AfD wird zweitstärkste Kraft im Landkreis Schwandorf – Mixl zieht wohl in den Bundestag ein

Freude herrscht nach Auszählung aller Stimmen im Landkreis Schwandorf bei der AfD. Sowohl bei den Erststimmen (plus 13,7 Prozent) als auch bei den Zweitstimmen (plus 14,2 Prozent) kann die Alternative den größten Zuwachs aller Parteien verzeichnen. Auch AfD-Direktkandidat Reinhard Mixl kann jubeln. Er zieht mit großer Wahrscheinlichkeit in den Bundestag ein.
In nahezu allen Gemeinden des Landkreises liegt die AfD auf Platz zwei. Direktkandidat und Kreischef Reinhard Mixl holt Landkreisweit 26,2 Prozent der Erststimmen und muss sich nur CSU-Kandidatin Martina Englhardt-Kopf (41,1 Prozent) geschlagen geben. Auch bei den Zweitstimmen ist die AfD im Landkreis Schwandorf Zweiter (27,4 Prozent), direkt hinter der CSU (38,9 Prozent). Besonders stark schneidet die Alternative für Deutschland beispielsweise in Dieterskirchen (32,5 Prozent), Teunz (31,6) und Schönsee (30,8) ab.
„Die Bürger wollen einen Politikwechsel", steht für Mixl nicht erst seit den jüngsten Bundestagswahlergebnissen fest. Seine Partei und er hätten nun als nächstes Ziel, der Union Platz eins streitig zu machen. „Mehr geht immer", so Mixl wörtlich.
Über die AfD-Landesliste in den Bundestag
Auch auf Bundesebene hat die AfD einen deutlichen Zuwachs verzeichnen können. Bis Redaktionsschluss pendelte sich die Alternative bei deutlich über 20 Prozent ein. Das dürfte Mixl besonders freuen. Denn damit dürfte feststehen, dass der 63-Jährige als einer von vier Oberpfälzer Kandidaten in den Bundestag einziehen wird. Mixl ging auf Platz 19 der Landesliste Bayern ins Rennen.
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Als unsere Zeitung Reinhard Mixl um 20 Uhr für eine erste Stellungnahme erreichte, ging er noch davon aus, den Einzug in den Bundestag über die AfD-Liste knapp zu verfehlen. Für ein erneutes Statement war er bis Redaktionsschluss nicht mehr zu erreichen. Er kündigte bereits beim ersten Telefonat an, sich wegen eines grippalen Infekts früh hinzulegen.
Auch der stellvertretende AfD-Kreisvorsitzende Klaus Schuhmacher freut sich über die jüngsten Wahlergebnisse. „Dass mit großer Wahrscheinlichkeit vier Oberpfälzer AfD-Kandidaten in den Bundestag einziehen, ist eine super Sache“, so Schuhmacher. Generell könne man die Wahl aus Sicht der Alternative als „großen Erfolg“ verbuchen. Man habe im Vergleich zur Europawahl und zur vergangenen Bundestagswahl 2021 nochmal deutlich an Prozentpunkten zulegen können.
Schwandorfer Bündnis gegen Rechtsextremismus ist schockiert
Völlig anders bewertet das Schwandorfer Bündnis gegen Rechtsextremismus das Abschneiden der AfD. „Das Ergebnis ist erschreckend“, sagt Sprecherin Veronika Peters-Brunner. Sowohl bundesweit als auch im Landkreis Schwandorf hätten zu viele Menschen eine „rechtsextreme Partei“ gewählt. Die wirklich wichtigen Zukunftsthemen seien durch dieses Wahlergebnis nicht repräsentiert worden. „Wir werden auch nach der Wahl Gesicht für unsere Demokratie zeigen“, kündigt Peters-Brunner an.