Ein Friedenspark soll Siegenburg bereichern

Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind 80 Jahre ins Land gegangen, in denen in unserer Region Frieden herrscht. Das ist in den Augen von Max Ohneis und Werner Schümann nicht selbstverständlich. Die beiden sind nicht die einzigen in Siegenburg, die so empfinden.
Deshalb soll es heuer in der Marktgemeinde einen besonderen Tag geben und es soll ein besonderer Ort geschaffen werden. Am 1. Juni ist ein Friedenstag ausgerufen, an dem ein Friedenspark im Ort offiziell eingerichtet werden soll. Das berichtet Ohneis, Mitglied der Projektgruppe Friedenspark, die sich mittlerweile gegründet hat.
Darin haben sich nach seinen Worten Siegenburger und Niederumelsdorfer zusammengefunden. Es gehe laut Ohneis darum, die Dankbarkeit für so viele Jahre des Friedens zum Ausdruck zu bringen. Sein Mitstreiter Werner Schümann betont, dass es absolut notwendig sei, auf das Thema hinzuweisen. Die Grundidee sei in Niederumelsdorf während einer Vereinsversammlung entstanden, als Schümann mit Bürgermeister Johann Bergermeier ins Gespräch kam. Der habe den Plan sofort gut gefunden und seinerseits Ohneis angesprochen, der in Siegenburg auch Vorsitzender des Krieger- und Reservistenvereins ist.
Grüner Denkanstoß
Seit Ende des vorigen Jahres stehe fest, welches Projekt genau umgesetzt werden soll. „Wir wollen für jedes Friedensjahr einen Baum pflanzen“, lässt Ohneis wissen. Bergermeier habe von vornherein zugesagt, ein kommunales Grundstück zur Verfügung zu stellen. Es befindet sich nach dessen Worten in der Birkenstraße – angrenzend an den Spielplatz Turnerhölzl.
Es handelt sich um ein Waldstück, auf dem Bäume krankheitsbedingt haben gefällt werden müssen. Dort seien noch einige Vorbereitungen zu treffen. Etwa soll laut Bergermeier und Ohneis ein Kiesweg angelegt werden. Mitarbeiter des Siegenburger Bauhofs werden das nach Bergermeiers Worten übernehmen. Ebenso sollen sie zweimal im Jahr die Fläche mähen.
Das klingt doch interessant: Siegenburgs Altbürgermeister blickt zurück
Der Zeitplan sieht folgendermaßen aus: Am 1. Juni werden die ersten Bäume gepflanzt. Ohneis spricht von mindestens zwei Pflanzen. Es soll einen festlichen Akt geben, für den Pfarrer Franz X. Becher sein Kommen schon zugesagt habe.
In welchem Takt die Pflanzaktionen weitergehen, hänge davon ab, ob die Initiative rasch Sponsoren findet. Man habe sich das so vorgestellt: Firmen spenden den jeweiligen Baum, bei dem dann Informationen über den jeweiligen Spender angebracht werden. Mit Werbemaßnahmen dafür wolle man aber erst in den kommenden Wochen beginnen.
Infos zur Geschichte
Außerdem sollen beim Baum Informationen über das jeweilige Jahr bereitgestellt werden, für das er symbolisch gepflanzt worden ist. Dafür habe man schon die Mittelschule in Siegenburg mit ins Boot geholt. Die Schüler werden nach den Worten von Ohneis Wissenswertes zu besonderen Jahren, etwa dem des Mauerfalls, sammeln und sie für den Friedenspark aufbereiten.
Laut Ohneis wolle man sich langfristig um den Park kümmern. Deshalb ist geplant, die Projektgruppe in einen Förderverein umzuwandeln. Gesucht sind aber schon jetzt weitere Mitstreiter. Wer Interesse hat, dürfe sich jederzeit bei Ohneis melden (Telefon 01 71/8 02 17 17, email: max@maxohneis.de).
Bei der Auswahl der zu pflanzenden Bäume und der Gestaltung des Areals wolle man nichts dem Zufall überlassen. Die Initiatoren haben deshalb Kontakt zu Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege Klaus Petersik gesucht – und gefunden. Ohneis betont, dass man schon allein wegen des benachbarten Spielplatzes keine allzu hohen Bäume wolle. Außerdem sei es sinnvoll, die Pflanzen, die den Park füllen sollen, entsprechend anzuordnen. Petersik habe zugesagt, einen Pflanzplan zu erstellen.