen sie gerne als neues Gemeindeoberhaupt sehen würden, ging die Auszählung dann doch schneller als erwartet. Der frühere Bürgermeister und Wahlleiter Franz Grabinger zeigte sich in einer ersten Stellungnahme erleichtert, dass es eine schnelle Lösung gebe, wertete es aber auch als überraschend, dass nach der Urwahl keine Stichwahl erforderlich sei.

Am Donnerstag wird laut Grabinger der Wahlausschuss zusammenkommen, um das Ergebnis der Bürgermeisterwahl offiziell festzustellen. Ab Freitag ist Michael Wilfahrt dann im Amt.

„Ich hätte es nicht erwartet“, sagte der 47-jährige Familienvater aus Altfalter zum Ausgang der Wahl. Natürlich freue er sich, dass er von den Wählern so einen Rückhalt erfahren habe. Wilfahrt gehört seit 2020 dem Schwarzacher Gemeinderat an. Aus dieser Tätigkeit wisse er, vor welchen Herausforderungen die Gemeinde stehe.

Kindergarten und Kanalnetz als Mammutaufgaben

„Die Mammutaufgaben Kindergarten oder Kanalnetz müssen vorangetrieben werden“, hatte er vor der Wahl angekündigt. Vieles sei bereits in die richtige Richtung entwickelt worden. Er freue sich auf seine neue Aufgabe als Bürgermeister und darauf, „dass wir gemeinsam weiter etwas bewegen.“ Vom Schwarzenfelder Rathaus wollte er am Sonntagabend noch einmal zurück ins Wahllokal nach Altfalter fahren, um dort „im kleinen Kreis“ zu feiern.

Im Schlossbauernhof in Altfalter war die Stimmung bei der Auszählung gut. Foto: Dietmar Zwick