Die Ergebnisse von FDP, BSW, die Linke und ÖDP im Landkreis Schwandorf: Von Zuversicht bis Verzweiflung

Die Ergebnisse der Bundestagswahl 2025 im Landkreis Schwandorf von FDP, BSW, die Linke und ÖDP sind da. Die Reaktionen der Direktkandidaten gehen weit auseinander.
FDP – Große Ernüchterung:
Direktkandidatin Ileana Pößl aus Nabburg kommt auf 1,8 Prozent der Erststimmen im Landkreis Schwandorf. Bei den Zweitstimmen schneiden die Freien Demokraten mit rund 2,6 Prozent im Landkreis um fünf Prozentpunkte schlechter ab als bei der Bundestagswahl 2021. Pößl nennt das Ergebnis „eine große Enttäuschung“. Ihre Partei hätte viele Fehler gemacht und müsse das Ergebnis der Wahl nun erst einmal genau analysieren. „Wir werden ganz sicher unsere Lehren aus diesem Ergebnis ziehen und nicht aufgeben“, sagt Pößl.
Die Linke – Mit Zuversicht:
Direktkandidat Tobias Mainka aus Klardorf erreicht 3,1 Prozent der Erststimmen. Seine Partei kommt im Landkreis Schwandorf auf insgesamt 3,7 Prozent der Zweitstimmen. Vom überraschend guten Abschneiden seiner Partei auf Bundesebene kann er aufgrund seines fehlenden Listenplatzes zwar nicht profitieren, trotzdem zeigt sich Mainka erfreut über das Ergebnis: „Wir hatten keine großen Erwartungen und sind komplett zufrieden.“ Voller Hoffnung blicke er nun in die Zukunft und verspricht: „Die Linke im Landkreis Schwandorf wird sich erneuern und vergrößern.“
ÖDP – Keine Überraschung:
Die ÖDP kommt im Landkreis Schwandorf auf 0,8 Prozent der Erststimmen und erreicht 0,4 Prozent der Zweitstimmen. „Das Ergebnis war in dieser Größenordnung leider erwartbar“, erklärt Direktkandidatin Bianca Heistrüvers aus Nabburg. Sie sei trotzdem auf jede Stimme im Landkreis stolz und habe bereits die Kommunalwahl 2026 im Blick. „Dann wollen wir auf jeden Fall besser abschneiden“, so Heistrüvers.
BSW – Schwerer Start:
Das BSW trat im Wahlkreis Schwandorf ohne Direktkandidaten an. Bei der Zweitstimme kommt die neue Partei auf 2,4 Prozent im Landkreis Schwandorf. „Das Ergebnis ist für uns in Ordnung, weil es als neue Partei wirklich schwierig ist“, sagt Stefan Scheingraber, Regionalverantwortlicher des BSW Oberpfalz. Man sei von den Neuwahlen „total überrascht“ worden. In Zukunft will Scheingraber mit dem BSW präsenter im Landkreis Schwandorf werden und die Basis vergrößern.