Erste Bilanz der Abensberg Card klingt ganz ordentlich

Von Wolfgang Abeltshauser · 19. Februar 2025 um 15:00

Vor rund einem halben Jahr führte die Kommune die Abensberg Card ein. Die erste Bilanz für dieses neue Bonussystem ist laut Julia Bail vom Stadtmarketing durchaus positiv. Trotzdem arbeite man weiter daran, Partner zu gewinnen.

Die Abensberg Card, von Größe und Aufmachung her einer Konto- oder Kreditkarte ähnlich, hat seit August andere Systeme wie etwa die Babos abgelöst. Sie funktioniert in kurzen Worten folgendermaßen: Kunden können Geld aufladen und damit bei Akzeptanzunternehmen einkaufen oder Dienstleistungen ordern.

Dafür gibt es einen kleinen Bonus, dessen Höhe und Art vom Unternehmen festgelegt wird, auf die Karte überwiesen. Das Guthaben auf der Karte kann grundsätzlich immer bei allen Akzeptanzpartnern genutzt werden, unabhängig davon, von wem der jeweilige Bonus stammt.

Derzeit gibt es nach den Worten von Bail 19 Akzeptanzstellen in Abensberg. „Damit können wir schon zufrieden sein“, zieht sie Bilanz. Mehr Teilnehmer wären i selbstverständlich immer wünschenswert. Und so sei man nach wie vor dabei, weitere Unternehmen für das System zu interessieren. Sie räumt ein, dass es schon notwendig ist, die Unternehmer aktiv anzusprechen. Von sich aus melden würden die sich eher weniger.

Anlaufphase benötigt Zeit

Bei der Auftaktveranstaltung war die Rede von 30 feststehenden teilnehmenden Unternehmen. Laut Bail ist das jetzt kein Widerspruch zu den von ihr genannten 19. Vorarbeiten, um das neue System kennenzulernen und zu installieren, würden eben eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen.

Das bestätigt Wolfgang Holzapfel, der mit seinem Modegeschäft nach eigenen Worten von Anfang an mit dabei ist. Die technische Umsetzung sei nicht immer ganz so einfach.

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Bei der von Beil genannten Zahl handle es nach ihren Worten um die Firmen, bei denen die Karte derzeit auch wirklich eingesetzt werden kann. Die jeweils aktuelle Liste dieser Firmen ist auf der Internetseite https://abensbergcard.de zu finden.

Zahlen, wie viele Abensberger es mittlerweile gibt, die mit der Karte einkaufen, könne Bail keine liefern. Zumindest kämen in den Herzogskasten häufiger Abensberger, um sich Karten zu holen. Das dortige Museum gehört zu den Akzeptanzstellen.

Bei denen können sich Interessierte Karten besorgen und Geldbeträge aufladen lassen. Karin Roßbauer vom Bellibri, einem Conzept Store für Kinder- und Geschenkartikel, berichtet, dass vor allem vor Weihnachten nach Karten verlangt und Geldbeträge aufgeladen wurden.

Bei Holzapfel habe es nicht lange gedauert, bis die ersten mit Karten im Geschäft standen. „Da hatten wir gerade erst das System eingerichtet.“ Eine spürbare Umsatzsteigerung sei damit aber noch keine verbunden. Holzapfel spricht von einigen wenigen Buchungen mit der Karte im Monat.

Zusätzliche Kunden als Ziel

Ähnlich sehe das auch bei Roßbauer aus. Darum gehe es laut Holzapfel aber auch gar nicht. Seine Motivation, bei dem System mitzumachen, liege woanders. Er hofft, damit neue Kunden zu bekommen und vorhandene zu binden. Diejenigen, die eine solche Karte nutzen, würden eben überlegen, in welchen Geschäften sie einkaufen wollen. Wäre er außen vor, würden die eben andere Geschäfte aufsuchen.

Auch bei Roßbauer hat sich das neue System noch nicht auf den Umsatz ausgewirkt. Sie findet das Konzept aber grundsätzlich gut. Die Abensberger Geschäftswelt würde auf diese Weise vernetzt. Ihr gefällt zudem, dass Unternehmern über die dazugehörige App für das Mobiltelefon Informationen über spezielle Aktionen gezielt an die Kunden bringen können. Beil kündigt an, dass in den kommenden Wochen weitere potenzielle Partnerfirmen kontaktiert werden sollen. Nach Fasching gebe es zudem ein weiteres Lockmittel. Jeden Mittwoch werde über die hauseigenen Kanäle das Porträt von jeweils einem Partner veröffentlicht.

Bail bestätigt, dass die noch im Umlauf befindlichen Babos bis Ende 2027 gelten und als Zahlungsmittel bei den bei diesem System teilnehmenden Unternehmen genutzt werden können. Laut Angaben auf der angesprochenen Internetseite kann deren Wert aber auch jederzeit auf die eigene Abensberg Card aufgeladen und sie auf diese Weise eingetauscht werden.