Mit den Prosdorfern „fetzt“ die Festhalle: Faschingsball erfüllt auch dieses Jahr wieder Erwartungen

Von Benjamin Schlegl · 24. Februar 2025 um 05:00

Nicht nur die Prosdorfer haben das Motto ihrer Einlage am legendären Faschingsball bestens umgesetzt, auch die vielen Ballbesucher gaben ordentlich Gas und tanzten, bis die Schuhsohlen rauchten. Unzählige – überwiegend junge – Maschkara suchten am Samstagabend die zur Partyhochburg umgestaltete Festhalle auf. Dort erlebten sie tolle Tanzmusik, eine aufwändige Einlage und Party bis in die Morgenstunden hinein.

Die Festhalle ist im Winter nicht unbedingt der Ort, um eine große Veranstaltung durchzuführen. Dementsprechend groß ist der Aufwand, diese Location party- und wintertauglich zu machen. Für die Prosdorfer beginnt die Sache mit dem Faschingsball schon vor dem offiziellen Start in die Faschingszeit. Bereits im Oktober traf sich das Vorbereitungsteam zum ersten Mal, um zunächst eine Einlage einzustudieren. Hier zeichnete sich Manuel Bücherl verantwortlich, der diverse kreative Köpfe in seinem Team wusste, und der mit ihnen zusammen die Einlage unter dem Motto „Let’s fetz“ ausarbeitete.

Einlage wieder ein Highlight

Ab Anfang Januar machten sich die Prosdorfer daran, die Festhalle für den Ansturm der Gäste zu rüsten. Mehrere Samstage gingen dafür drauf, aber stets waren viele Mitglieder der Wehr gekommen, um die Aufbauarbeiten zu leisten. Schon das ist bei den Prosdorfern Event und Gemeinschaftsprojekt. In den letzten Tagen wurde dann noch die Einlage einstudiert und mit den Musikeinspielungen abgestimmt.

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Der Faschingsball der FF Prosdorf ist seit vielen Jahren ein Highlight in der Faschingssaison, und so fanden auch in diesem Jahr wieder hunderte Gäste den Weg in die Festhalle, darunter viele junge Gäste in kreativen Verkleidungen. Auf dem eigens installierten Tanzboden konnte den ganzen Abend über das Tanzbein kräftig geschwungen werden. Das Catering übernahm das Team der Metzgerei Ruhland, den Ausschank und die Bar betrieben die Prosdorfer selbst. Vor allem die Bar ist bei den Festbesuchern sehr beliebt, ein Durchkommen war zu mancher Stunde kaum möglich.

„Urwaidler“ spielten zünftig auf

Erneut spielten die „Urwaidler“ zünftig auf und hatten ihr ganzes Repertoire dabei, so dass Jung und Alt tanzen konnten. Da durfte auch der aktuelle Hit „Wackelkontakt“ von Oimara nicht fehlen. Die Tanzfläche war stets gefüllt, auffallend viele junge Leute waren unter den Tänzern zu sehen. Vorsitzender Markus Liegl war sichtlich erfreut über die vielen Besucher. Die warteten gespannt auf die Einlage, mit der sich die Prosdorfer wieder einmal ordentlich ins Zeug legten. Das Drehbuch umfasste ganze acht Seiten und hatte den Titel „Let’s fetz“, angelehnt an die TV-Tanz-Show „Let’s dance“. Stimmungsvoll wurde die Einlage von einem Dirigenten und seinem Chor eingeleitet, bevor die beiden Moderatoren (Michael Scheuerer und Thomas Opitz) das Publikum und die drei Juroren Lombardi Barcardi (Manuel Bücherl), Joche Gonzales (Florian Mühlbauer) und Morts Busi (Lisa Kürzinger) begrüßten. Die hochkarätige Jury hatte die Tanzkünste verschiedener Gruppen und Personen zu bewerten.

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Als erstes erschienen die „Prosdorfer Bewegungskünstler“, die zum Bobfahrerlied eine mehr oder weniger synchrone Vorstellung ablieferten. Die Jury war auch nicht so überzeugt, und so begleiteten ordentliche Buuuh-Rufe die vermeintlichen Künstler nach draußen. Bei den „Dorfleid“ (Village People) kam dann gleich der Buzzer zum Einsatz, verbunden mit dem Jury-Kommentar: „Fünf Schaufensterpuppen hätten eine bessere Leistung hingelegt als ihr“, und: „Nochmal so a Lachnummer bringt jedenfalls Quoten“.

Masken wurden prämiert

Den dritten Auftritt hatte „Psy“ mit seinen Tänzerinnen, der zu Gangnam-Style und Bauch, Beine, Po performte. Die Mädels taten es der sichtlich betörten Jury an, zumindest der männlichen. Damit wollte sich der weibliche Teil nicht abfinden, und so bekamen die Jungs noch einmal eine Chance, wobei es viel nackte Haut zu sehen gab. Am Ende hatte das Publikum zu entscheiden, und dessen Wahl fiel auf die männlichen Stripper, die eine Zugabe zu geben hatten.

Ein letztes Highlight war die Maskenprämierung. Hier hatte die Jury, bestehend aus Markus Ackermann, Wolfgang Kürzinger und Benjamin Schlegl, die Qual der Wahl, weil unter den Maschkaran viele kreative Kostüme und Gruppen-Verkleidungen zu sehen waren. Am Ende gab es für die drei besten Bar-Gutscheine, die dann gleich vor Ort und Stelle eingelöst werden konnten.

Männer die strippen? Das schreit nach einer Zugabe!
Kostüme und Einlage waren durchdacht und kreativ.
„Rüscherl macht schlank“ – das scheint das Motto dieser beiden Männer.