Ein Feuerwehrler mit Leib und Seele geht: Empfang für KBM Konrad Hoch aus Neunburg

Von Ralf Gohlke · 24. Februar 2025 um 11:00

Eine besondere Überraschung hat sich die Kreisbrandinspektion zum Abschied von Kreisbrandmeister Konrad Hoch aus Neunburg (Landkreis Schwandorf) einfallen lassen: Sie organisierte für den verdienten Feuerwehrler einen großen Empfang – ein Zeichen, welch hohe Wertschätzung Konrad Hoch genießt.

In exklusiver Begleitung von Landrat Thomas Ebeling (CSU) und Kreisbrandrat Christian Demleitner wurde Hoch von seinem Heimatort, dem Neunburger Stadtteil Oberauerbach, abgeholt. Im Feuerwehr-Mannschaftstransportwagen ging es im Anschluss zum Schießl-Hof in Neukirchen-Balbini.

Dort bereiteten die Feuerwehren seines Brandmeister-Bereiches Ost 3/3 im Inspektionsbereich 3, Vertreter der dazugehörigen Gemeinden Dieterskirchen, Schwarzhofen und Neukirchen-Balbini sowie eine Reihe aktueller und ehemaliger Weggefährten Konrad Hoch einen begeisterten Empfang. Eigentlich hätte dieser Empfang bereits zum 65. Geburtstag des Kreisbrandmeisters stattfinden sollen. Wer aber Konrad Hoch kennt, weiß, dass er nicht zu jenen gehört, die gern im Mittelpunkt öffentlicher Würdigungen stehen.

Aus diesem Grund hatte es vorgezogen, seinen Geburtstag in der Ruhe des Feuerwehr-Gästehauses St. Florian in Bayerisch Gmain, zu verbringen. Dort hatte ihm allerdings trotzdem eine kleine Abordnung der Kreisbrandinspektion gratuliert.

Ob KBI Christian Weinfurtner oder Landrat Thomas Ebeling: Alle haben höchstes Lob für Hoch

Derzeit gilt noch die Regelung, dass die aktive Dienstzeit bei der Freiwilligen Feuerwehr mit der Vollendung des 65. Lebensjahres endet. Das trifft in besonderem Maße auch auf Führungsdienstgrade zu. So bot sich nun die Gelegenheit, das Lebenswerk von Konrad Hoch gleich in doppelter Weise zu würdigen.

Die Eröffnung des offiziellen Teils übernahm Kreisbrandinspektor Christian Weinfurtner. „Möge Dir dieser kleine Abschied ein Zeichen unserer Wertschätzung für Deine Zeit und Deine Arbeit sein“, wandte sich dieser an Konrad Hoch. Weinfurtner verband dies mit der Würdigung eines „sehr geschätzten Kameraden, der auch immer alles angesprochen hat, wenn etwas einmal nicht gepasst hat“.

Landrat Thomas Ebeling freute sich über „den tollen Rahmen“, mit dem diese Verabschiedung gefeiert werden soll. „Da blieb mir gar keine andere Wahl, als der Einladung von Kreisbrandrat Christian Demleitner zu folgen“, scherzte er.

Ebeling sprach Hoch zugleich Dank und Anerkennung für dessen Arbeit bei der Feuerwehr aus, der er bereits seit 1978 angehört. Noch in der Amtszeit seines Amtsvorgängers sei er vom heutigen Ehrenkreisbrandrat Sigfried Hammerer zum Kreisbrandmeister ernannt worden, erinnerte der Landkreischef. Seine Tätigkeit habe Hoch immer ruhig und besonnen ausgeübt und sich stets um ein gutes Miteinander bemüht, würdigte er.

Bürgermeister Markus Dauch würdigt stets gute Zusammenarbeit

Stellvertretend für seine Amtskollegen, 2. Bürgermeister Richard Brunner (CSU) aus Dieterskirchen und 3. Bürgermeister Andreas Immervoll (SPD) aus Schwarzhofen, würdigte Neukirchens Bürgermeister Markus Dauch die Verdienste des scheidenden Kreisbrandmeisters. Er erinnerte sich noch daran, dass er bei dessen Ernennung, im Februar 2007, selbst noch Kommandant der Feuerwehr Neukirchen-Balbini gewesen sei. Auch später, als Bürgermeister, habe er immer gut mit ihm zusammengearbeitet. Hoch sei stets präsent und kommunikationsbereit gewesen. Für seine Tätigkeit über den langen Zeitraum hinweg gelte ihm jeder Dank, sagte Dauch.

Eine kleine Festrede hatte Kreisbrandrat Christian Demleitner vorbereitet. Hoch habe in den 18 Jahren seiner KBM-Tätigkeit unter drei Brandräten alle Veränderungen und Neuerungen stets loyal mitgetragen.

Engagiert in der Jugendarbeit und als Schiedsrichter

Besonders erwähnte er dessen Engagement für die Jugendarbeit und als Schiedsrichter. Schon während seiner Zeit als Kommandant der Feuerwehr Mitter-/Oberauerbach habe Hoch seine Eignung für ein höheres Amt unter Beweis gestellt, sagte Demleitner.

Insgesamt sieben Fachlehrgänge habe er absolviert, einschließlich jenen zum Leiter und Führer von Gruppen und Verbänden. Nicht unerwähnt ließ der Kreisbrandrat die Leistungsprüfungen und Auszeichnungen bis hin zum Steckkreuz des bayerischen Feuerwehr-Ehrenzeichens.

Demleitner erinnerte schließlich daran, dass das Erreichen der Altersgrenze einen Einschnitt bedeute. Er wünschte sich daher, dass für Konrad Hoch das Thema Feuerwehr nicht abgeschlossen sei, sondern nur ein neues Kapitel aufgeschlagen werde.

Konrad Hoch will Feuerwehr auch weiter zur Seite stehen

Konrad Hoch bedankte sich in seiner bekannt knappen Art sowohl für die langjährige Zusammenarbeit als auch den besonderen Abend. Es seien viele erfolgreiche, aber auch traurige Einsätze miteinander durchgestanden worden. Gern werde er – im Rahmen des Möglichen – auch künftig der Kreisbrandinspektion zu Seite stehen. Der Zusammenhalt im KBM-Bereich passe und er wünschte sich daher: „Macht’s weiter so.“

Michael Heinrich und Michael Schmid (v. r.) lieferten genau den passenden musikalischen Rahmen beim Ehrenabend für den verdienten Feuerwehrler. Foto: Ralf Gohlke
Persönlich abgeholt wurde KBM Konrad Hoch (2. v. l.) von KBR Christian Demleitner (l.) und Landrat Thomas Ebeling (r.). In Neukirchen-Balbini empfing sie KBI Christian Weinfurtner (2. v. r.). Foto: Ralf Gohlke